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Betrunkener verhöhnt im Bus alte Frau und greift nach ihrer Handtasche, Jugendlicher entschließt, einzuschreiten – Story des Tages

Frida Kastner
21. Mai 2022
16:00
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Ein Jugendlicher gab zwei Betrunkenen eine grandiose Antwort, nachdem sie im Bus eine alte Dame bedroht und versucht hatten, sie vom Sitz zu ziehen.

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Es war in typischer Tag in der Kleinstadt, außer, dass der Bus, den Frau Hemmer oft nahm, voller war als gewöhnlich; alle Sitzplätze waren belegt.

Zum Glück hatte Frau Hemmer einen Fensterplatz ergattert, sodass eine sachte Brise sie erfrischte, denn war ihr etwas übel. Doch die Erleichterung hielt nicht lang. Zwei Betrunkene stiegen ein und fingen an, sie zu drängen, ihren Platz aufzugeben...

Die Frau, die neben Frau Hemmer saß, setzte sich für sie ein. | Quelle: Pexels

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"Hey!", pöbelte einer lallend, "Wa – was machste da, alte – alte Schachtel? Kannste mich nich hören?"

Frau Hemmer sah ihn an und presste ängstlich die Handtasche an die Brust. Der Gestank billigen Alkohols, den die beiden verströmten, verschlimmerte die Übelkeit.

"Lasst mich in Ruhe!", brüllte sie zurück. "Ich gebe meinen Platz nicht für Idioten wie euch auf!"

Da ballte der Mann die Faust. "Was..hicks..was hassu gesagt?"

"ICH GEBE MEINEN PLATZ NICHT AB", wiederholte sie, "ZIEH LEINE!"

Die Männer waren so betrunken, dass sie kaum stehen konnten, ohne sich an die Haltegriffe zu klammern. Sie tauschten einen raschen Blick, dann griff einer nach ihrer Handtasche, entriss sie ihren Fingern und schleuderte sie den Gang entlang.

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Als die Frau, die neben Frau Hemmer saß, die sah, meldete sie sich zu Wort: "Hallo, Sie da. Sie müssen sich beruhigen, okay? Die Dame hat für ihren Platz bezahlt, also lassen Sie sie in Ruhe. Treten Sie einfach zurück!"

Der Mann lachte. "Und wer.. wer.. zum Teufel bist du, Schätzchen? Willste nicht mit uns kommen? He, Kevin, die Tussi hier mischt sich ein. Das wird dir leid tun, alte Schachtel."

Da machte er einen Schritt vorwärts und griff nach Frau Hemmers Arm, um sie vom Sitz zu ziehen. Der andere tat es mit ihrer Sitznachbarin gleich. Mehrere Passagiere griffen ein, um die beiden aufzuhalten, aber die Betrunkenen schlugen nach ihnen. Dies lenkte den Busfahrer ab, der abrupt bremste und den Bus zum Stehen brachte.

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En Jugendlicher erteilte dem Betrunkenen eine Lektion. | Quelle: Pexels

Frau Hemmer fiel beinahe vom Sitz und verletzte sich am Kopf. Die Betrunkenen beruhigte der Vorfall nicht. Sie versuchten erneut, die Dame vom Sitz zu ziehen, indem sie jeden zur Seite schubsten, der ihnen im Weg stand.

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Doch ein Jugendlicher, der alles beobachtet hatte, erteilte ihnen eine Lektion, die sie nie vergessen sollten...

"He, ihr Kerle", rief er den Betrunkenen von seinem Platz aus zu, "warum nehmt ihr nicht meinen Platz? Ich muss eh bald raus."

Ein Passagier raunte ihm zu: "He, Junge, sei kein Dummkopf. Warum lässt du sie davonkommen? Sie sind im Unrecht und wir sollten ihnen keinen Platz machen!"

"Ist schon gut", erwiderte der Junge lächelnd, "Kommt rüber! Ich gebe gern meinen Platz ab!"

Die beiden Kerle tauschten einen Blick, ließen die Frauen los und kamen auf den Jungen zu, doch der hielt sie auf. "Nur einer von euch. Ich habe bloß einen Platz, also…"

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"Du bist ja ein – braver Junge", kriegte einer der beiden hervor, während sie torkelnd herbeiwankten. Der Jugendliche machte Platz und nickte dem Busfahrer zu und setzte damit die erste Phase seines Plans in Gang...

Während der Betrunkene auf den Sitz zukam, trat der Junge hinter ihn und bedeutete dem Busfahrer, die Tür zu öffnen. "Hey… warum…", begann der Mann, als der Junge ihn von hinten schubste und ihn so aus dem Bus warf.

Erstaunt wurde der andere plötzlich nüchtern und kam wütend auf den Jungen zu, doch die anderen Passagiere packten ihn und ihn ereilte dasselbe Schicksal wie seinen Kumpanen.

"Tür zu!", rief der Junge zum Fahrer. Das tat dieser und trat aufs Gas, ehe die beiden auf die Füße kommen konnten. Alle waren vom Mut des Jungen beeindruckt und applaudierten.

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Frau Hemmer war beeindruckt vom Mut des Jungen. | Quelle: Pexels

Frau Hemmer erkannte an der Kleidung des Jungen, dass er nicht sehr wohlhabend war, also beschloss sie, ihm ein kleines Dankeschön zu schenken. "Danke für deine Hilfe. Dies ist eine kleine Anerkennung", erklärte sie und reichte ihm einen 100-Euro-Schein.

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"Danke, gute Frau", sagte der Jugendliche, als er das Geld annahm und an seiner Haltestelle ausstieg. Doch dies war nicht das Ende der Geschichte.

"Entschuldige, können wir uns kurz unterhalten?", fragte die Stimme einer jungen Frau hinter dem Jungen, nachdem er ausgestiegen war.

Er wandte sich um und entdeckte die Frau, die neben Frau Hemmer gesessen hatte. "Ja?"

"Mein Name ist Sandra, ich bin Journalistin des Lokalblatts. Ich habe gesehen, was du im Bus getan hast und fand es echt cool."

"Ach, naja. Danke, Sandra. Ich bin Peter. Schön, dich kennenzulernen", zuckte der Junge die Schultern.

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"Also, Peter, würdest du für ein Interview in mein Büro kommen? Ich habe das Geschehen gefilmt und, wenn dir das recht wäre, würden wir es heute Abend für unsere 9 Uhr Nachrichten nutzen."

"Oh wow. Ja, klar. Aber wie finde ich dich, wenn ich ankomme?"

"Ach, klar", sagte sie und wühlte in ihrer Tasche nach einer Visitenkarte. "Hier. Da steht alles drauf. Wir sehen uns um 8?"

"Cool!", lächelte Peter und ging.

"Also, Peter, wie fühlt es sich an, sie viel Aufmerksamkeit zu erhalten für deine gute Tat im Bus?", fragte ein Angestellter des Lokalblatts, während Sandras Video im Hintergrund lief.

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Sandra war Journalist. | Quelle: Pexels

"Na ja, meine Oma hat immer daran geglaubt, Menschen in Not zu helfen. Ich bin Waise und als ich die Dame im Bus sah, musste ich daran denken, was ich getan hätte, wenn das meine Oma gewesen wäre. Ich denke daher, dass die Männer verdient haben, was ich getan habe", antwortete er, "ich möchte einfach, dass die Menschen gut zu einander sind; nett zu sein ist echt cool, aber das vergessen viele Leute."

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"Das ist eine beeindruckende Einsicht von einem so jungen Mann, Peter. Möchtest du – "

Das Interview dauerte am Ende 30 Minuten, während derer Peter auch erzählte, dass seine Oma hart arbeitete, um ihn zur Schule zu schicken und dass sie finanzielle Probleme hatten.

Nach dem Interview waren die Leute beeindruckt von Peters Mut und Hilfsbereitschaft und richteten für ihn und seine Oma eine online Spendenkampagne ein. Zu aller Überraschung kam in nur drei Tagen eine stolze Summe zusammen und als Peters Oma diese erhielt und erfuhr, dass sie für Peters gute Tat war, war sie voller Stolz auf ihren 15-jährigen Enkel.

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Was können wir von dieser Geschichte lernen?

  • Güte ist wie ein Boomerang; sie kommt immer irgendwie zurück. Peter half Frau Hemmer und erhielt im Gegenzug finanzielle Hilfe.
  • Güte ist nie außer Mode. Die Passagiere bemerkten, dass Frau Hemmer bedroht wurde und halfen ihr, die Betrunkenen loszuwerden.

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Dieser Bericht wurde von einer Geschichte unserer Leser inspiriert und von einem professionellen Autor geschrieben. Jegliche Ähnlichkeit mit tatsächlichen Namen und Orten ist reiner Zufall. Alle Bilder dienen ausschließlich dem Zwecke der Illustration. Erzähl uns deine Geschichte; vielleicht wird sie das Leben eines anderen Menschen verändern. Wenn du deine Geschichte mit uns teilen möchtest, schicke sie bitte an info@amomama.com.

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