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Kindheit, Weg zum Erfolg, Ehemann - ehrliches Zeugnis von Ingrid Noll

Ankita Gulati
02. Apr. 2021
23:00
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Ingrid Noll ist aus der literarischen Welt nicht mehr wegzudenken. Die beliebte Krimiautorin hat über ihre Kindheit nach ihrer Ankunft aus China, ihre Reise zur “Königin des deutschen Krimis” und ihre Beziehung zu ihrem Ehemann ausgepackt.

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Ingrid Noll gilt als Krimi-Königin in der Welt der Literatur. Die Autorin, die mit ihrem ersten Bestseller "Der Hahn ist tot" populär wurde, war 55 Jahre alt, als sie ihr erstes Buch schrieb, während die Kinder aus dem Haus waren.

Ingrid Noll, auf der 64. Frankfurter Buchmesse in Frankfurt Main, Oktober 2012 | Quelle: Getty Images

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Die Autorin wurde in China geboren, weil ihre Eltern nicht in Deutschland leben wollten. Doch 1949 zog die Familie nach Deutschland zurück. Für die damals 13-Jährige war es schwierig, weil sie noch nie eine Schule besucht hatte.

Die Autorin, die letztes Jahr ihren 85. Geburtstag feierte, erklärt, dass sie und ihre drei Geschwister von ihren Eltern privat in China unterrichtet wurden. Sie fühlte sich in Deutschland wie eine Fremde, weil sie die falsche Kleidung trug, die Musik nicht kannte, die jeder mochte, noch nie im Sportunterricht gewesen war und in Mathe Totalversagerin war.

“Einfach war es nicht, denn ich wurde begafft und galt als ein bisschen einfältig,” stellte sie klar. Aber als das junge Mädchen Freunde finden konnte, verbesserte sich ihre Lage erheblich.

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Als Ingrid im Alter von 55 Jahren mit ihrem ersten Roman Erfolg hatte, war ihr Mann etwas verwundert. Ihre Kinder waren auch stolz auf ihre Mutter und freuten sich, weil sie ihnen öfter etwas Geld zustecken konnte. Die dreifache Mutter blickt auf die Zeit zurück, als sie erfolgreich wurde:

“Erfolg tut jedem Menschen gut. Mir hat er ein neues Selbstbewusstsein gegeben. So etwas kannte ich ja nicht. Vorher bedeutete für mich Erfolg, wenn meiner Familie das Essen besonders gut geschmeckt hat.”

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Bald wurde die Autorin zur “Königin des Krimis“ gekrönt und zu Fernsehprogrammen und Lesungen eingeladen. Im Interview gegenüber Bunte redete Ingrid auch über ihre Beziehung zu ihrem Mann, einem Arzt, für den sie auch in der Praxis arbeitete.

Das Paar hat eine süße Liebesgeschichte im Gegensatz zu den Gruselgeschichten ihrer Romane. Sie haben sich kennengelernt, als Ingrid nur ein Schulmädchen war. Sie gibt stolz zu, dass er sein erster und einziger Mann ist. Als sie gefragt wurde, ob sie glaubt, dass es nur einen Richtigen gibt, antwortet sie scherzhaft:

“Vermutlich hätte ich mich auch in andere verlieben können. Aber ehrlich, soll ich mich da jetzt verrückt machen?”

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