Die Mutter erzählt ihrer Tochter immer wieder, dass ihr Papa tot ist, Jahre später klopft sein Ebenbild an ihre Tür - Story des Tages

M. Zimmermann
29. Dez. 2021
09:20
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Als ein fremder Mann an ihre Tür klopfte, war Olivia überrascht, in dieselben Augen zu sehen, die sie jeden Tag im Spiegel anstarrten. Aber ihre Mutter Anastasia hatte ihr immer erzählt, dass ihr Papa vor ihrer Geburt gestorben war. Dann enthüllte der Mann an ihrer Haustür eine schockierende Geschichte über ihre Mutter.

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"Wer könnte das sein?", murmelte Olivia vor sich hin, als sie sich ihrer Haustür näherte. Sie wischte sich die Hände an ihrer Schürze ab, denn sie war gerade dabei, Kekse zu backen. Sie war so aufgeregt, obwohl die meisten Leute den Grund dafür nicht verstehen würden.

Es war das erste Mal, dass sie überhaupt gebacken hatte. Olivia war 25 Jahre alt und ihre Mutter Anastasia hatte ihr immer gesagt, dass Backen, Kochen und Putzen ein Job für das Hausmädchen sei. Anastasia war eine Unternehmerin. Sie war Mitbegründerin und leitete ihr eigenes Unternehmen in Berlin und dabei ging sie mit harter Hand vor.

Olivia wuchs in dem Glauben auf, dass ihr Vater vor ihrer Geburt starb. | Quelle: Shutterstock

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Die ältere Frau wollte, dass Olivia erwachsen wurde und ebenfalls Karriere machte. Oder zumindest sollte sie einen extrem wohlhabenden Mann heiraten, damit sie zu Hause keine Aufgaben mehr erledigen musste. Olivia war jedoch überhaupt nicht wie ihre Mutter, obwohl sie die Frau, die sie großgezogen hatte, immer zähneknirschend verehrt hat.

Olivias Vater starb, bevor sie geboren wurde und Anastasia war ständig am Handy beschäftigt. Anfangs war es schwer, bei einem Kindermädchen und ihrem Dienstmädchen aufzuwachsen, da Anastasia immer am Telefon und auf Reisen war. Aber sie lernte zu verstehen, dass ihre Mutter für sie sorgte.

Doch die Bewunderung für ihre Mutter ließ in ihrer Jugendzeit etwas nach, als Anastasia einen Freund mit nach Hause brachte. Er war mindestens zehn Jahre jünger als ihre Mutter und wollte nichts mit Olivia zu tun haben. Er kam nicht mehr zu Besuch und ihre Mutter holte andere Männer ins Haus.

Olivia hasste es. Zuerst hatte sie das Gefühl, dass ihre Mutter die Erinnerung an ihren Vater verriet. "Olivia, willst du, dass ich mich für den Rest meines Lebens in Kummer suhle? Willst du nicht, dass ich glücklich bin? Ich will auch einen Partner finden", sagte Anastasia zu ihr, als sie etwa 15 Jahre alt war.

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Als Teenager wusste Olivia, dass ihre Vorstellung von Glück eine ganz andere war. | Quelle: Pexels

Der Teenager erwähnte es nie wieder, denn ihre Mutter hatte Recht. Sie sollte auch versuchen, ihr Glück zu finden. Aber da beschloss Olivia, dass ihre Suche nach dem Glück ganz anders aussehen würde. Sie wollte eine richtige Familie mit einem Mann und mehreren Kindern. Sie wollte nicht unbedingt eine Hausfrau und Mama sein, aber eine Karriere hatte für sie keine Priorität.

Leider hatte sie es in der Schule nicht leicht und musste einige Jahre länger bei ihrer Mutter bleiben, als ihr lieb war. Aber mit 25 Jahren hatte Olivia endlich eine eigene Wohnung und konnte tun, was sie wollte, was bedeutete, dass Backen und Kochen zu ihrem täglichen Leben gehörten. Jetzt musste sie nur noch nachsehen, wer sie an einem Samstagnachmittag beim Keksebacken gestört hatte.

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Olivia schwang die Tür auf und sah einen Mann dort stehen. Er musste um die 50 Jahre alt sein, aber das war nicht das Merkwürdige daran. Er hatte die gleichen grünen Augen, die Olivia schon ihr ganzes Leben lang im Spiegel sah. Plötzlich lächelte der Fremde an ihrer Türschwelle freundlich und Olivia spürte, wie ihr Herz für eine Sekunde ins Stocken geriet.

"Hallo, Olivia", sagte der Mann schließlich und ergriff das Wort.

"Tut mir leid. Kenne ich Sie?", fragte Olivia und runzelte die Stirn.

Der fremde Mann offenbarte etwas Schockierendes. | Quelle: Pexels

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"Du kennst mich nicht, offiziell. Aber ich kenne dich. Ich habe dich 25 Jahre lang aufwachsen sehen", fuhr der Mann mit demselben freundlichen Lächeln fort.

"Wie bitte?", fragte sie und begann auszuflippen.

"Aber du brauchst keine Angst zu haben", fügte der Mann hastig hinzu und hob seine Hände. "Mein Name ist Daniel Huberts. Ich bin dein Vater."

Olivia klappte die Kinnlade herunter und einige Sekunden lang kam nichts aus ihrem Mund.

"Ich weiß, es klingt komisch und ich weiß nicht genau, was Anastasia dir über mich erzählt hat. Aber es ist die Wahrheit. Wenn du mich erklären lässt, werde ich dir alles erzählen", flehte Daniel sie an.

Doch Olivia wusste nicht, was sie davon halten sollte. Da sie ohne Vater aufgewachsen war, träumte sie oft von einem solchen Moment. Aber sie wusste, dass das unmöglich war. "Ich verstehe nicht, was hier passiert", murmelte sie. "Ich kann doch nicht einen völlig Fremden in mein Haus lassen."

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"Dann sage ich dir jetzt, was ich zu sagen habe", konterte Daniel und begann zu stammeln. "Vor 25 Jahren, als Anastasia schwanger war, habe ich sie bei einer Affäre mit meinem Geschäftspartner erwischt. Du erinnerst dich wahrscheinlich an ihn. Bob? Nun, ich wollte die Scheidung, aber Anastasia hat mich erpresst, weil wir einen Ehevertrag hatten."

Anastasia wollte nicht alles verlieren und hat ihn erpresst. | Quelle: Pexels

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"Ok...."

"Im Ehevertrag stand, dass im Falle einer Affäre die andere Partei den besseren Deal bekommen würde. Ich würde alles bekommen, auch mein Geschäft und unser großes Haus", erklärte der Mann. "Anastasia wusste das und sagte mir, dass sie dich gegen mich aufhetzen würde, wenn ich mich auf diese Vereinbarung einlassen würde. Sie würde dich glauben lassen, dass ich ein furchtbarer, böser Mann bin, der dich hasst."

"Aber hättest du nicht um das Sorgerecht kämpfen können? Wenn ich bei dir aufgewachsen wäre, hätte sie keinen Erfolg gehabt", sagte Olivia mit gerunzelter Stirn.

"Ich weiß, dass es im Nachhinein so aussieht, als hätte ihr Plan nicht funktioniert. Aber damals haben sich die Gerichte fast immer auf die Seite der Mutter gestellt. Ich hatte kaum Zeit, dich zu sehen und bekam Horrorgeschichten zu hören. Mein Anwalt riet mir, um deinetwillen nicht zu kämpfen. Du darfst nicht vergessen, dass das schon vor deiner Geburt geschah."

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"Ok, und was wollte meine Mutter? Unser Haus?", fragte Olivia, der es schwer fiel, diese Geschichte zu glauben.

"Nicht nur das Haus. Sie wollte auch das Geschäft. Am Ende entschied ich mich, ihr alles zu geben, damit sie leicht für dich sorgen konnte und ich sie nicht jeden Tag sehen musste. Aber Anastasia wollte auch, dass ich verschwinde. Sie drohte, mir und dir das Leben zur Hölle zu machen. Ich wusste nicht, wie sie das anstellen wollte, aber ich wollte es auch nicht herausfinden. Am Ende habe ich zugestimmt, um noch mehr Chaos zu vermeiden", erklärte Daniel schließlich.

Olivia lud ihn in ihr Haus ein und sie unterhielten sich stundenlang. | Quelle: Pexels

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"Wenn du verschwunden bist, wie hast du mich dann aufwachsen sehen?"

"Als Gegenleistung dafür, dass ich ihr fast alles überlassen habe, habe ich wöchentlich Updates über dich bekommen", antwortete Daniel und rieb sich frustriert die Stirn. "Ich weiß, es klingt verrückt. Ich weiß, es war nicht viel. Ich weiß, ich hätte härter für dich kämpfen müssen. Ich war ein Feigling und obwohl ich Geld hatte, litt ich damals unter Schmerzen. Ich will keine Ausreden suchen. Aber ich kam nicht damit klar, als ich meinen besten Freund mit meiner Frau erwischte und wie sie sich damals aufführte."

Olivia schürzte frustriert die Lippen. Sie wusste, dass ihre Mutter eine skrupellose Geschäftsfrau war, aber das klang wie die Handlung eines Bösewichts aus einem Disney-Film. "Wie kann ich dir nur glauben?", fragte sie sich.

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"Du musst mir nicht glauben oder deine Mutter hassen. Dafür bin ich nicht hier. Ich wollte nur, dass du die Wahrheit erfährst. Ich weiß nicht, ob deine Mutter dir gesagt hat, dass ich dich im Stich gelassen habe, aber das habe ich nicht. Jedenfalls nicht wirklich. Jetzt, wo du alleine lebst und deiner Mutter die ganze Firma gehört, möchte ich eine Beziehung zu dir, wenn du einverstanden bist", bat Daniel.

Schließlich bat Olivia ihn ins Haus. Daniel setzte sich auf ihre Couch und sie redeten weiter. Er verriet auch, dass es mit Anastasia und seinem besten Freund Bob nicht lange gehalten hatte. Schließlich vertrieb sie ihn aus der Firma und Anastasia wurde die alleinige Eigentümerin.

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Sie bauten langsam eine Beziehung auf. | Quelle: Pexels

"Ich weiß nicht, was sie getan hat, um ihn zu verdrängen, aber ich habe herausgefunden, dass sie sich all die Jahre mit vielen Männern getroffen hat", verriet Daniel irgendwann während des Gesprächs.

Irgendwann fiel Olivia etwas ein. "Wenn Mama eine Affäre mit Bob hatte, könnte ich dann Bobs Tochter sein?"

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"Daran habe ich auch gedacht. Aber deine Mutter hat einen Vaterschaftstest gemacht, als sie noch schwanger war und der hat bewiesen, dass du von mir bist. So habe ich schließlich eingewilligt, ihren Forderungen nachzugeben und bin weggeblieben. Aber ich habe dich nie im Stich gelassen. Ich hoffe, du weißt das. Ich habe versucht, Geschenke zu schicken, aber Anastasia hat sie weggeworfen. Dasselbe gilt für Briefe. Irgendwann rief sie mich an und drohte mir, mir keine Bilder mehr zu schicken. Sie sagte, sie würde auch eine einstweilige Verfügung gegen mich erwirken", erklärte der Mann.

"Ich kann das nicht glauben, aber zugleich... das klingt wie etwas, das meine Mutter tun würde", murmelte Olivia.

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Sie unterhielten sich noch mehrere Stunden lang und Olivia kochte ihm Abendessen. Sie willigte ein, mit ihm in Kontakt zu bleiben. Tage später brachte er ihr die Bilder, die Anastasia ihm geschickt hatte und den ursprünglichen Vaterschaftstest von vor über 25 Jahren.

Olivia glaubte ihm schließlich ganz und stellte ihre Mutter zur Rede, die sich mit den Worten verteidigte: "Ich habe getan, was das Beste für uns war."

Daraufhin entbrannte ein heftiger Streit zwischen den beiden und Olivia konnte es nicht mehr ertragen. Sie verließ das Haus ihrer Mutter und hatte keinen Kontakt mehr zu der älteren Frau.

Ihr Vater führte sie zum Traualtar. | Quelle: Unsplash

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Sie fing an, eine Beziehung zu ihrem Vater zu haben, die schneller wuchs, als man erwarten konnte. Jahre später wurde einer ihrer Kindheitsträume wahr, als ihr Vater sie vor den Traualtar führte.

Was können wir aus dieser Geschichte lernen?

  • Eltern machen Fehler, aber manche haben nicht nur dein Bestes im Sinn. Daniel hätte nicht auf die Forderungen von Olivias Mutter eingehen sollen. Anastasia hingegen war gierig und hat nichts für das Wohl ihrer Tochter getan.
  • Manche Fantasien werden wahr. Wie viele Kinder, die einen Elternteil verloren haben, träumte Olivia davon, ihren Papa wiederzusehen. Und es ist tatsächlich passiert. Wir wünschen uns, dass die Träume aller unserer Leserinnen und Leser auch wahr werden.

Teile diese Geschichte mit deinen Freunden. Vielleicht erhellt sie ihren Tag und inspiriert sie. 

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Dieser Bericht wurde von einer Geschichte unserer Leser inspiriert und von einem professionellen Autor geschrieben. Jegliche Ähnlichkeit mit tatsächlichen Namen und Orten ist reiner Zufall. Alle Bilder dienen ausschließlich dem Zwecke der Illustration. Erzähl uns deine Geschichte; vielleicht wird sie das Leben eines anderen Menschen verändern. Wenn du deine Geschichte mit uns teilen möchtest, schicke sie bitte an info@amomama.com.

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