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24. Oktober 2018

86-jährige Frau, die als letzte das „Füßebinden“ erlebt hat, erzählt, was sie heute fühlt

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Das sogenannte Füßebinden wurde am Anfang des 20. Jahrhunderts verboten, aber dieser Brauch existierte noch eine Weile.

Schönheitsstandards unterscheiden sich nach den Ländern. Allerdings müssen die Frauen in verschiedenen Ländern manchmal etwas opfern, um diesen Standards zu entsprechen.

Zhou Guizhen, 86, ist eine der letzten chinesischen Frauen, die das Füßebinden noch erleben mussten. Sie wurde in einer reichen Familie geboren und heiratete einen reichen Mann. Unter anderem auch dank ihren kleinen Füßen.

Das Füßebinden existiert bereits seit 3000 Jahren. Die Versuche, diesen Brauch zu verbieten sind vielleicht nicht so alt, aber trotzdem sind sie nichts Neues. Im 17. und im 19. Jahrhundert wurde es dieser Brauch verboten.

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Eindeutig und für immer wurde das Füßebinden erst im 20. Jahrhundert abgeschafft, aber der Brauch lebte noch eine Weile.

Zhou Guizhen sagte in einem Interview Folgendes: „Ich bereue, dass ich das Füßebinden erleben musste. Ich kann nicht tanzen. Ich kann mich nicht bewegen. Das tut mir so weh. Aber damals, wenn man das nicht gemacht hätte, hätte man nicht heiraten können.“.

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Den meisten Mädchen wurden die Füße im Alter von fünf bis acht Jahren von der Mutter oder von der Großmutter angebunden. Die Voraussetzung dafür war das sogenannte Alter der Vernunft.

Der Fuß wurde zuerst in einer Flüssigkeit aus Kräutern und Alaun eingeweicht. Die Zehennägel wurden kurz darauf so kurz wie nur möglich geschnitten, der Fuß wurde massiert und anschließend so eng mit Bandagen umschlungen, um einen Klumpfuß zu formen.

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Die Mädchen wurden gezwungen, mit kleinen Schuhen zu laufen. Fas alle Zehen wurden gebrochen und unter die Fußsohlen gebogen. Den jungen Mädchen wurden die Zehen dabei alle zwei Tage erneut mit immer engeren Bandagen unter die Fußsohle geschnürt.  

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Die ganze Prozedur an sich ist schon schrecklich, aber man muss nicht vergessen, dass jede Wunde zu den schrecklichen Infektionen führen konnte.

Als die Kommunisten zur Macht kamen, wurden solche Frauen vernachlässigt, weil sie keine Arbeit leisten konnten.

Füße und Zehen können ganz viel über die Persönlichkeit verraten. Glaubst Du das nicht? Vielleicht werden wir Dich überzeugen!

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