16-jähriges Mädchen kaufte online einen Hund und setzte ihn einige Tage später bei einem Baum aus

Ein 16-jähriges Mädchen, das im Internet einen Hund gekauft hatte, war so überfordert mit dem Border Collie, dass sie ihn in der Nähe eines Baumes aussetzte. Der Hund wurde von einer Zeugin am Baum gefesselt gefunden, die auch der Polizei half, den verantwortungslosen Teenager aufzuspüren.

Bei einem herzlosen Vorfall in Köln band eine 16-Jährige ihren Hund an einen Baum und verließ ihn, nur weil sie nicht gut mit ihm auskam. Die Teenagerin soll den Hund vor einigen Wochen über die Online-Plattform Quoka gekauft haben.

Süßer trauriger Welpe, der neben Pilz liegt | Quelle: Shutterstock

Süßer trauriger Welpe, der neben Pilz liegt | Quelle: Shutterstock

Der Border Collie namens Mo wurde von einer Zeugin bemerkt, die auch schnell genug war, um die Nummer des Autos zu notieren, das den Hund verlassen hatte.

Die Tierliebhaberin rettete den Hund und brachte ihn zu einem Tierheim. Sie informierte auch die Polizei über die Tat. Die Kölner Polizei hat den Besitzer des Fahrzeugs aufgespürt und den 16-Jährigen in seinem Haus gefunden.

Verlassener Hund mit einer Leine an einer Leitplanke gebunden | Quelle: Shutterstock

Verlassener Hund mit einer Leine an einer Leitplanke gebunden | Quelle: Shutterstock

Die Jugendlichen gestand, dass sie die Verantwortung für den Besitz eines Hundes unterschätzt hatte und mit dem Tier absolut überfordert war. Sie fügte hinzu, dass sie mehrmals vom Hund gebissen wurde und beschloss daher, ihn aufzugeben.

Zum Glück wurde der Hund sicher nach Tierheim Köln-Dellbrück gebracht. Das Tierheim nannte es “Eine Geschichte zum Kopfschütteln”. Laut seinem Beitrag auf Facebook war das Tierheim auch von dem Vorfall und dem Verhalten des Mädchens schockiert. Sie ergänzten:

“Anstatt sich bei uns oder an andere Stelle Hilfe zu suchen hatte sie ihn dann samt Maulkorb ‘an einer gut sichtbaren Stelle’ ausgesetzt.”

Sylvia Hemmerling aus Tierheim Köln-Dellbrück hat sich zu dem Vorfall geäußert. Sie hält es einfach für Glück, dass der Hund gefunden wird, und kritisiert die Entscheidung des Teenagers.

Während des Lockdowns kauften viele Leute einen Hund, nur weil sie von zu Hause aus arbeiteten und sich langweilten. Aber laut Sylvia sollte man über die Entscheidung gründlich nachdenken, bevor man einen Hund kauft.

Streunender Hundewelpe, der in die Kamera schaut  | Quelle: Shutterstock

Streunender Hundewelpe, der in die Kamera schaut | Quelle: Shutterstock

Sie erklärt die Fragen, die man sich stellen sollte:

"Werde ich einem Hund ein Leben lang gerecht? Kann ich einen Hund ein Leben lang finanzieren? Habe ich (oder einer aus der Familie) ein Leben lang genug Zeit für den Hund? Kann ich das 15 Jahre lang [...] irgendwie leisten?"  

Mo steht noch nicht zur Adoption bereit, da das Tierheim ihn noch kennenlernt und er von der tierärztlichen Versorgung beobachtet wird. 

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