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06. Juli 2021

Bryony, 33, hört plötzlich auf zu atmen, nachdem sie wie Christian Eriksen zusammenbricht

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In dem friedlichen Örtchen Bloxwich in England erlebte eine Familie im Juni einen großen Schreck, der zum Glück ein gutes Ende nahm – und sogar eine gute Tat zur Folge hatte. Nachdem eine junge Mutter einen Herzstillstand wie Christian Eriksen hatte, setzen sie und ihr Mann sich nun dafür ein, dass mehr Defibrillatoren öffentlich zugänglich werden.

Es waren erschreckende Szenen, als der dänische Fußballprofi Christian Eriksen beim EM-Spiel Dänemark gegen Finnland plötzlich zusammenbrach. Seine Mannschaftskameraden bildeten sogleich einen Ring um den Mittelfeldspieler, um ihn vor Blicken und Kameras zu schützen, während Reanimationsmaßnahmen liefen.

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Fans im Stadion und vor den Monitoren daheim harrten wie in einer Schockstarre aus, während das medizinische Personal bemüht war, den Fußballer wiederzubeleben. Dank eines Defibrillators gelang ihnen dies recht schnell und Eriksen konnte ins Krankenhaus gebracht werden.

Ein ähnliches Szenario mit weniger Medienspektakel ereignete sich in Boxwich, England. Bryony Sahota, dreifache Mutter, ging wie gewohnt ihrem Tagesablauf nach. Sie hatte ein Englandtrikot für ihren Sohn gekauft und war wieder nach Hause zurückgekehrt, als sie wie aus dem Nichts zusammenbrach.

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Glücklicherweise war der Mann der 33-Jährigen, Dale Sahota, zu Hause. Gemeinsam mit dem Kneipenbesitzer aus der Nachbarschaft begann er mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung, bis nach einigen Minuten die Einsatzkräfte des medizinischen Notdienstes eintrafen.

Diese wandten wie bei Eriksen einen Defibrillator an. Dennoch dauerte es nervenzerreißende 20 Minuten, ehe Bryonys Herz wieder von selbst schlug. Sie wurde ins Krankenhaus eingeliefert, wo sie am nächsten Tag einen zweiten Herzstillstand erlitt, der aber rasch behandelt werden konnte.

Die Geschehnisse sind schwer zu erklären, denn Bryony war keine Risikopatientin. Sie ist jung, ernährt sich vegetarisch, trinkt kaum Alkohol und ist sportlich. Umso wichtiger war es dem Paar, die Überlebenschancen von Betroffenen in solchen Fällen so hoch zu halten wie möglich.

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Deshalb startete Dale eine "gofundme"-Kampagne, um Spenden für einen Defibrillator zu sammeln, der in der örtlichen Kneipe installiert werden soll und bei Bedarf der Gemeinde zugänglich gemacht werden kann.

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Auf der Seite der Kampagne schildert Dale zunächst das Vorkommnis. Dann erklärt er, dass in Fällen von Herzstillstand jede Minute zähle. Denn jede Minute schneller, die jemand gerettet würde, verringere das Risiko von Hirnschäden und steigere die Überlebenschancen um 10 Prozent.

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"Wir möchten anderen dieselbe Chance geben wie Christian Erickson, der Zugang zu einem Defibrillator hatte" schreibt Dale. Das Spendenziel hat die Kampagne bereits erreicht. Dale bedankte sich bei allen Spender*innen.

Das Geld, das über das Ziel hinaus gesammelt würde, wollen er und Bryony an die Heart Foundation oder die örtliche Schule geben, damit dort medizinisches Equipment angeschafft werden kann. So wurde der große Schrecken in einen guten Zweck verwandelt.

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