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13. August 2021

Ich wachte auf, weil mein Mann im Flur flüsterte: 'Psst, sie schläft' – Story eines Abonnenten

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Ich tat alles für meinen Ehemann, aber er wirkte stets unzufrieden. Eines Tages wachte ich davon auf, dass er im Flur ein Gespräch führte und zwar mit einer weiblichen Stimme. "Wie konnte er nur?", dachte ich. Und da riss mir der Geduldsfaden.

Ich arbeite als Projektmanagerin bei einer Bank und unser neuestes Projekt war das anstrengendste, das ich je bearbeiten musste. Ich kam oft sehr spät heim und manchmal arbeitete ich am Wochenende.

Aber die Arbeit ist nur ein Teil meines geschäftigen Lebens. Ich habe ein Haus und einen Ehemann, um die ich mich kümmern muss und mein lieblicher Mann ist nicht mehr ganz so lieblich wie er einmal war. Er beteiligt sich nicht mehr an der Hausarbeit, kocht nicht, geht kaum einkaufen. Ich bin also für praktisch alles verantwortlich.

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Aaron schien mich nicht zu hören, als ich ihm von meinen Mühen erzählte. Wir sprachen über das neue Projekt und wie sehr ich von Arbeit überschwemmt war. Eines Tages kam ich um 21 Uhr nach Hause und das erste, was ich zu hören bekam, war: "Wo warst du?"

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"Ich hatte viel zu tun. Ich habe dir doch gesagt, dass ich spät komme..""Hast du mir nicht gesagt!"

"Doch, habe ich. Mehrmals. Es ist das derzeitige Projekt..."

Aaron unterbrach mich. "Egal, Katharina. Ich habe Hunger. Machst du mir was zu essen oder nicht?", fragte er, während er im Sessel saß und Fußball schaute.

"Ich glaube, wir haben nicht mehr viel da... Wir müssen einkaufen."

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"Ich warte hier, während du im Supermarkt bist," sagte er, ohne seinen Blick vorm Fernseher abzuwenden. Also griff ich nach meiner Geldbörse und brach auf.

Auf dem Weg zum Laden verlor ich mich in Gedanken. Aaron war mal liebevoll und sanft gewesen; jetzt war er dieser fordernde Kerl, der immer unzufrieden war. Ich musste ihn mit Seidenhandschuhen anfassen, wenn ich mit ihm sprach.

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"Wo warst du denn so lange? Ich verhungere!", bellte Aaron, als ich heim kam. Ich eilte in die Küche und kochte das Abendessen. Er aß schweigend, ging wieder zum Fernseher und ließ mich mit dem dreckigen Geschirr sitzen.

Kann er nicht einmal seinen eigenen Teller abwaschen?, fragte ich mich. Ich sagte nichts, weil ich keine Diskussion vom Zaun brechen wollte, dazu war ich zu müde. Also machte ich alles sauber und ging zu Bett.

Am nächsten Morgen konnte ich kaum auf zwei Beinen stehen. Meine Nase war verstopft, mein Hals tat weh und mein Schädel explodierte.

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"Du bist spät wach… wo ist das Frühstück?" das waren die ersten Worte, die ich von Aaron hörte. Keine Spur von "Guten Morgen".

Ich zwang mich dazu, heiß zu duschen und machte mich dann daran, in der Küche das Frühstück zuzubereiten. Aaron war schon abfahrtbereit und sagte: "Vergiss es, du bist zu langsam. Ich bin spät dran." Dann schlug er die Tür hinter sich zu.

Ich hatte ein sehr schlechtes Gewissen, dass ich mich krank melden musste. Ich machte mir Tee mit Zitrone und Honig und ging wieder ins Bett. Wie ich dort saß, versuchte ich mich daran zu erinnern, wann Aaron angefangen hatte, mich so mies zu behandeln. Er war nicht immer so gewesen...

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Aber da wurde mir klar, dass ich mich nicht mehr daran erinnerte, wann Aaron mir das letzte Mal geholfen oder mich einfach mit Worten unterstützt hatte. Selbst, wenn er etwas falsch machte, schob er es stets mir in die Schuhe. Ich weinte mich in den Schlaf.

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Ich wachte auf, weil im Flur Stimmen waren. War er zurück? Warum war er zurück? Hatte er etwas vergessen?

"Du musst gehen. Ich glaube, sie ist zu Hause..." hörte ich Aaron flüstern. "Dann geht es heute nicht." Ich stand auf, ging leise zu Tür und öffnete sie vorsichtig. Ich war wie vom Blitz getroffen, als ich eine hübsche Brünette im Flur stehen sah.

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"Schatzi", sagte sie, "wann treffen wir uns denn wieder?"

"Am Wochenende. Ich werde einen Streit provozieren und dann können wir beide für zwei Tage verreisen," sagte er.

"Wunderbar!", quiekte sie und sprang ihm in die Arme.

"Psst, sei bitte leise…!"

Ich traute meinen Augen nicht, also ging ich zurück ins Bett. Es fühlte sich an wie ein schlechter Traum. Sie hatten sich nicht einmal versteckt! Ich sollte diesem Kerl eine Lektion erteilen.

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Ich fühlte, wie sich in mir etwas veränderte. Was tat ich hier eigentlich? Warum erlaubte ich es diesem Typen, mich so zu behandeln? Einem Typen, der mich lieben und gut zu mir sein sollte...

Ich hatte einen Plan. Sobald Aaron das Haus verließ, fühlte ich mich schlagartig besser. Ich rief jemanden an, der das Schloss an der Tür auswechseln sollte. Das Haus gehörte mir.

Dann sammelte ich all seine Sachen zusammen und packte sie in Koffer und Umzugskisten. Danach schritt ich um das Haus, um zu sehen, ob ich noch mehr Sachen fand, die ihm gehörten.

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Alles, was ich von ihm fand, wurde eingepackt – Ich wollte nichts davon in meinem Haus haben. Ich wollte keine Erinnerungen an ihn irgendwo und auch nichts mit seiner Energie. Ich wollte einfach, dass er aus meinem Leben verschwand, damit ich das Kapitel abschließen konnte.

Ich verbrachte fast den gesamten Tag damit, seinen Kram zu packen, bis er heim kam und ich die Klingel hörte. "Was ist mit dem Schloss passiert? Warum passt mein Schlüssel nicht mehr?", fragte Aaron.

"Du begrüßt mich ja nicht einmal!", bemerkte ich.

"Was soll das?", fragte Aaron und deutete auf seine Sachen, "was ist hier los, Katharina?"

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"Das ist der Moment, an dem du verschwindest, Aaron. Ich bin fertig mit dir. Nimm dein Zeug und fahr mit deiner Geliebten zur Hölle! Ich reiche die Scheidung ein!"

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Aaron sah mich an, als erkenne er die Frau, die ich geworden war, nicht wieder. "Wo ist sie? Wo ist die brave Frau, die mir jeden Wunsch von den Augen ablas?", musste er gedacht haben.

"Aaron, ich weiß Bescheid. Du liebst mich nicht und nutzt mich nur aus. Verschwinde und komme nicht zurück. Ich werde dir nie verzeihen!"

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Er sah mich ungläubig an. "Schön, ich gehe, aber du wirst deine Worte noch bereuen!" Er rief sich ein Taxi, nahm seine Sachen, und zog ab.

Gleich am nächsten Tag reichte ich die Scheidung ein und einen Monat später war die Sache durch. Aaron konnte nicht fassen, was geschehen war. Mehrmals versucht er, mit mir zu reden, aber ich weigerte mich.

Seitdem Aaron ausgezogen ist, fühle ich mich anders. Ich bin wie neu geboren. Ich achte jetzt auf mich selbst, liebe mich selbst, und lasse nicht zu, dass irgendjemand auf mich herabsieht oder mich nicht respektiert. Ich habe eine Therapie begonnen und meine Therapeutin hilft mir, die Wunden zu heilen, die diese ungesunde Beziehung hinterlassen hat.

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Was können wir von dieser Geschichte lernen?

  1. Es ist nie zu spät, eine dysfunktionale Beziehung zu beenden. Katharina brauchte eine Weile, um zu erkennen, dass sie schlecht behandelt wurde. Dass Aaron sie mit einer anderen betrog, brachte das Fass zum Überlaufen und sie beschloss, die Sache zu beenden.
  2. Priorisiere dich selbst. Katharina hatte ihre Beziehung priorisiert und damit auch einen Ehemann, der sie sehr schlecht behandelte. Als sie sich scheiden ließen, entschied sie, sich selbst zu lieben und sich selbst zur Priorität zu machen.

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Diese Geschichte wurde inspiriert von einem Beitrag eines Abonnenten, aber geschrieben wurde sie von einer*m professionellen Autor*in. Alle Namen wurden abgeändert, um die Privatsphäre der beteiligten Personen zu wahren.

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