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04. Mai 2021

Rainald Grebe ist todkrank und spricht über seinen Alltag

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Rainald Grebe feierte kürzlich seinen 50. Geburtstag. Er ist unheilbar erkrankt und äußerte sich nun öffentlich über seinen Zustand und seinen Alltag.

Für seinen runden Geburtstag, den er Mitte April feierte, schenkt er sich selbst ein großes Konzert auf der Waldbühne, welches am 31. Juli 2021 stattfinden soll, berichtet die "Berliner Zeitung". Die Proben dafür sollen bereits gestartet sein.

Erst vor wenigen Wochen veröffentlichte er sein aktuelles Album, welches den Titel "Popmusik" trägt. Die aktuelle Corona-Pandemie hat sich auf viele Künstler in der Branche nachhaltig ausgewirkt.

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Viele kämpfen ums finanzielle Überleben — um ihre Existenz. Und während andere Musiker auf neue Methoden zurückgreifen, um ihre Fans zu erreichen und dennoch Musik zu machen, scheint sich Grebe dazu entschlossen zu haben, nicht auf diesen Wagen mit aufzuspringen. Konzerte in Autokinos oder etwa ein Live-Instagram-Auftritt müssen nicht sein, findet er. Er verriet:

"Ich habe mal zwei Jahre als Dramaturg gearbeitet. Ich muss nicht immer in der ersten Reihe stehen. Man vergisst es vielleicht auch, weil es inzwischen schon so lange her ist, dass Veranstaltungen nicht nur angekündigt sind, sondern dann auch wirklich stattfinden."

Die Proben für sein geplantes Konzert auf der Waldbühne bezeichnete er im Interview als Abenteuer. Seine neuen Lider, die er mit dem aktuellen Album veröffentlichte, sollen das Chaos rund um Corona noch nicht widerspiegeln, da sie im Januar und Februar 2020 entstanden sind.

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"Weil die Krankheit sich im ganzen Hirn ausbreitet, kann sich das jedes Mal anders äußern."

Den Lockdown hat der Sänger aber auch noch anderweitig produktiv genutzt. Er hat etwas komplett Neues angefangen: ein Hörbuch schreiben, um genau zu sein. Dies sei etwas gewesen, was er eigentlich im fortgeschrittenen Alter machen wollte, verriet er, doch die Zeit im Lockdown habe einfach dazu geführt.

Das Hörbuch beschäftigt sich nach eigenen Angaben mit dem Berliner Autor Hans Fallada. Dessen Leben vor seinem Tod soll mithilfe von nicht-fiktionalem Material in Form von Notizen, Zeugenaussagen, Arztbriefen oder ähnlichem dargestellt werden.

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Der Sänger sprach jedoch nicht nur über seinen Alltag und seine aktuellen Projekte und Vorhaben, sondern auch über seine Gesundheit. "Ich bin ein bisschen krank", verriet er. Grebe leidet an Vaskulitis. Es handelt sich dabei um eine Autoimmunerkrankung. Der Krankheitsverlauf kann dazu führen, dass die Lebensdauer der Betroffenen verkürzt wird. Der Sänger selbst war erst im Januar zuletzt im Krankenhaus. 

Gleich sechs Schlaganfälle erlitt er, da wirkt es fast wie ein Wunder, dass er auch heute noch da ist und arbeiten kann. Er verriet, dass er versuche, mit etwas Sport der Krankheit entgegenzuwirken. Er fahre Rad und laufe, sagte er. Dennoch gab er ebenso zu, dass sich sein Krankheitsbild von Jetzt auf Gleich ändern kann. Grebe sagte:

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"Weil die Krankheit sich im ganzen Hirn ausbreitet, kann sich das jedes Mal anders äußern. Das eine Mal äußert es sich eher wie ein Tinnitus, das andere Mal hatte ich Ohrensausen, beim dritten Mal hatte ich große Schwierigkeiten zu sprechen, es ist jedes Mal anders. Einmal fühlte es sich an wie ein Kreislaufzusammenbruch oder ich werde einfach nur müde."

 

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Die Diagnose erhielt er 2014 bereits. Die ersten Schlaganfälle erlitt er 2917. Auf die Unterstützung seiner Familie könne er zählen, so Grebe. Zudem hab er eine Reha gemacht. 

Er sieht sich als glücklich an, bislang davongekommen zu sein und bezeichnete es als "Zugabe". Die Ärzte scheinen ihm nicht genau sagen zu können, wie lange er noch hat mit dieser Erkrankung. Noch in diesem Jahr könnte es geschehen, dass er im Rollstuhl lande, so der Sänger.

Dennoch freut er sich nach eigenen Angaben wahnsinnig auf sein geplantes Konzert im Juli. Es sei etwas ganz besonderes und wohl eines der aufregendsten Dinge, die er bislang getan hat.

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