
„Der Verein ist bestürzt“: 44-jähriger ehemaliger Nationalspieler wird als vermisst gemeldet

Einst wurde er von den Fans wegen seiner Ballkünste gefeiert und lief in der englischen Premier League auf. Nun sorgt eine beunruhigende Nachricht über den früheren Profi für große Sorge – und sein ehemaliger Verein wendet sich mit bewegenden Worten an die Öffentlichkeit.
Große Sorge um einen ehemaligen Fußballprofi: Der frühere ungarische Nationalspieler Ákos Buzsáky wird vermisst. Der 44-Jährige ist Berichten zufolge in seiner Heimat Ungarn verschwunden.
Die Polizei hat eine Suche nach dem einstigen Fußballer eingeleitet. Besonders alarmierend ist der Zeitraum, in dem bereits jede Spur von ihm fehlt.
Denn nach Angaben ungarischer Medien wird Buzsáky schon seit mehr als einer Woche vermisst. Die Behörden suchen demnach seit dem 18. August nach ihm.
Doch wer ist der Mann, um den nun so viele Menschen bangen?

Akos Buzsaky von den Queens Park Rangers mit dem Ball während des Barclays-Premier-League-Spiels zwischen den Queens Park Rangers und Swansea City im Loftus Road am 11. April 2012 in London, England. | Quelle: Getty Images
Ákos Buzsáky wurde am 7. Mai 1982 in Budapest geboren. Seine Karriere begann er in seiner Heimat bei MTK Budapest, ehe ihn sein Weg ins Ausland führte.
Beim portugiesischen Spitzenklub FC Porto spielte er sogar unter dem heutigen Startrainer José Mourinho. Später wechselte er nach England, wo er endgültig bekannt wurde.
In England erspielte er sich über die Jahre einen Namen: In insgesamt 243 Pflichtspielen erzielte der Mittelfeldspieler 33 Tore. Seine Technik und Spielübersicht machten ihn bei den Fans schnell beliebt. Dort trug er die Trikots gleich mehrerer Vereine.
Buzsáky spielte unter anderem für Plymouth Argyle, Portsmouth und Barnsley. Vor allem aber ist er den Fans der Queens Park Rangers in bester Erinnerung.
2007 kam er zunächst per Leihe zu QPR und blieb schließlich mehrere Jahre. Dort wurde er zum echten Publikumsliebling – die Anhänger gaben ihm sogar den Spitznamen „der weiße Pelé".
Sein größter Erfolg mit dem Klub ließ nicht lange auf sich warten.
In der Saison 2010/11 hatte Buzsáky maßgeblichen Anteil am Aufstieg der Queens Park Rangers in die Premier League. Anschließend spielte er mit dem Verein sogar im englischen Fußball-Oberhaus.
Für die ungarische Nationalmannschaft lief er insgesamt 20 Mal auf. 2013 kehrte er in seine Heimat zu Ferencváros zurück, ehe er seine Karriere 2015 aufgrund anhaltender Verletzungsprobleme beendete.
Umso größer ist nun die Anteilnahme aus der Fußballwelt.
Gerade seine früheren englischen Klubs zeigten sich tief besorgt über das Verschwinden ihres einstigen Spielers. Allen voran meldeten sich die Queens Park Rangers mit einer bewegenden Botschaft zu Wort.
„Der Verein ist bestürzt darüber zu erfahren, dass unser beliebter Ákos Buzsáky als vermisst gemeldet wurde", teilte QPR mit.
Der Klub ließ dabei keinen Zweifel daran, wie sehr man mit dem früheren Publikumsliebling fühlt.
„Wir alle hoffen und beten dafür, dass er sicher und wohlbehalten gefunden wird", hieß es weiter in der Erklärung des Vereins.
Auch sein früherer Klub Plymouth Argyle äußerte sich ähnlich besorgt und hofft auf ein baldiges Lebenszeichen.
Nicht nur die Vereine, auch ehemalige Weggefährten bangen um den 44-Jährigen. Frühere Teamkollegen berichteten, sie seien fassungslos und hofften inständig, dass ihm nichts zugestoßen sei.
Über die genauen Hintergründe des Verschwindens ist bislang wenig bekannt.
Nach Angaben seines Vaters pendelte der frühere Profi zuletzt häufig zwischen Ungarn und Griechenland. Man lebe nicht unter einem Dach und habe daher zuletzt seltener miteinander gesprochen.
In der Vergangenheit hatte Buzsáky zudem offen über persönliche Kämpfe gesprochen. In einem Podcast berichtete er einst von Problemen, mit denen er zu ringen hatte.
Nun richten sich alle Hoffnungen darauf, dass der ehemalige Nationalspieler bald wohlbehalten gefunden wird.
Die ungarischen Behörden setzen ihre Suche unterdessen fort. Fans und frühere Mitspieler warten gebannt auf offizielle Neuigkeiten von der Polizei.
Bis dahin bleibt vor allem die Hoffnung, dass diese Geschichte ein gutes Ende nimmt – und dass Ákos Buzsáky schon bald wieder sicher zu seiner Familie und seinen Freunden zurückkehren kann.