Benjamin Piwko spricht erstmals über die Krankheit, die ihn fast umbrachte

Benjamin Piwko hat nun erstmals darüber gesprochen, was für eine schwere Zeit er durchgemacht hat, als seine Gesundheit ihn im Stich ließ.

Isabel Edvardsson und Benjamin Piwko, Let's Dance, 2019 | Quelle: Getty Images

Isabel Edvardsson und Benjamin Piwko, Let's Dance, 2019 | Quelle: Getty Images

Wir haben uns seinen Kampf gegen die Krankheit einmal näher angesehen.

Kampfsportler Benjamin Piwko hat bei Let's Dance gezeigt, dass weitaus mehr in ihm steckt, als man annahm. Dem gehörlosen Tänzer ist es mit all seinen vielseitigen Tänzen und Auftritten gelungen, die Zuschauer zu bewegen - ob nun zu Tränen oder zu freudigem Jubel.

Isabel Edvardsson und Benjamin Piwko, Let's Dance, 2019 | Quelle: Getty Images

Isabel Edvardsson und Benjamin Piwko, Let's Dance, 2019 | Quelle: Getty Images

Nun gesteht er jedoch:

"Vor zwei Jahren war ich totkrank."

Er hatte konstant Schmerzen verriet er, konnte nicht mehr richtig laufen und obwohl sein Zustand sich stetig verschlimmerte, hatte niemand ihm anfänglich Glauben schenken wollen. Es dauerte Monate, bis er endlich einen Arzt fand, der ihn ernst nahm. Die Diagnose erschütterte.

Isabel Edvardsson und Benjamin Piwko, Let's Dance, 2019 | Quelle: Getty Images

Isabel Edvardsson und Benjamin Piwko, Let's Dance, 2019 | Quelle: Getty Images

"Ein Tumor, ein Abszess in der Lunge und eine Embolie" wurden schließlich festgestellt. Sein Zustand war lebensbedrohlich gewesen. Er musste Tabletten nehmen und wurde langsam wieder gesund. Das Angebot von Let's Dance war quasi soetwas wie ein Rettungsschlauch, der genau im richtigen Moment in seinem Leben kam. 

Isabel Edvardsson und Benjamin Piwko, Let's Dance, 2019 | Quelle: Getty Images

Isabel Edvardsson und Benjamin Piwko, Let's Dance, 2019 | Quelle: Getty Images

"Ich konnte überhaupt nicht mehr schlafen, konnte nicht mehr richtig laufen", verriet er in einem Interview.

Let's Dance sieht er als Chance an, einen neuen Lebensweg zu beschreiten. Die Show hat ihm Hoffnung gegeben und massiv in seiner Genesung mitgewirkt.

"Viele neue Türen haben sich geöffnet. Ich habe viele neue Möglichkeiten, die ich machen kann.", meinte Piwko.

Es erfordert viel Kraft, sich aus einem solchen Schicksalsschlag wieder an die Oberfläche zu kämpfen. Umso beeindruckender ist es, wenn man sieht, wie scheinbar mühelos Benjamin übers Tanzparkett schwebt. Seine Gehörlosigkeit oder auch seinen Kampf mit dem Tod vor gar nicht mal allzu langer Zeit merkt man ihm nicht mehr an.

Der Mann hinter den Schlagzeilen

Doch wer ist Benjamin Piwko eigentlich?

Im Alter von gerade mal acht Monaten verlor er aufgrund einer Virusinfektion sein Gehör dauerhaft. Dennoch lernte er mithilfe seiner darauf ausgerichteten Lehrerin das Sprechen erlernt.

Benjamin ist aber auch ein hervorragender Lippenleser. Mit diesen Fähigkeiten und Gesten kann er sich also ziemlich gut verständigen - auch ohne Gebärdensprache.

Als er sechs Jahre alt war fing er bereits mit dem Kampfsport an. 

"Meine Mama hat mich zum Judo geschickt. Ich wusste damals nicht mal, was Judo ist.", verriet er.

Das Training stellte sich für ihn als wahre Herausforderung dar, doch der Sport an sich machte ihm viel Spaß und er wollte dabei bleiben. Als er zehn Jahre alt war wechselte er zu Aikido und später dann zum Kung Fu. Vieles hat er sich selbst beigebracht. "Ich konnte die Lehrer nicht verstehen, aber mir reichte es, die Bewegungen abzulesen. Man braucht keine Worte, wenn man die Schritte und Techniken sehen kann."

Nach der Schule machte er eine Lehre zum Tischler. Doch auch "Stuntman" und "Choreograph für Film und Fernsehen" kann er sich auf die Fahne schreiben. Mittlerweile hat er auch noch einige andere Kampfsportarten wie beispielsweise das Thaiboxing erlernt. "Verschiedene Kampfsportarten zu lernen, ist so wie verschiedene Musikrichtungen zu hören oder verschiedene Sprachen zu lernen.", sagte Benjamin. 

Mit Mitte Zwanzig packte er seine Sachen und flog nach Hawaii zu Großmeister AI Dascascos, um seine Fähigkeiten im Kung Fu zu verbessern und zu vertiefen. Dort machte er seinen Schwarzen Gürtel. Mittlerweile hat er nicht nur seine eigene Kampfsportschule, sondern veranstaltet auch auf der ganzen Welt Workshops.

Er will in seinem Unterricht vor allem Spaß am und für den Sport wecken und nutzt dafür alle Kommunikationswege, die ihm zur Verfügung stehen; Stimme, Gesten, Augenkontakt. Auch Kindern mit Aggressionsproblemen will er auf spielerische Art und Weise helfen, den Kampfsport zu nutzen, um wieder Fuß zu fassen. 

Seine Gehörlosigkeit hält ihn in keinem Bereich seines Lebens auf. Auch vor der Kamera war er schon zu sehen. So besetzte er beispielsweise im Jahr 2015 als erster gehörloser Schauspieler eine Hauptrolle in der Serie Tatort. 

Wenn ihr uns fragt, ein wirklich äußerst beeindruckender junger Mann!

Nicht zuletzt hat er auch bei Let's Dance mit seinen Auftritten für Aufsehen gesorgt. So widmete er einen besonders emotionalen Tanz seiner verstorbenen Mutter und rührte so manchen Zuschauer und Anwesenden zu Tränen.

Besonders beeindruckt hat, dass alle drei Juroren sprachlos waren von Benjamins Leistung - und ja, das schließt auch den eisernen Juror Joachim Llambi ein. Auch Llambi hatte nur Positives zu sagen:

"Dass du uns hier alle mitgenommen hast, ist unbestritten (...) Aber das Schöne ist - und da bin ich auch froh (...), dass du diese Woche auch tänzerisch sehr gut getanzt hast. Letzte Woche war das nicht schön oder nicht gut. (...) Aber heute allein der Part von dem langsamen Walzer, da hättest du schon aufhören können und hättest trotzdem die zehn Punkte bekommen. Beste Leistung von allen heute (...)", schwärmte der Juror und verblüfte damit nicht nur die Kandidaten, sondern auch sämtliche Zuschauer. 

Solch hohes Lob von ihm ist man gar nicht gewohnt! Das allein zeigt, wie viel Potenzial in diesem Kämpfer steckt und es verspricht, noch viel mehr zu werden, wenn er weiter hart arbeitet und seine Ziele verfolgt. Wir sind gespannt, wohin er uns auf seiner Reise noch mitnehmen wird!

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