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19. April 2021

Tanja Schröder "würde sehr gerne wissen, was mit dem Claus passiert ist": Er wurde in Südafrika getötet

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Tanja Schröder möchte endlich Gewissheit. Die Auswanderin möchte wissen, wo ihr Mann Claus begraben wurde.

Vor rund zwölf Jahren sah Tanja Schröder ihren geliebten Mann Claus zum letzten Mal. Die Familie war nach Südafrika ausgewandert, doch ihr Leben dort verwandelte sich in einen wahren Albtraum.

Claus war zusammen mit Jens L., bei dem es sich ebenfalls um einen deutschen Auswanderer handelt, in den Busch gefahren. Doch von den zwei Männern sollte nur einer zurückkommen.

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"RTL" berichtete,

dass die Ermittler in dem Vermisstenfall schnell Jens L. und seine Frau Kristina A. ins Augenmerk gefasst hatten. Es dauerte jedoch bis vor rund vier Wochen, dass das Paar wegen Mord sowie Beihilfe zum Mord verurteilt wurde.

Zwar scheint mit diesem Urteilsspruch Gerechtigkeit verübt, doch Tanja Schröder hat noch immer keine Gewissheit erhalten. Die Witwe weiß noch immer nicht genau, was mit ihrem Mann vor all diesen Jahren geschah. Sie sagte:

"Ich würde sehr gerne wissen, was mit dem Claus passiert ist [...] Wir haben so viele Pläne gehabt für die Zukunft und ich fühle mich da sehr betrogen, dass mein Leben absolut nicht mehr so ist, wie wir uns das vorgestellt hatten"

Der Fall des verschwundenen Mannes beschäftigte die Behörden in Afrika schon seit mehr als zehn Jahren. Auch heute ist noch nicht zu 100 % klar, was an jenem schicksalhaften Tag geschehen ist.

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2000 waren Tanja Schröder, ihr Mann Claus und ihre beiden Söhne nach Südafrika ausgewandert. Die kleine Familie hatte sich ihren Auswanderer-Traum verwirklichen wollen. Dabei hatte keiner von ihnen auch nur die leiseste Ahnung, dass sich ihr Traum bald schon in einen wahren Albtraum verwandeln würde.

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Sie zogen in die Nähe der Stadt Port Elizabeth. Diese Region befindet sich im Südosten des Landes und zeichnet sich durch traumhafte Landschaften aus. Das Auswanderer-Paar aus Deutschland verdiente Geld mit dem Bau von Campingwagen. Zudem betrieben sie eine Farm.

2008 hatten sie sich jedoch entschlossen, ihre Farm mit allem drum und dran zu verkaufen. Ein anderes Pärchen aus Deutschland, ebenfalls Auswanderer, meldete sich und bekundete Interesse.

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Jens L. und Kristina A. wollten mit ihren eigenen Kindern einen Neuanfang in Südafrika wagen. Sie wollten die Farm übernehmen. Tanja Schröder

verriet:

"Wir sind zum Anwalt gegangen. Haben Verträge unterschrieben. Also es war alles ganz legal. Wie es eben läuft, wenn man was verkauft"

Das Paar wohnte vorerst zur Miete auf dem Hof, da sie den gesamten Kaufpreis für die Farm noch nicht hatten. Nach den ersten paar Monatsraten seien die Zahlungen plötzlich ausgeblieben und die Probleme begannen.

Ein Jahr später schien die Geduld von Schröders Mann erschöpft und das Vertrauen war dahin. Im August 2009 fuhren die beiden Männer dann auf die Farm. Jens L. soll Claus unter einem Vorwand in den afrikanischen Busch gelockt haben. Von diesem Ausflug kehrte nur Jens L. zurück.

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Die Polizei fand Hinweise auf ein Gewaltverbrechen in dem Auto des Angeklagten. Zudem kamen erdrückende Beweise ans Licht — die Bankbürgschaften, die sie für den Kauf der Farm vorgezeigt hatten, waren gefälscht.

Aufgrund von Zeugen- und forensischen Hinweisen wurde Jens L. festgenommen. Seit 2011 saß er in Untersuchungshaft, lediglich seine Frau kam auf Kaution wieder frei. Dies soll nur aus Kulanz für die gemeinsamen Kinder gegangen sein, verriet ein Oberstaatsanwalt.

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Zehn Jahre lang zog sich der Prozess in die Länge, und das, obwohl es erdrückende Beweise gab. Anfang März 2021 wurde endlich ein Urteil gefällt. Jens L. und seine Frau Kristina wurden wegen Mord und Beihilfe zum Mord verurteilt.

Medienberichten zufolge soll das genaue Strafmaß noch verhandelt werden. Tanja Schröder hingegen hat noch immer keinen Abschluss gefunden, denn sie weiß nach wie vor nicht, was mit ihrem Ehemann geschah. Es ist zweifelhaft, ob sie je diese Gewissheit erhalten wird. Sie verriet:

"Ich muss ihn noch nicht mal ausgraben, aber es wäre mir wichtig, dass ich wüsste, wo er ist."

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