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Reiche Frau erfährt, dass ihre 10-jährige Tochter jeden Tag nach der Schule in verlassenes Haus geht – Story des Tages

Frida Kastner
04. Mai 2022
20:30
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Ein reiche Frau ist erstaunt, als sie entdeckt, was ihre 10-jährige Tochter nach der Schule in einem verlassenem Gebäude tut.

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Jessica Harding gab ihre Tochter alles, was sie wollte, vom Pony bis zum neuesten elektronischen Gerät, doch das einzige, was Julia wirklich wollte, war ein Papa. Jessica sagte Julia immer, dass ihr Vater gestorben war, ehe sie geboren war.

Derek Harding, so hatte Jessica Julia berichtet, war ein gütiger, liebevoller Mann gewesen, der sich sehr auf ihr erstes Kind gefreut hatte, als ein schlimmer Unfall ihn mit 32 das Leben kostete. Was Julia nicht wusste war, dass dies eine Lüge war.

Derek hatte über schwere Kopfschmerzen geklagt. | Quelle: Unsplash

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Die Wahrheit war, dass Derek auf eine Geschäftsreise nach Frankfurt gegangen und nie zurückgekehrt war. Jessica, zu diesem Zeitpunkt im 7. Monat schwanger, hatte Derek selbst zum Flughafen gebracht.

Damals schien er abwesend und zu still und sagte, er habe zu schlimme Kopfschmerzen, um zu reden. Er ging mit dem Ticket in der Hand davon und sah sich nicht um. Jessica sah ihn nie wieder.

Jessica war in eine schwere Depression versunken und nur die Geburt ihres Kindes zwei Monate später hatte sie aus ihrer hoffnungslosen Spirale gerissen. Julia wurde zum Zentrum ihrer Welt und sie beschloss, dass sie nichts davon erfahren sollte, wie sie verlassen worden war.

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Also vernichtete sie jedes Foto und jedes Andenken an Derek und sprach nur selten und vage von ihm, betonte dabei jedoch, wie gütig und sportlich er gewesen sei – so wie Julia.

Ihr Mann verschwand, als Jessica im siebten Monat schwanger war. | Quelle: Unsplash

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Zum Glück war Jessicas Familie wohlhabend und einige Jahre vor der Hochzeit mit Derek hatte sie beträchtlich geerbt, sodass sie großzügig für sich und ihre Tochter sorgen konnte.

Was immer Julia wollte, bekam sie. Als sie reiten lernen wollte, kaufte Jessica ihr ein Pony. Als sie tanzen lernen wollte, meldete sie in einer Ballettschule an.

Obwohl Jessica ihre Tochter schamlos beschenkte, war Julia wundersamerweise nicht verwöhnt. Sie war ein süßes, liebliches Mädchen und sehr mitfühlend. Seit sie laufen konnte, kam sie von den Spaziergängen mit ihrem Kindermädchen mit 'kranken' Schmetterlingen und Raupen heim, einmal auch einem kleinen Vogel.

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Wenn die Welt verwundet war, wollte Julia sie heilen und ihr liebliches Wesen führte zu einem großen Streit mit ihrer Mutter. Dienstags und donnerstags ging Julia zum Ballett und normalerweise holte der Fahrer sie ab.

Manchmal verbergen die schlimmsten Wunden das Geheimnis für ihre eigene Heilung.

Julia wuchs in dem Glauben auf, ihr Vater sei tot. | Quelle: Unplash

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Nachdem Jessica bemerkt hatte, dass die beiden immer fast eine halbe Stunde zu spät vom Ballett heimkamen, schimpfte sie mit dem Fahrer, der gestand, dass es Julia war, die immer zu spät und mit schmutzigen Kleidern herauskam.

Verwirrt fragte Jessica Julia, was sie nach dem Ballett trieb, aber ihre Tochter murmelte nur etwas Vages. Also beschloss sie, Julia selbst abzuholen, um allem auf den Grund zu gehen.

Am nächsten Dienstag parkte Jessica vor der Tanzschule und sah die Mädchen, die herauskamen – dann entdeckte sie Julia, die am Auto vorbeischlich und sich hinter einen Zaun duckte.

Jessica stieg aus und folgte ihrer Tochter. Zu ihrem Erstaunen ging Julia in ein verlassenes Haus am Ende der Straße. Jessica folgte ihr und sah, wie sie zu einer Person ging, die im Dunkeln saß.

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Jessica entdeckte, dass Julia sich nach dem Ballet in ein verlassenes Haus stahl. | Quelle: Pexels

Freudig rief Julia: "Da bin ich! Ich habe dir ein paar Schinkenbrote und Schokomilch mitgebracht und ein Paar warme Socken." Bei dem Klang ihrer Stimme sah die Person auf und Jessica konnte große Augen in einem hageren, ausgemergelten Gesicht erahnen.

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"Julia!", rief sie. "Was treibst du hier? Komm sofort her!" Julia wandte sich um und starrte ihre Mutter an. Vor Angst ließ sie die Brote und den Rest der Sachen fallen, die sie gehalten hatte.

"Mama!", keuchte sie. "Oh, Mama, das ist mein Freund und er hat Hunger…" Aber Jessica war schon bei Julia, griff ihren Arm und zog sie von der angsteinflößenden Person fort.

Auf dem Heimweg ertrug Julia eine lange und wütende Rede über das Davonschleichen und sich in Gefahr Begeben, vor allem, wenn man allein mit einem Fremden in einem verlassenen Gebäude sitzt.

"Aber Mama, es ist kein Fremder", rief Julia, "er ist seit zwei Jahren mein Freund und würde mir NIE wehtun!"

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"Du hattest Glück, das ist alles", erwiderte Jessica wütend, "aber ich will, dass du mir VERSPRICHST, dass du das NIE wieder tust, Julia!" Julia schluchzte, aber sie versprach es, was Jessica etwas beruhigte.

Julia brachte ihre Mutter zum Anhalten, als sie einen Mann auf dem Boden sahen. | Quelle: Unsplash

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Sie wusste, dass ihre Tochter ein aufrichtiges Kind war und hoffte, dass ihr großzügiges Herz nicht wieder in Gefahr bringen würde. Die Monate vergingen und Jessica verdrängte das Ereignis mit dem Obdachlosen, aber das Schicksal war noch nicht fertig mit ihr.

Sie war mit Julia auf dem Weg zum Abschlusstanz, als ihre Tochter zu schreien anfing. "Mama, halt an, BITTE, HALT AN!"

Jessica hielt an und ehe sie etwas sagen konnte, hatte Julia sich abgeschnallt, die Tür geöffnet und war aus dem Auto gesprungen.

Jessica sah, wie sie neben einer Person kniete, die auf dem Bürgersteig lag und halb mit Schnee bedeckt war. Julia rief: "Mama, es ist mein Freund und ich glaube, er ist sehr krank!"

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Jessica stieg aus und ging zu Julia, die dem Ohnmächtigen sacht über die Stirn strich. Zum ersten Mal sah sie sein Gesicht. "Derek!", ächzte sie. "Oh mein Gott! Das kann nicht sein…"

Der Arzt erklärte Jessica, dass ihr Mann einen Hirntumor hatte. | Quelle: Pexels

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Jessica zog ihr Handy hervor und wählte den Notruf. Dann kniete sie sich zu ihrer Tochter und starrte das Gesicht des Fremden an. Der Krankenwagen fuhr ihn ins Krankenhaus und sie folgten in Jessicas Wagen.

Der Mann lag im Koma, sagten die Ärztinnen und waren erstaunt, als Jessica den Mann als ihren verlorenen Ehemann identifizierte. "Er ist verschwunden, hat uns im Stich gelassen…", sagte sie mit all der altern Bitterkeit, die ihre Stimme schärfte.

Eine der Ärztinnen sagte: "Gute Frau, der Mann hat einen fortgeschrittenen Hirntumor, der sich seit etwa 15 Jahren ausbreitet. Litt ihr Mann an Kopfschmerzen und Gedächtnisverlust?"

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Jessica nickte. "Ja. Er vergaß damals alles und musste es aufschreiben. Er litt auch an Migräne.."

Sanft sagte die Ärztin: "Dann ist es wahrscheinlich, dass er vergaß, wer er ist und dass es sie überhaupt gibt. Der Tumor ist gutartig und, wenn wir ihn entfernen, erinnert er sich vielleicht wieder..."

"Er..er hat mich nicht sitzen lassen?", fragte Jessica mit brennenden Tränen auf den Wangen. Die Ärztinnen schüttelten die Köpfe. Jessica zog ihre Tochter an sich. "Oh, Liebling", weinte sie, "du hast deinen Papa nach Hause gebracht!"

Später, als sie ruhiger war, erklärte Jessica Julia, wer der Mann war und warum sie ihr erzählt hatte, er sei tot. "Aber das war er nicht, verstehst du, und er hat sich selbst und uns vergessen!"

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Zwei Wochen nach der OP öffnete der Mann seine Augen und sah Jessica auf einem Stuhl an seinem Bett. Er zog die Brauen hoch und sah verwirrt aus. "Du..", flüsterte er, "ich habe von dir geträumt…"

Julias Güte brachte ihren Vater zurück. | Quelle: Unsplash

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Jessica hielt seine Hand. "Oh, Liebling, dies ist kein Traum!", sagte sie lächelnd.

Derek sah auf seine Hand in ihrer, dann schaute er ihr ins Gesicht und flüsterte: "Jessica? Jessy, wo ist unser Baby?"

Natürlich erklärten sie Derek vorsichtig, was geschehen und wieviel Zeit vergangen war, aber er konnte endlich seine Tochter in die Arme schließen.

Durch einige Wendungen des Schicksals hatte Julia ihren lange verlorenen Vater aus dem Alptraum aufgeweckt, in dem er gelebt hatte, und ihn wieder in die Arme seiner Familie gebracht.

Was können wir von dieser Geschichte lernen?

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  • Manchmal verbergen die schlimmsten Wunden das Geheimnis für ihre eigene Heilung. Jessica war erstaunt zu erfahren, dass ihr Mann an Amnesie litt und sie und ihr Kind nie hatte sitzen lassen.
  • Güte kann die Hand des Schicksals sein. Julias gutes Wesen ließ sie freundlich zu einem obdachlosen sein, der sich als ihr lange verlorener Vater herausstellte.

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Dieser Bericht wurde von einer Geschichte unserer Leser inspiriert und von einem professionellen Autor geschrieben. Jegliche Ähnlichkeit mit tatsächlichen Namen und Orten ist reiner Zufall. Alle Bilder dienen ausschließlich dem Zwecke der Illustration. Erzähl uns deine Geschichte; vielleicht wird sie das Leben eines anderen Menschen verändern. Wenn du deine Geschichte mit uns teilen möchtest, schicke sie bitte an info@amomama.com.

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