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Leben

20. September 2021

Tochter ließ ihrem Vater nichts, als ihre Oma stirbt und das aus gutem Grund – Story des Tages

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Ich ließ meinem Vater nichts, nachdem meine Großmutter verschied. Ich glaube, dass er dies verdiente und dass ich das absolut Richtige tat...

Als ich 12 Jahre alt war, ließ mein Vater meine Mutter und mich im Stich. Er war einfach fort, als ich eines Tages von der Schule heim kam. Leider starb meine Mutter kaum ein Jahr später an Krebs und ich war allein.

Diese Zeit war für mich sehr hart und hinterließ Probleme, die mich noch immer beschäftigen. Das einzige, wofür ich dankbar bin, ist, dass meine Großmutter mich aufnahm, nachdem meine Mutter gestorben war.

Sie behandelte mich liebevoll und sorgte und kümmerte sich um mich, als wäre ich ihr kind. Sie war wirklich ein Geschenk, als ich sie am meisten brauchte. Aber manchmal stellt das Leben uns wirklich auf die Probe. Das wurde mir klar, als auch sie ihren Platz im Himmel einnahm.

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Nach sieben Jahren sah ich meinen Vater bei der Beerdigung meiner Oma wieder. Ich war nach ihrem Tod so allein und mein Herz war so gebrochen, dass mir egal war, was er uns angetan hatte.

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Ich brauchte einfach eine Schulter zum Anlehnen und dachte, dass Papa mich wenigstens in den Arm nehmen und trösten würde. Leider hätte ich nicht falscher liegen können.

Nach der Beerdigung rief uns der Anwalt zu sich ins Büro und verlas Omas Testament. Es stellte sich heraus, dass sie mir alles hinterlassen hatte. Als er dies erfuhr, tobte Papa vor Wut.

"Ist das Ihr ernst?", funkelte er den Anwalt an, "ich bin ihr Sohn. Wie kann sie alles ihrer Enkelin hinterlassen? Das ist unmöglich!"

"Nun", sagte der Anwalt nach einer kurzen Pause, "ich habe Ihnen mitgeteilt, was im Testament steht. Alles gehört nun der Enkelin Anastasia."

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Papa schaute mich zornig an. "Ich glaube nicht, dass du das Erbe brauchst, Ana. Du bist schließlich noch jung und kannst leicht einen Job und deine eigene Wohnung finden, sobald du mit der Uni durch bist. Also kannst du mir einfach alles übertragen!"

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Ich traute meinen Ohren nicht. Ich hätte nie gedacht, dass das erste sein würde, dass er nach all den Jahren zu mir sagen würde. Allerdings wusste ich nun, dass er ein Gierschlund war, der nur an sich dachte; also beschloss ich, ihm das Erbe nicht zu übertragen, egal, was geschehen mochte.

"Nein, Papa", sagte ich selbstbewusst, "wenn Oma gewollt hätte, dass du ihren Nachlass kriegst, hätte sie es so veranlasst. Deshalb gebe ich ihn dir nicht!"

Papa warf mir einen eisigen Blick zu. "Oh Gott, Ana, schau dich nur mal an! Hat deine Großmutter dich so erzogen? Redest du so mit deinem Vater?"

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An dem Punkt verlor ich die Fassung. "Ich bezweifle, dass du begreifst, was das Wort 'Vater' bedeutet. Du warst immer schon selbstsüchtig und egoistisch. Mit 12 hast du mich verlassen und jetzt bist du nur wegen des Erbes zurück. Hau ab, bevor ich die Polizei rufe!"

Nach dem hitzigen Streit verschwand Papa. Aber er belagerte mich weiterhin wegen des Erbes. Er ging sogar so weit, mich in der Familie des Diebstahls zu bezichtigen und ihm sein rechtmäßiges Eigentum genommen zu haben.

Tja, wir wissen ja, wie herzlos die Gesellschaft wird, wenn man allein ist und niemanden an seiner Seite hat. Die Leute wollen deine Seite der Geschichte nicht hören oder dir glauben, also formen sie Vorurteile, nachdem sie die erste Version gehört haben. Leider passierte mir genau das.

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Meine ganze Familie fing an, mir zu erklären, dass, selbst wenn mein Vater mich im Stich gelassen hatte, ich nicht die Wichtigkeit meiner töchterlichen Pflichten vergessen dürfe. Schließlich zeichne es eine gute Tochter aus, gut zu ihrem Vater zu sein.

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Aber nach allem, was mein Vater getan hatte, wollte ich ihm keine gute Tochter sein. Ich hasste ihn und brach jeglichen Kontakt zu ihm ab. Zehn Jahre später jedoch lief er mir wieder über den Weg. Diesmal war er ein ganz anderer Mensch.

Ich war auf dem Weg zur Arbeit, als ich einen Anruf einer unbekannten Nummer bekam. Normalerweise nehme ich solche Anrufe nicht an, aber an jenem Tag beschloss ich, dran zu gehen. Die Stimme, die ich hörte, erschreckte mich.

"Ich bin es", Ana, sagte der Mann, "ich hoffe, du hasst deinen Papa nicht."

Ich hatte nichts von dem vergessen, was dieser Mann mir angetan hatte. Ich war fuchsteufelswild. "Ist mir egal, was du denkst. Ruf nicht wieder an!", sagte ich unhöflich und wollte auflegen, da hörte ich ein Schluchzen.

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"Es tut mir leid, Anastasia." Mein Vater weinte am Telefon. "Bitte, triff dich einmal mit dir. Ich muss dir so viel sagen. Ich weiß, dass ich ein furchtbarer Mensch gewesen bin, aber bitte gib mir eine Chance."

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"Warum sollte ich?", fragte ich zornig, "immerhin warst du es, der mich und Mama im Stich gelassen hat!"

Mein Vater entschuldigte sich immer wieder für alles, was er getan hatte und bestand darauf, mich einmal zu sehen. Ja, ich war wütend auf den Mann, aber am Ende wurde mein Herz weich und ich beschloss, ihn wenigstens zu treffen.

Am nächsten Tag trafen wir uns in einem Café. Ich traute meinen Augen nicht, als ich ihn sah. Er sah gebrechlich und krank aus. Es war so ein Kontrast zu dem Mann, der er vor zehn Jahren gewesen war. "Was ist mit dir passiert?", fragte ich ihn besorgt.

"Oh, Anastasia, ich bin so froh, dich zu sehen", rief er froh mit tiefer Stimme.

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"Das kann ich nicht zurückgeben, aber ich glaube, du musst dich besser um dich kümmern. Du siehst sehr schwach aus", bemerkte ich.

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Mein Vater lächelte mich an. "Ich schätze, das verdiene ich. Immerhin habe ich meine Frau und meine Tochter für eine Frau verlassen, die mich auf die Straße gesetzt hat, sobald sie einen reicheren Kerl fand. Anfangs lebte ich auf der Straße und fand irgendwann eine kleine Wohnung. Aber das allein Leben zeigte mir den Wert von Familie."

Ich konnte meine Gefühle nicht zurückhalten. Irgendwie war ich nicht mehr sauer auf meinen Vater. "Ist okay, Papa. Du kannst bei mir bleiben, wenn du willst", sagte ich.

"Danke, Ana", fuhr Papa fort, "aber ich will dir nicht zur Last fallen. Ich wollte dich nur sehen und mich dafür entschuldigen, so ein furchtbarer Vater gewesen zu sein."

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Ich weiß nicht, was du an meiner Stelle getan hättest, aber ich vergab meinem Vater. Ich weiß, dass es falsch war, was er getan hatte, aber ich war froh, dass er seine Fehler einsah. Ich nahm ihn mit nach Hause und er lebte gemeinsam mit mir und meinem Ehemann Piotr.

Piotr und ich haben zwei Kinder und mein Vater liebt es, mit ihnen Zeit zu verbringen. Die Kinder sind ganz vernarrt in ihn und wir sind zu einer großen, glücklichen Familie geworden.

Was können wir von dieser Geschichte lernen?

  • Familie ist was wichtigste in der Welt. Anastasias Vater erkannte dies, sobald er ganz allein war
  • Die Zeit heilt alle Wunden. Die Zeit lehrte Anastasias Vater den Wert der Familie.
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Diese Geschichte wurde inspiriert von einem Beitrag eines Abonnenten, aber geschrieben wurde sie von einer*m professionellen Autor*in. Alle Namen wurden abgeändert, um die Privatsphäre der beteiligten Personen zu wahren.

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