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Heidi Klum mit Familie | Quelle: Getty Images
Heidi Klum mit Familie | Quelle: Getty Images

Diebstahl beim „HeidiFest": Wertvolles Gemälde verschwindet – Staatsanwaltschaft ermittelt

Edita Mesic
21. Sept. 2026
17:56

Heidi Klum lud zum zweiten Mal ins Münchner Hofbräuhaus, um mit Prominenz aus aller Welt ihr „HeidiFest" zu feiern. Doch die ausgelassene Stimmung bekam einen bitteren Beigeschmack: Mitten im Trubel verschwand ein wertvolles, von Klum signiertes Gemälde. Der Künstler spricht von einer schlaflosen Nacht – und machte dem Dieb ein ungewöhnliches Angebot.

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Es sollte ein rauschendes Fest werden – und wurde es zunächst auch. Am 17. September 2026, nur zwei Tage vor dem offiziellen Start des Münchner Oktoberfests, bat Heidi Klum zum zweiten Mal in Folge zu ihrem sogenannten „HeidiFest" ins traditionsreiche Hofbräuhaus. In Dirndl und Lederhosen, bei Bier und Blasmusik, feierte die Prominenz ausgelassen auf den Bierbänken. Doch der Abend nahm eine unschöne Wendung: Während die Gäste tanzten, verschwand ein wertvolles Gemälde spurlos. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Was als glanzvolle Sause begann, endete für einen Beteiligten mit Polizeibefragung und schlaflosen Stunden. Die Geschichte des gestohlenen Bildes ist dabei so kurios wie am Ende versöhnlich – doch der Reihe nach.

Henry Samuel, Erna und Heidi Klum posieren gemeinsam mit Tom Kaulitz während des „HeidiFest by Heidi Klum“ im Vorfeld des Oktoberfestes 2026 im Münchner Hofbräuhaus am 17. September 2026 in München. | Quelle: Getty Images

Henry Samuel, Erna und Heidi Klum posieren gemeinsam mit Tom Kaulitz während des „HeidiFest by Heidi Klum“ im Vorfeld des Oktoberfestes 2026 im Münchner Hofbräuhaus am 17. September 2026 in München. | Quelle: Getty Images

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Ein Fest, das zur festen Größe geworden ist

Heidi Klum hat ein Talent dafür, Partys zu veranstalten, über die anschließend die halbe Welt spricht. Ihre alljährliche Halloween-Party in New York gilt seit Jahren als absoluter Pflichttermin der internationalen Promiszene, bei dem sich das deutsche Supermodel in immer aufwendigere Kostüme verwandelt. Mit dem „HeidiFest" hat sie sich nun offenbar auch in ihrer alten Heimat ein eigenes gesellschaftliches Großereignis geschaffen.

Bereits zum zweiten Mal verwandelte Klum das Münchner Hofbräuhaus in eine Bühne für ihre ganz eigene Wiesn-Vorfeier. Und die Gästeliste konnte sich sehen lassen: Neben zahlreichen nationalen Stars sorgten auch internationale Größen wie Supermodel Naomi Campbell und Sängerin Nicole Scherzinger für Glamour. An der Seite von Klum feierte natürlich auch ihr Ehemann Tom Kaulitz, mit dem sie längst zu einem der schillerndsten Paare des deutschen Showgeschäfts geworden ist.

Heidi Klum und Leni Klum posieren gemeinsam beim „HeidiFest by Heidi Klum“ im Vorfeld des Oktoberfestes 2026 im Münchner Hofbräuhaus am 17. September 2026 in München. Heidi hält ihren Hund im Arm und trägt ein gelbes Dirndl sowie einen dazu passenden Blumenkranz. | Quelle: Getty Images

Heidi Klum und Leni Klum posieren gemeinsam beim „HeidiFest by Heidi Klum“ im Vorfeld des Oktoberfestes 2026 im Münchner Hofbräuhaus am 17. September 2026 in München. Heidi hält ihren Hund im Arm und trägt ein gelbes Dirndl sowie einen dazu passenden Blumenkranz. | Quelle: Getty Images

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Die Mischung aus bayerischer Tradition und internationalem Promi-Aufgebot machte das „HeidiFest" schnell zum Gesprächsthema. Doch für die größten Schlagzeilen sorgte am Ende nicht ein extravagantes Outfit oder ein prominenter Gast – sondern ein dreister Diebstahl.

Der Zeitpunkt war dabei klug gewählt: Wenige Tage vor dem Anstich auf der Theresienwiese ist München ohnehin im Ausnahmezustand, die Stadt füllt sich mit Feierlaunigen aus aller Welt, und die Wiesn-Vorfreude sorgt für ausgelassene Stimmung. In dieses Umfeld setzte Klum ihr Fest – ein cleverer Schachzug, um die Aufmerksamkeit rund um das größte Volksfest der Welt für sich zu nutzen. Dass sich das Hofbräuhaus, eine der bekanntesten Bierhallen der Welt, als Kulisse anbot, verstärkte den folkloristischen Charme zusätzlich.

Heidi Klum und Leni Klum tauschen beim „HeidiFest by Heidi Klum“ im Vorfeld des Oktoberfestes 2026 am 17. September 2026 im Hofbräuhaus München in München einen verspielten Kuss aus. | Quelle: Getty Images

Heidi Klum und Leni Klum tauschen beim „HeidiFest by Heidi Klum“ im Vorfeld des Oktoberfestes 2026 am 17. September 2026 im Hofbräuhaus München in München einen verspielten Kuss aus. | Quelle: Getty Images

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Gegen 23 Uhr verschwindet das Bild

Wie die Münchner „Abendzeitung" berichtete, wurde im Laufe des Abends ein Gemälde des Künstlers Bernhard Prinz entwendet. Das Besondere: Das Werk war von Heidi Klum höchstpersönlich signiert worden und trug passend zum Anlass den Titel „HeidiFest2026". Es hatte damit nicht nur einen materiellen, sondern auch einen ideellen Wert.

Und dieser materielle Wert war beträchtlich. Das großformatige Bild maß rund 130 mal 90 Zentimeter und soll einen Wert von etwa 15.000 Euro haben. Gegen 23 Uhr, mitten in der ausgelassenen Feier, verschwand das Gemälde plötzlich – während die Gäste rund um die Bierbänke tanzten und feierten, trug es offenbar jemand unbemerkt aus dem Fest. Zunächst fehlte von dem Werk jede Spur.

Dass ein solcher Diebstahl ausgerechnet auf einer prominent besetzten Veranstaltung im Herzen Münchens gelingt, ist bemerkenswert – und wirft Fragen auf, die nun die Ermittler beschäftigen.

Für Bernhard Prinz war es zudem ein ganz persönlicher Verlust. Der Künstler hatte das Werk eigens zum Anlass geschaffen; die Signatur von Heidi Klum machte es zu einem Unikat, das sich nicht einfach ersetzen lässt. Genau diese Einzigartigkeit dürfte den Diebstahl für ihn so schmerzhaft gemacht haben – und zugleich erklären, warum er sich so vehement um eine schnelle Rückgabe bemühte.

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Heidi Klum posiert bei einer Modeveranstaltung im Sitzen für ein Foto und trägt dabei ein auffälliges schwarzes Outfit mit silbernen Cut-out-Details. | Quelle: Instagram/heidiklum

Heidi Klum posiert bei einer Modeveranstaltung im Sitzen für ein Foto und trägt dabei ein auffälliges schwarzes Outfit mit silbernen Cut-out-Details. | Quelle: Instagram/heidiklum

Der Künstler reagiert fassungslos

Für den Künstler Bernhard Prinz war der Vorfall ein Schock. Auf Instagram machte er seinem Ärger Luft und schilderte, wie sehr ihn der Diebstahl mitgenommen hatte. Von einer harmlosen Bierlaune oder einem übermütigen Partygag wollte er dabei ausdrücklich nichts wissen.

„Besoffene Mutprobe. Dummer Streich. Nein, das war es definitiv nicht", stellte Prinz klar. Sein Gemälde „HeidiFest2026" sei direkt vom Fest weggeklaut worden. Die Folgen für ihn seien erheblich gewesen:

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„Das bedeutete Stress, Polizeibefragung, eine schlaflose Nacht, Sprachlosigkeit und Fragezeichen. Leider kommen Menschen auf richtig schlechte und hirnarme Ideen."

Es sind deutliche Worte, die zeigen, wie sehr der Vorfall den Künstler getroffen hat. Statt sich über ein gelungenes Fest und die Aufmerksamkeit für sein Werk zu freuen, sah er sich plötzlich mit einer Anzeige, Befragungen und der Ungewissheit konfrontiert, ob er sein Bild jemals wiedersehen würde. Noch in der Nacht zum Freitag erstattete er Anzeige bei der Polizei.

Heidi Klum besucht am 18. September 2025 das „Heidifest by Heidi Klum“ im Hofbräuhaus München in München. | Quelle: Getty Images

Heidi Klum besucht am 18. September 2025 das „Heidifest by Heidi Klum“ im Hofbräuhaus München in München. | Quelle: Getty Images

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Ein ungewöhnliches Angebot an den Dieb

Statt jedoch nur auf die Ermittlungen zu setzen, wählte Bernhard Prinz einen bemerkenswerten Weg: Er wandte sich direkt an den Täter – und machte ihm ein konkretes Angebot. Das gestohlene Gemälde könne bis Freitagabend um 18 Uhr anonym an der Kasse des Deutschen Theaters München hinterlegt werden. Wer das Bild zurückbringe, so das Versprechen des Künstlers, habe „keinerlei Konsequenzen" zu befürchten.

Am Freitagmittag erklärte Prinz zudem, der Vorfall werde „im Moment kriminaltechnisch ausgewertet" – „natürlich auch die Überwachungskameras". Der Druck auf den Dieb wuchs also, während gleichzeitig eine goldene Brücke gebaut wurde, das Werk ohne weitere Folgen zurückzugeben. Eine Mischung aus Appell und sanfter Warnung, die letztlich Wirkung zeigte.

Denn tatsächlich tauchte das verschwundene Bild wenig später wieder auf – genau dort, wo Prinz es sich gewünscht hatte: im Deutschen Theater. Die ungewöhnliche Strategie des Künstlers, dem Dieb einen anonymen und straffreien Ausweg anzubieten, war aufgegangen.

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Kayla Betulius, Henry Samuel, Tom Kaulitz, Heidi Klum, Erna Klum, Bill Kaulitz und Johan Samuel auf dem roten Teppich | Quelle: Getty Images

Kayla Betulius, Henry Samuel, Tom Kaulitz, Heidi Klum, Erna Klum, Bill Kaulitz und Johan Samuel auf dem roten Teppich | Quelle: Getty Images

„Soll er mit seinem schlechten Gewissen klarkommen"

Die Rückgabe des Gemäldes ließ tief blicken – offenbar stammte der Täter aus dem Umfeld der Veranstaltung. „Einer dieser Menschen wusste, wo sich das Bild befindet und hat es nun zurückgebracht", so Bernhard Prinz. Damit deutete der Künstler an, dass der Dieb kein Außenstehender gewesen sein dürfte, sondern jemand, der Zugang zum Fest oder Kenntnis vom Verbleib des Werks hatte.

Auf eine Enttarnung des Täters legte Prinz am Ende jedoch keinen Wert. „Der Dieb bleibt damit anonym. Meinetwegen. Soll er mit seinem schlechten Gewissen klarkommen", erklärte der Künstler. Es sind Worte, die eine gewisse Gelassenheit ausstrahlen – die Erleichterung darüber, das wertvolle Werk zurückzuhaben, überwog offenkundig den Wunsch nach Vergeltung.

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Ganz folgenlos bleibt die Aktion für den Unbekannten allerdings nicht. Da Prinz bereits Anzeige erstattet hatte, laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft weiter. Der Fall ist juristisch also noch nicht abgeschlossen, auch wenn das Bild wieder da ist.

Rechtlich betrachtet ändert die freiwillige Rückgabe nämlich nichts daran, dass ein Diebstahl im Raum steht – eine Straftat, die von Amts wegen verfolgt wird, sobald eine Anzeige vorliegt. Das vom Künstler in Aussicht gestellte Versprechen, es gebe „keinerlei Konsequenzen", bezog sich erkennbar auf sein persönliches Verhältnis zum Täter, nicht auf die Arbeit der Behörden. Ob die ausgewerteten Überwachungsaufnahmen am Ende zur Identifizierung führen, ist offen. Für den Künstler zählte jedoch vor allem, sein Werk unbeschädigt zurückzubekommen – und dieses Ziel hat er erreicht.

Model Leni Klum steht im Innenhof des Hofbräuhauses | Quelle: Getty Images

Model Leni Klum steht im Innenhof des Hofbräuhauses | Quelle: Getty Images

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Das Gemälde bekommt einen Ehrenplatz

Für das gute Stück gibt es unterdessen ein Happy End mit Zukunft: Das Gemälde soll nun einen festen Platz in der Galerie im Deutschen Theater München erhalten, wo bereits mehrere Werke von Bernhard Prinz hängen. Ausgerechnet der Ort, an dem der Dieb das Bild anonym zurückließ, wird damit zur dauerhaften Heimat des einst gestohlenen Werks.

So verwandelte sich eine ärgerliche Diebstahlgeschichte am Ende doch noch in eine mit versöhnlichem Ausgang. Das Bild „HeidiFest2026" ist zurück, es hängt künftig an prominenter Stelle – und die kuriose Geschichte seines kurzzeitigen Verschwindens dürfte seinen Bekanntheitsgrad noch zusätzlich gesteigert haben.

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Heidi Klum und die Kunst der großen Bühne

Für Heidi Klum ist der Zwischenfall zwar ein Schönheitsfehler an einem ansonsten glanzvollen Abend, passt aber ins Bild einer Frau, deren Veranstaltungen regelmäßig für Gesprächsstoff sorgen. Die gebürtige Rheinländerin hat sich vom Laufstegmodel zu einer der bekanntesten deutschen Persönlichkeiten der Unterhaltungsbranche entwickelt – als langjähriges „Germany's Next Topmodel"-Gesicht, als Jurorin internationaler Castingshows und eben als Gastgeberin legendärer Partys.

Mit dem „HeidiFest" hat sie bewiesen, dass sie auch abseits von New York und Los Angeles ein gesellschaftliches Ereignis auf die Beine stellen kann, das nationale wie internationale Prominenz anzieht. Dass eine solche Veranstaltung auch Begehrlichkeiten weckt, zeigt nun der Diebstahl des signierten Gemäldes – ein Detail, das ungewollt für zusätzliche Schlagzeilen sorgte.

Am Ende bleibt von diesem zweiten „HeidiFest" also eine Geschichte, die man so kaum hätte erfinden können: ein rauschendes Fest im Hofbräuhaus, ein dreister Diebstahl mitten im Trubel, ein Künstler, der mit klugem Kalkül die Rückgabe erreichte – und ein Gemälde, das seinen Weg zurück ans Licht fand. Für Heidi Klum, die es liebt, Menschen zusammenzubringen und für Momente zu sorgen, über die gesprochen wird, ist das am Ende beinahe eine paradoxe Erfolgsgeschichte. Nur der oder die Unbekannte, der oder die in jener Nacht auf eine „hirnarme Idee" kam, dürfte die Sause in schlechter Erinnerung behalten.

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