
Nika Röffen: Die Tochter von Frauke Ludowig teilt eine persönliche Seite ihres Lebens
14. September 2026


Monica Lierhaus hat in ihrem Leben bereits zahlreiche gesundheitliche Rückschläge überwinden müssen. Nun spricht die bekannte Sportmoderatorin über einen besonders schmerzhaften Verlust, der ihre Familie schwer getroffen hat. Während sie selbst nach einem Unfall im Krankenhaus behandelt werden musste, verschlechterte sich der Zustand eines geliebten Menschen. Ein persönlicher Abschied war nicht mehr möglich.
Für Monica Lierhaus waren die vergangenen Monate von körperlichen und emotionalen Belastungen geprägt. Die 56-Jährige, die sich nach einer schweren Hirnoperation im Jahr 2009 mühsam ins Leben zurückkämpfen musste, erlitt erneut einen folgenschweren Sturz. Während sie sich von ihren Verletzungen erholte, ereignete sich in ihrem engsten Familienkreis ein Todesfall.

Die deutsche Moderatorin Monica Lierhaus nimmt am 21. Oktober 2017 an der Verleihung des „Goldene Bild der Frau"-Preises im Hamburg Cruise Center in Hamburg, Deutschland, teil. | Quelle: Getty Images
Gegenüber der „Bild“ sprach die Moderatorin nun über den Verlust und die besondere Bedeutung, die der verstorbene Mensch für sie hatte. Ihre Worte geben einen seltenen Einblick in ihr Privatleben und zeigen, wie eng ihre Familie trotz ihrer jahrelangen beruflichen Verpflichtungen miteinander verbunden blieb.
Um die schwierige Situation zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf Lierhaus' außergewöhnlichen Lebensweg. Denn schon lange vor den Ereignissen dieses Sommers musste sie lernen, mit gesundheitlichen Einschränkungen und ungewissen Zukunftsaussichten umzugehen.

Die deutsche Moderatorin Monica Lierhaus nimmt am 23. Oktober 2019 an der jährlichen Verleihung des „Goldene Bild der Frau"-Preises in Hamburg, Deutschland, teil. | Quelle: Getty Images
Monica Lierhaus gehörte viele Jahre zu den bekanntesten Gesichtern des deutschen Sportfernsehens. Die gebürtige Hamburgerin machte sich insbesondere als Moderatorin der ARD-„Sportschau“ einen Namen und berichtete über große Sportereignisse.
Ihre Arbeit führte sie regelmäßig an unterschiedliche Orte im In- und Ausland. Die Berichterstattung über sportliche Wettbewerbe bestimmte ihren Berufsalltag und verlangte ihr ein hohes Maß an Flexibilität ab. Gleichzeitig baute sie sich eine erfolgreiche Karriere in einem Bereich auf, der lange überwiegend von Männern geprägt war.
Mit ihrer sachlichen und zugleich zugänglichen Moderationsweise gewann sie das Vertrauen zahlreicher Zuschauer. Ihre Präsenz bei wichtigen Sportveranstaltungen machte sie über die Jahre zu einer festen Größe im deutschen Fernsehen.
Doch Anfang 2009 wurde ihre berufliche Laufbahn abrupt unterbrochen. Ein medizinischer Eingriff hatte schwerwiegende Folgen und veränderte ihr Leben grundlegend.

16 October 2020, Hamburg: Monica Lierhaus, Moderatorin, hält bei einem Pressetermin auf dem Recyclinghof in der Liebigstraße in Hamburg-Billbrook ein Kuscheltier in den Händen. Die Stadtreinigung startete das Sammeln gebrauchter Spielsachen für bedürftige Kinder. | Quelle: Getty Images
Im Januar 2009 musste sich Monica Lierhaus wegen eines Aneurysmas einer Operation am Gehirn unterziehen. Bei einem Aneurysma handelt es sich um eine krankhafte Erweiterung eines Blutgefäßes, die je nach Lage und Beschaffenheit erhebliche gesundheitliche Risiken mit sich bringen kann.
Während des Eingriffs kam es zu schweren Komplikationen. Die Moderatorin wurde in ein künstliches Koma versetzt, in dem sie mehrere Monate verbrachte. Zeitweise bestand Lebensgefahr.
Als Lierhaus nach rund vier Monaten wieder erwachte, begann für sie eine lange und schwierige Rehabilitation. Fähigkeiten, die zuvor selbstverständlich gewesen waren, musste sie erneut erlernen. Besonders das Sprechen und Gehen stellten sie vor große Herausforderungen.
Die Folgen der Operation begleiteten sie auch nach ihrer Rückkehr in die Öffentlichkeit. Dennoch setzte sie ihre Rehabilitation fort und arbeitete daran, wieder möglichst selbstständig leben zu können.

03 April 2022, Hamburg: Monica Lierhaus, Moderatorin, kommt zum Alstertal-Einkaufszentrum anlässlich der Benefizveranstaltung für den Verein Lebensherbst der Schauspielerin M. Ahrens. Die Hälfte des Erlöses geht an den Verein, der sich bundesweit um einsame und bedürftige Senioren kümmert, die andere Hälfte an die humanitäre Hilfe für die Ukraine. | Quelle: Getty Images
Nach ihrer schweren Erkrankung veränderte sich für Monica Lierhaus nicht nur der Alltag, sondern auch ihre berufliche Perspektive. Eine Rückkehr vor die Kamera war keineswegs selbstverständlich, zumal sie weiterhin mit körperlichen Einschränkungen zu kämpfen hatte.
Über die Jahre gelang es ihr jedoch, wieder journalistisch tätig zu werden. Sie arbeitete unter anderem für Sky und wechselte 2023 zu RTL. Damit konnte sie ihre Leidenschaft für den Sportjournalismus erneut zu einem wichtigen Bestandteil ihres Lebens machen.
Die Moderatorin sprach in Interviews wiederholt über die Herausforderungen, die mit ihrer Erkrankung verbunden waren. Besonders ihr gestörter Gleichgewichtssinn blieb ein Problem, das sie im Alltag berücksichtigen musste.
Trotz dieser Einschränkungen nahm sie weiterhin berufliche Aufgaben wahr. Ihre Rückkehr ins Fernsehen war das Ergebnis einer langjährigen Rehabilitation, deren Fortschritte nicht immer geradlinig verliefen.
Im Sommer 2026 wurde deutlich, dass ihre gesundheitlichen Probleme weiterhin schwerwiegende Folgen haben konnten.

02 September 2022, Hamburg: Monica Lierhaus, Journalistin, steht auf dem roten Teppich beim Photocall anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Entertainmentmarke Seven.One. | Quelle: Getty Images
Monica Lierhaus erlitt in ihrer Wohnung einen Unfall, bei dem sie sich schwer verletzte. Gegenüber der „Bunte“ berichtete sie im Oktober 2026: „Ich bin in meiner Wohnung unglücklich gestürzt und habe mir dabei das Bein gebrochen.“
Wie später bekannt wurde, handelte es sich um einen Oberschenkelhalsbruch. Diese Verletzung machte eine umfangreiche medizinische Behandlung erforderlich. Die Moderatorin musste sich insgesamt zwei Operationen unterziehen.
Für Lierhaus bedeutete der Unfall eine erneute Unterbrechung ihres Alltags. Nach den Eingriffen stand zunächst die körperliche Genesung im Vordergrund, bevor sie mit Rehabilitationsmaßnahmen beginnen konnte.
Die Situation war besonders belastend, weil sie ohnehin mit den langfristigen Folgen ihrer Hirnoperation lebte. Nun musste sie erneut daran arbeiten, ihre Beweglichkeit und Selbstständigkeit zurückzugewinnen.
Während dieser Zeit ereigneten sich in ihrer Familie Entwicklungen, auf die sie aufgrund ihres eigenen Gesundheitszustands nur eingeschränkt reagieren konnte.

Monica Lierhaus beim Steinway-&-Sons-Konzert in der Elbphilharmonie am 20. Oktober 2022 in Hamburg, Deutschland. | Quelle: Getty Images
Als Monica Lierhaus nach ihrem Sturz medizinisch versorgt wurde, befand sich ein ihr nahestehender Mensch bereits in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand. Die Familie wusste, dass die Situation ernst war und die verbleibende gemeinsame Zeit begrenzt sein könnte.
Die Moderatorin hätte sich gerne noch persönlich verabschiedet. Doch ihre eigenen Verletzungen und die notwendigen Operationen machten es ihr unmöglich, rechtzeitig zu der sterbenden Person zu gelangen.
Dieser Umstand verlieh dem Verlust eine zusätzliche Schwere. Ein letztes persönliches Gespräch oder ein gemeinsamer Moment am Krankenbett blieb ihr verwehrt.
Erst Ende Oktober wurde öffentlich bekannt, wen Lierhaus verloren hatte. Dabei handelte es sich um einen Menschen, der sie und ihre Geschwister über viele Jahrzehnte begleitet hatte und für die Familie eine zentrale Rolle spielte.

Moderatorin Monica Lierhaus von RTL ist vor dem Länderspiel zwischen Deutschland und Kolumbien in der Veltins-Arena am 20. Juni 2023 in Gelsenkirchen, Deutschland zu sehen. | Quelle: Getty Images
Wie die „Bild“ berichtete, starb Monica Lierhaus' Mutter Sigrid, genannt „Siggi“, bereits am 30. Juli 2026. Sie wurde 82 Jahre alt und hatte in den vergangenen sechs Jahren an Parkinson gelitten.
Für die Moderatorin und ihre Geschwister Thomas und Eva bedeutete der Tod ihrer Mutter einen schweren Einschnitt. Sigrid Lierhaus war über Jahrzehnte eine wichtige Bezugsperson gewesen, die ihre Kinder auch im Erwachsenenalter eng begleitet hatte.
Monica Lierhaus beschrieb ihre Mutter gegenüber der „Bild“ als einen besonders fürsorglichen Menschen. „Unsere Mutter war der selbstloseste Mensch, den ich kannte. Sie hat alles für die Familie getan und war immer für uns da“, sagte die Moderatorin.
Ihre Aussagen machen deutlich, welche Bedeutung Sigrid für das Familienleben hatte. Gerade während Monica Lierhaus beruflich häufig unterwegs war, blieb der Kontakt zu ihrer Mutter ein fester Bestandteil ihres Alltags.

Monica Lierhaus beim Deutschen Sportpresseball (41. Sportpresseball) „Pegasos tanzt mit Laureus" in der Alten Oper am 4. November 2023 in Frankfurt am Main, Deutschland. | Quelle: Getty Images
Besonders bewegend sprach Monica Lierhaus über die vielen Gespräche, die sie während ihrer beruflichen Reisen mit ihrer Mutter geführt hatte. Selbst wenn sie sich an weit entfernten Orten aufhielt, blieb Sigrid für sie eine wichtige Verbindung zur Familie. Sie sagte:
„All die Jahre, in denen ich beruflich in der ganzen Welt unterwegs war, war sie in stundenlangen Telefonaten meine Verbindung nach Hause. Ihr Verlust ist für meine Geschwister Thomas und Eva und mich riesengroß und reißt ein gewaltiges Loch in unsere Familie. Es ist zumindest ein kleiner Trost, dass sie es nun geschafft hat und nicht mehr leiden muss.“
Mit diesen Worten erinnerte sich die Moderatorin an die Nähe zu ihrer Mutter und sprach zugleich über die Erleichterung, dass deren langes Leiden nun beendet sei. Die Parkinson-Erkrankung hatte Sigrid Lierhaus über sechs Jahre begleitet.
Besonders schmerzlich blieb für ihre Tochter, dass sie in den letzten Stunden nicht persönlich bei ihr sein konnte. Nach ihrem eigenen Sturz war Monica Lierhaus auf medizinische Behandlung angewiesen und schaffte es nicht mehr rechtzeitig zu ihrer Mutter.

Monica Lierhaus bei „Movie Meets Media" im Hotel Atlantic am 30. November 2024 in Hamburg, Deutschland. | Quelle: Getty Images
Nach dem Tod von Sigrid Lierhaus stand Monica Lierhaus vor einer weiteren Herausforderung. Die Beerdigung ihrer Mutter sollte im September stattfinden, während sie selbst noch mit den Folgen ihres Oberschenkelhalsbruchs zu kämpfen hatte.
Für die Moderatorin war es wichtig, bei der Trauerfeier nicht im Rollstuhl sitzen zu müssen. Sie setzte sich das Ziel, bis dahin so weit zu genesen, dass sie stehen und die Grabrede für ihre Mutter selbst halten konnte.
Während ihrer Rehabilitation arbeitete sie deshalb gezielt daran, ihre körperliche Belastbarkeit wiederherzustellen. Nach zwei Operationen war das keine einfache Aufgabe, doch die bevorstehende Trauerfeier gab ihr ein konkretes Ziel.
Ihre Schwester Eva berichtete später gegenüber der „Bild“, dass Monica ihren Wunsch tatsächlich verwirklichen konnte. „Wer Monica kennt, weiß, sie hat es tatsächlich geschafft!“, erklärte sie.
Bei der Beerdigung im September konnte die Moderatorin stehen und ihre Grabrede halten. Damit gelang ihr in einer emotional schwierigen Zeit ein persönlicher Schritt, der ihr besonders am Herzen gelegen hatte.
Während Monica Lierhaus um ihre Mutter trauerte, machte ihre körperliche Genesung weitere Fortschritte. Im Oktober berichtete sie gegenüber der „Bunte“, dass sich ihr Zustand nach dem Sturz deutlich verbessert habe.
„Mir geht es schon wieder ziemlich gut“, erklärte die Moderatorin. Auch die Heilung des Bruchs verlief nach ihren Angaben positiv, sodass sie ihre Rehabilitationsmaßnahmen fortsetzen konnte.
„Der Bruch ist gut verheilt, ich mache Reha-Maßnahmen und werde Ende Oktober, wenn alles so gut weitergeht, vor die Kamera bei RTL zurückkehren“, sagte sie. Darüber hinaus erklärte sie, dass sie keine Krücken mehr benötige.
Die geplante Rückkehr zu RTL stellte damit einen wichtigen nächsten Schritt dar. Ob sie ihren angekündigten Termin tatsächlich wahrnehmen konnte, geht aus den vorliegenden Berichten nicht hervor.
Die positiven Nachrichten über ihre Genesung ändern jedoch nichts an dem schweren Verlust, den die Moderatorin und ihre Familie in diesem Sommer erlitten haben.
Innerhalb weniger Monate musste Monica Lierhaus zwei einschneidende Ereignisse bewältigen. Nach ihrem Oberschenkelhalsbruch waren zwei Operationen und eine erneute Rehabilitation notwendig. Gleichzeitig verschlechterte sich der Gesundheitszustand ihrer Mutter, von der sie sich nicht mehr persönlich verabschieden konnte.
Die Beerdigung im September wurde für die Moderatorin deshalb zu einem besonders wichtigen Moment. Ihr gelang es, trotz ihrer gesundheitlichen Einschränkungen selbst am Grab zu stehen und mit einer Rede Abschied zu nehmen.
In ihren öffentlichen Äußerungen stellte Lierhaus vor allem die Fürsorge und Verlässlichkeit ihrer Mutter in den Mittelpunkt. Die langen Telefonate während ihrer beruflichen Reisen waren für sie eine Verbindung nach Hause, die nun fehlt.
Mit ihren Geschwistern Thomas und Eva teilt sie die Erinnerung an eine Mutter, die nach ihren Worten immer für ihre Familie da war. Der Schmerz über ihren Tod bleibt, ebenso wie die Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit.

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