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Verona und Franjo Pooth | Quelle: Getty Images
Verona und Franjo Pooth | Quelle: Getty Images

Kinder deutscher Stars mit Wurzeln in aller Welt: Diese Promi-Familien vereinen mehrere Kulturen

Edita Mesic
21. Sept. 2026
15:11

Sie wuchsen in Deutschland auf – und tragen doch die Geschichte mehrerer Länder und Kontinente in sich. Von den Beckers über die Pooths bis zu Heidi Klum: Viele der bekanntesten deutschen Stars haben Kinder, in denen sich unterschiedliche Kulturen vereinen. Wir erzählen ihre Familiengeschichten – und zeigen, wie selbstbewusst diese jungen Menschen heute ihren eigenen Weg gehen.

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Deutschland ist längst ein Land der vielen Wurzeln – und das spiegelt sich auch im Glamour der Promiwelt wider. Hinter manch berühmtem Nachnamen verbirgt sich eine Familiengeschichte, die weit über die Landesgrenzen hinausreicht: nach Afrika, Südamerika, Osteuropa oder auf die britischen Inseln. Die Kinder dieser Stars sind in gewisser Weise Botschafter zweier oder gar dreier Welten. Sie sind in Deutschland groß geworden, sprechen oft mehrere Sprachen und bewegen sich zwischen den Kulturen ihrer Eltern so selbstverständlich, wie andere zwischen zwei Wohnorten pendeln.

Was diese jungen Menschen eint: Sie sind mehr als nur „das Kind von". Viele von ihnen haben sich – trotz oder gerade wegen ihrer prominenten Eltern – eigene Karrieren aufgebaut, als Modelle, Künstler, Unternehmer oder Entertainer. Und immer wieder erzählen sie davon, wie prägend das Aufwachsen zwischen verschiedenen Kulturen für ihr Selbstverständnis war.

Wir werfen einen Blick auf einige der bekanntesten deutschen Promi-Familien, deren Kinder Wurzeln in mehreren Kulturen haben – ihre Geschichten, ihre Wege und die Bilder, die sie mit der Öffentlichkeit teilen.

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Henry Samuel, Erna und Heidi Klum posieren gemeinsam mit Tom Kaulitz während des „HeidiFest by Heidi Klum“ im Vorfeld des Oktoberfestes 2026 im Münchner Hofbräuhaus am 17. September 2026 in München. | Quelle: Getty Images

Henry Samuel, Erna und Heidi Klum posieren gemeinsam mit Tom Kaulitz während des „HeidiFest by Heidi Klum“ im Vorfeld des Oktoberfestes 2026 im Münchner Hofbräuhaus am 17. September 2026 in München. | Quelle: Getty Images

Dabei ist die Faszination für diese Familien mehr als reine Neugier. Sie erzählt auch etwas über Deutschland selbst – über ein Land, das internationaler und vielfältiger geworden ist, als es das Bild vergangener Jahrzehnte vermuten ließ. Die Kinder von Boris Becker, Verona Pooth oder Heidi Klum sind gewissermaßen ein Spiegel dieser Entwicklung: aufgewachsen mit mehreren Sprachen, mehreren Pässen im übertragenen Sinne und einem Selbstverständnis, das Grenzen eher als Bereicherung denn als Trennlinie begreift. Genau das macht ihre Geschichten so lesenswert.

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Boris & Barbara Becker: Noah und Elias, zwei Künstlernaturen

Es war eine der großen Liebesgeschichten der deutschen Boulevardgeschichte: 1993 heirateten Tennis-Legende Boris Becker und das Münchner Model Barbara Feltus. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor – Noah, geboren 1994, und Elias, geboren 1999. Auch wenn die Ehe der beiden 2001 zerbrach, blieb die Familie im öffentlichen Interesse.

Barbara Becker selbst verkörpert bereits eine Verbindung zweier Welten. Ihr Vater, der Fotograf Ross Feltus, ist US-Amerikaner mit afroamerikanischen Wurzeln, ihre Mutter Deutsche. Diese Herkunft gab Barbara an ihre Söhne weiter – Noah und Elias wuchsen also mit einem deutsch-amerikanischen Erbe auf, das ihre Persönlichkeit und ihr Auftreten bis heute mitprägt.

Barbara hat immer wieder betont, wie wichtig ihr Eigenständigkeit ist – ein Wert, den sie an ihre Kinder weitergegeben hat. „Ich bin eine selbstständige Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht und schon immer angepackt hat", stellte sie einmal in einem Interview klar. Für ihre Söhne habe stets im Vordergrund gestanden, dass sie glücklich und erfüllt seien – unabhängig davon, welchen beruflichen Weg sie einschlagen.

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Und diese Wege könnten spannender kaum sein. Noah Becker, der ältere der beiden, hat sich als Künstler und DJ einen Namen gemacht. Er malt, stellt aus und bewegt sich in der internationalen Kunst- und Musikszene. Immer wieder hat Noah auch offen über seine Erfahrungen gesprochen – etwa darüber, wie es ist, als Sohn einer der bekanntesten Familien Deutschlands mit einer sichtbar multikulturellen Herkunft aufzuwachsen, und über Rassismus, mit dem er sich auseinandersetzen musste. Damit ist er zu einer Stimme geworden, die weit über die Klatschspalten hinausreicht.

Sein jüngerer Bruder Elias hat einen anderen, aber ebenso öffentlichkeitswirksamen Beruf gewählt: Er arbeitet als Model. Mit seinem Charisma und seinem Gespür für Mode hat er sich in der Branche etabliert und ist auf Kampagnen und roten Teppichen zu sehen. Beide Brüder verbindet, dass sie ihren Weg selbstbewusst und eigenständig gehen – so, wie ihre Mutter es sich für sie gewünscht hat.

Königin Elizabeth II. Bei einer Abendveranstaltung auf Schloss Brühl als Gäste: Tennismeister Boris Becker mit Frau Barbara, Deutschland, 1992. (Foto von Wolfgang Kuhn) I Quelle: United Archives via Getty Images

Königin Elizabeth II. Bei einer Abendveranstaltung auf Schloss Brühl als Gäste: Tennismeister Boris Becker mit Frau Barbara, Deutschland, 1992. (Foto von Wolfgang Kuhn) I Quelle: United Archives via Getty Images

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Für Barbara Becker war die Berufswahl ihrer Söhne nie ein Streitpunkt. Etwas „Bodenständigeres" habe sie sich nie für die beiden gewünscht, betonte sie – wichtig sei ihr allein, dass die Söhne ein glückliches Leben führten, ganz gleich, welchen Weg sie wählten. Ratschläge gebe sie gern, doch die Entscheidungen träfen die längst erwachsenen Männer selbst.

Dass die beiden Brüder überhaupt so im Fokus stehen, hat natürlich auch mit dem übergroßen Namen ihres Vaters zu tun. Boris Becker, der 1985 als 17-Jähriger sensationell Wimbledon gewann, ist bis heute einer der bekanntesten Sportler, die Deutschland je hervorgebracht hat. Seine Kinder wuchsen also nicht nur zwischen Kulturen, sondern auch im grellen Dauerlicht der Öffentlichkeit auf – eine doppelte Herausforderung.

Boris Becker und Lilly Becker während der Eröffnung von Roomers & IZAKAYA am 12. Oktober 2017 in München. (Foto von Gisela Schober) I Quelle: Getty Images für Roomers München

Boris Becker und Lilly Becker während der Eröffnung von Roomers & IZAKAYA am 12. Oktober 2017 in München. (Foto von Gisela Schober) I Quelle: Getty Images für Roomers München

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Auch Barbara Becker ist längst weit mehr als „die Ex von". Sie hat sich als Designerin, Unternehmerin und Model einen eigenen Namen gemacht, entwarf Kollektionen und stand noch mit über 50 Jahren für große Kampagnen vor der Kamera. Was eine starke Frau ausmache, beschrieb sie einmal so: Sie lebe in Balance, respektiere sich selbst, kenne ihre Stärken – und habe zugleich keine Angst, sich Schwächen einzugestehen und um Hilfe zu bitten. Werte, die sie sichtbar auch ihren Söhnen mitgegeben hat.

Noah, der Ältere, gilt in der Kunstszene als ernstzunehmender Kreativer, der seine Werke ausstellt und zugleich als DJ auflegt. Er hat sich nie gescheut, auch unbequeme Themen anzusprechen. Elias wiederum verkörpert die Model-Seite der Familie: fotogen, stilbewusst und mit einem feinen Gespür für Mode und Inszenierung. Zwei Brüder, zwei Temperamente – und doch eint sie dasselbe multikulturelle Fundament.

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Boris Becker & Angela Ermakova: Anna, die stille Sensation

Kaum eine Familiengeschichte des deutschen Boulevards wurde so ausführlich erzählt wie die von Anna Ermakova. Die Tochter von Boris Becker und der aus Russland stammenden Angela Ermakova kam im Jahr 2000 in London zur Welt. Über die Umstände ihrer Entstehung ist in den Medien seinerzeit viel geschrieben worden – doch Anna selbst hat es geschafft, sich von dieser Vorgeschichte zu emanzipieren und eine eigene, beeindruckende Identität aufzubauen.

Mit deutschen und russischen Wurzeln, geboren und aufgewachsen in Großbritannien, ist Anna Ermakova eine echte Europäerin. Sie spricht mehrere Sprachen, bewegt sich mühelos zwischen London, Deutschland und der internationalen Modewelt und verkörpert damit auf ihre Weise das Lebensgefühl einer Generation, die sich nicht mehr auf eine einzige Nationalität festlegen lässt.

Anna Ermakova am 11. September 2015 in London, England. | Quelle: Getty Images

Anna Ermakova am 11. September 2015 in London, England. | Quelle: Getty Images

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Ihren großen öffentlichen Durchbruch feierte Anna 2023, als sie die RTL-Tanzshow „Let's Dance" gewann. Aus dem einst so scheuen Mädchen, das die Öffentlichkeit möglichst mied, war eine strahlende junge Frau geworden, die Millionen Zuschauer für sich einnahm. Seither ist sie als Model erfolgreich, hat für namhafte Marken gearbeitet und wagt sich zudem in die Musik vor.

Bemerkenswert an Annas Weg ist, wie souverän und zurückhaltend sie mit ihrer Prominenz umgeht. Statt Skandale zu produzieren, setzt sie auf Leistung, Eleganz und Disziplin. Damit hat sie sich – trotz des berühmten Vaters und einer von Schlagzeilen begleiteten Familiengeschichte – als eigenständige Persönlichkeit etabliert. Anna Ermakova zeigt, dass man seine Herkunft annehmen und daraus etwas ganz Eigenes formen kann.

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Dass sie sowohl das sportliche Erbe ihres Vaters als auch eine internationale Weltläufigkeit in sich trägt, macht sie zu einer besonders interessanten Figur unter den deutschen Promi-Kindern. Für viele junge Menschen mit ähnlicher, kulturell vielfältiger Herkunft ist sie damit auch ein Vorbild geworden.

Auch das Verhältnis zu ihrem Vater hat sich über die Jahre spürbar entwickelt. Wo früher Distanz herrschte, zeigen sich Vater und Tochter heute versöhnlich und stolz aufeinander – eine leise, aber berührende Entwicklung in einer Geschichte, die so lange von Schlagzeilen bestimmt war. Anna hat es geschafft, aus den schwierigen Startbedingungen ihres Lebens Selbstbewusstsein zu ziehen, statt daran zu zerbrechen.

Ihre Karriere baut sie dabei Schritt für Schritt und mit Bedacht aus. Als Model hat sie ein Gespür für elegante, klassische Auftritte bewiesen, und mit ihren ersten Schritten in der Musik lotet sie ein weiteres kreatives Feld aus. Anna Ermakova wirkt dabei nie getrieben, sondern eher wie jemand, der genau weiß, wohin die Reise gehen soll – und sich dafür Zeit nimmt. Gerade diese Ruhe unterscheidet sie von vielen anderen Kindern prominenter Eltern.

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Verona & Franjo Pooth: San Diego und Rocco zwischen drei Kulturen

Wenn es um multikulturelle Wurzeln geht, ist die Familie Pooth ein Paradebeispiel. Entertainerin Verona Pooth, geborene Feldbusch, kam 1968 im bolivianischen La Paz zur Welt und hat bolivianische Wurzeln. Ihr Ehemann, der Unternehmer Franjo Pooth, hat deutsch-kroatische Wurzeln. Ihre beiden Söhne, San Diego und Rocco Ernesto, vereinen damit gleich mehrere Herkünfte – deutsche, bolivianische und kroatische – in sich.

Verona und Franjo heirateten 2004, die kirchliche Trauung fand ein Jahr später im Wiener Stephansdom statt. Trotz des enormen Medieninteresses legten die beiden von Anfang an großen Wert darauf, ihre Söhne möglichst normal und bodenständig aufwachsen zu lassen. Immer wieder betonte Verona in Interviews, wie wichtig ihr eine geerdete Erziehung sei – bei allem Glamour, der die Familie umgibt.

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Der ältere Sohn San Diego, 2003 in Köln als San Diego Feldbusch geboren, hat den öffentlichen Auftritt eindeutig von seiner Mutter geerbt. Nach der Hochzeit seiner Eltern nahm er den Nachnamen Pooth an und stand schon als Kind gelegentlich mit seiner Mutter vor der Kamera. Heute ist er ein junger Mann mit vielen Talenten: Er arbeitet als Model und Influencer, studiert Business Management in Berlin und ist gemeinsam mit seinem Vater unternehmerisch aktiv, unter anderem mit einem eigenen Modelabel.

Einem breiten Publikum wurde San Diego zuletzt als Teilnehmer großer TV-Shows bekannt. 2025 tanzte er sich bei „Let's Dance" an die Spitze und gewann die beliebte RTL-Show – ein Erfolg, der ihn endgültig aus dem Schatten seiner berühmten Mutter treten ließ. Auch im gemeinsamen Podcast mit Verona gibt er charmante Einblicke in das Familienleben. Interessant: Bevor er sich dem Rampenlicht und der Selbstständigkeit zuwandte, verfolgte San Diego zeitweise ambitioniert eine Laufbahn als Golfspieler und trainierte dafür sogar in den USA.

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Ganz anders sein jüngerer Bruder Rocco Ernesto, der 2011 geboren wurde. Er ist noch ein Teenager und hält sich bewusst aus dem Rampenlicht heraus. Zwar nimmt Verona ihn hin und wieder mit zu Veranstaltungen, doch im Blitzlichtgewitter fühlt sich der Jüngste sichtlich weniger wohl als sein extrovertierter großer Bruder. Die Familie schützt seine Privatsphäre und lässt ihm den Raum, fernab des Medienrummels aufzuwachsen. San Diego und Rocco verbindet nach Aussage ihrer Eltern ein besonders enger Zusammenhalt – ein starkes Band zwischen zwei Brüdern, die dieselben vielfältigen Wurzeln teilen.

Verona Pooth selbst ist aus dem deutschen Fernsehen kaum wegzudenken. Einst als Model und Schönheitskönigin bekannt geworden, wurde sie zur Werbe-Ikone und Moderatorin, die mit ihrer schlagfertigen, unverwechselbaren Art ganze Sendergenerationen prägte. Diese Bühnenpräsenz scheint sie an San Diego weitergegeben zu haben, der sich vor Kameras ähnlich wohlfühlt wie seine Mutter.

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Bemerkenswert ist, wie früh und zugleich wie behutsam San Diego an die Öffentlichkeit herangeführt wurde. Schon als Jugendlicher stand er gemeinsam mit Verona in Fernsehshows vor der Kamera, doch die Eltern achteten stets darauf, dass Schule und ein normales Umfeld Vorrang hatten. Heute kombiniert er sein Studium mit unternehmerischen Projekten und Medienauftritten – vom gemeinsamen Podcast mit seiner Mutter bis zu Show-Formaten, in denen er sein Talent unter Beweis stellt. Er wirkt wie jemand, der die Aufmerksamkeit nutzt, ohne sich von ihr bestimmen zu lassen.

Dass die Familie ihre bolivianischen, kroatischen und deutschen Wurzeln bewusst pflegt, zeigt sich in ihrem starken Zusammenhalt. Gemeinsame Reisen und Familienrituale gehören für die Pooths fest dazu – und immer wieder betont Verona, wie sehr ihr das enge Band zwischen ihren beiden so unterschiedlichen Söhnen am Herzen liegt.

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Heidi Klum & Seal: Henry, Johan und Lou – Weltbürger von Geburt an

Zum Schluss die vielleicht bekannteste deutsch-internationale Patchwork- und Regenbogenfamilie überhaupt: die von Heidi Klum und Seal. Als sich das deutsche Supermodel und der britische Musiker 2005 das Jawort gaben, war das die Verbindung zweier Welten im wahrsten Sinne. Klum, geboren in Bergisch Gladbach, wurde zum international gefragtesten Model Deutschlands; Seal, in London geboren, ist der Sohn eines nigerianischen Vaters und einer brasilianischen Mutter.

Aus dieser Ehe gingen drei gemeinsame Kinder hervor: Henry, geboren 2005, Johan, geboren 2006, und Lou, geboren 2009. Hinzu kommt Tochter Leni, Heidis leibliche Tochter, die von Seal wie ein eigenes Kind angenommen und adoptiert wurde. Die Kinder vereinen ein außergewöhnlich reiches Erbe in sich – deutsche, britische, nigerianische und brasilianische Wurzeln. Weltbürger, von Geburt an.

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Wie sehr die Kinder inzwischen ihre eigenen Persönlichkeiten entwickelt haben, zeigt Heidi Klum immer wieder mit seltenen Familienfotos, die für großes Aufsehen sorgen. Denn die Söhne sind längst zu jungen Männern herangewachsen, die ihre Mutter zum Teil deutlich überragen. Bei einem gemeinsamen Auftritt bemerkten Fans staunend, wie groß Henry und Johan geworden sind – Bilder, auf denen die Supermodel-Mama zwischen ihren hochgewachsenen Söhnen fast zierlich wirkt.

Der Älteste der drei gemeinsamen Söhne, Henry Samuel, tritt bereits in die Fußstapfen seiner Eltern. Er hat sich der Modewelt zugewandt und gab sein Laufsteg-Debüt auf der internationalen Bühne. Von seinen berühmten Eltern hat er sich dabei durchaus inspirieren lassen. Im Gespräch verriet er einmal, welchen Rat sie ihm mit auf den Weg gaben: Er solle das tragen, worin er sich gut und stark fühle – „whatever makes you feel good", wie er es sinngemäß wiedergab. Kein Wunder, dass Beobachter bei seinen Auftritten sofort Parallelen zu seinem Vater zogen: Die Ähnlichkeit zwischen Henry und Seal ist frappierend.

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Auch Johan, der mittlere Sohn, wagt vorsichtige Schritte in Richtung Öffentlichkeit, geht seinen Weg dabei aber in seinem eigenen Tempo. Die Familie ist über verschiedene Länder und Kontinente verteilt, was gemeinsame Treffen manchmal zur logistischen Herausforderung macht. Dennoch legen Heidi und Seal, die längst getrennt sind, aber als Eltern respektvoll miteinander umgehen, großen Wert auf den Zusammenhalt.

Die jüngste im Bunde, Tochter Lou, geht noch zur Schule und wächst weitgehend geschützt vor der großen Öffentlichkeit auf. Ihre Eltern achten darauf, ihr trotz des berühmten Namens eine möglichst normale Kindheit und Jugend zu ermöglichen. Wenn Heidi Klum überhaupt Einblicke gewährt, dann meist in Form liebevoller Familienmomente – ein Grillabend, ein Urlaubsschnappschuss, ein stolzer Gruß zum Schulabschluss eines der Kinder.

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Was die Familie von Heidi Klum und Seal so besonders macht, ist die Selbstverständlichkeit, mit der hier verschiedene Kulturen, Hautfarben und Herkünfte zusammenkommen. Die Kinder sind in einem Umfeld aufgewachsen, in dem Vielfalt nicht die Ausnahme, sondern der Normalfall ist – und genau das gibt ihnen ein starkes Fundament für ihren eigenen Weg in einer globalisierten Welt.

Man muss die Karrieren der Eltern kennen, um zu verstehen, in welches Umfeld diese Kinder hineingeboren wurden. Heidi Klum ist nicht nur ein weltweit gefragtes Model gewesen, das über Jahre als Victoria's-Secret-Engel über die Laufstege schwebte – sie ist mit Formaten wie „Germany's Next Topmodel" auch zu einer der einflussreichsten Fernsehfiguren des Landes geworden. Seal wiederum füllte mit Welthits wie „Kiss from a Rose" Stadien und gewann zahlreiche Musikpreise. Zwei Ausnahmekarrieren, die den Kindern ein außergewöhnlich kreatives Elternhaus bescherten.

Kayla Betulius, Henry Samuel, Tom Kaulitz, Heidi Klum, Erna Klum, Bill Kaulitz und Johan Samuel auf dem roten Teppich für "Heidifest By Heidi Klum" im Hofbräuhaus München am 18. September 2025 in München, Deutschland. | Quelle: Getty Images

Kayla Betulius, Henry Samuel, Tom Kaulitz, Heidi Klum, Erna Klum, Bill Kaulitz und Johan Samuel auf dem roten Teppich für "Heidifest By Heidi Klum" im Hofbräuhaus München am 18. September 2025 in München, Deutschland. | Quelle: Getty Images

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Kein Wunder also, dass auch die älteste Tochter Leni früh den Weg ins Modelgeschäft fand und heute selbst international arbeitet – oft an der Seite ihrer Mutter, mit der sie schon gemeinsame Kampagnen und Magazin-Cover gestaltet hat. Für die jüngeren Geschwister ist sie damit eine Art Wegbereiterin, die zeigt, wie man den berühmten Namen selbstbewusst für einen eigenen Start nutzen kann, ohne sich darauf auszuruhen.

Die Söhne wiederum sorgen immer wieder für Gesprächsstoff, wenn Heidi Klum seltene Einblicke gewährt. Zu Henrys 21. Geburtstag etwa wurde öffentlich, wie sehr die Familie zusammenhält und feiert; Johans Schulabschluss begleitete Heidi mit einer stolzen, emotionalen Botschaft an ihren Sohn. Es sind diese Momente, in denen deutlich wird, dass hinter der schillernden Fassade eine ganz normale Familie steckt, die sich über Erfolge freut und in wichtigen Augenblicken zusammenkommt – auch wenn ihre Mitglieder über den halben Globus verstreut leben.

Model Leni Klum stands in the courtyard of the Hofbräuhaus in front of her mother's "Heidifest". | Source: Getty Images Model Leni Klum steht im Hof des Hofbräuhauses vor dem "Heidifest" ihrer Mutter. | Quelle: © Getty Images

Model Leni Klum stands in the courtyard of the Hofbräuhaus in front of her mother's "Heidifest". | Source: Getty Images Model Leni Klum steht im Hof des Hofbräuhauses vor dem "Heidifest" ihrer Mutter. | Quelle: © Getty Images

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Vielfalt als Stärke

So unterschiedlich die Geschichten der Beckers, Ermakovas, Pooths und der Familie Klum/Samuel auch sind – sie erzählen alle von derselben Wahrheit: Herkunft ist kein Entweder-oder, sondern oft ein reiches Sowohl-als-auch. Diese Promi-Kinder tragen die Geschichten mehrerer Länder in sich und machen daraus etwas ganz Eigenes.

Auffällig ist, wie selbstbewusst die junge Generation mit ihrem multikulturellen Erbe umgeht. Wo früher vielleicht die Frage „Wo kommst du eigentlich her?" im Raum stand, steht heute das selbstverständliche Nebeneinander verschiedener Wurzeln. Noah Becker spricht offen über Identität und Rassismus, Anna Ermakova verkörpert eine europäische Weltläufigkeit, San Diego Pooth verbindet deutsche, bolivianische und kroatische Einflüsse, und die Kinder von Heidi Klum und Seal wachsen mit einem Erbe von gleich vier Nationen auf.

Leni Klum, Kayla Betulius, Henry Samuel, Tom Kaulitz, Heidi Klum, Erna Klum, Bill Kaulitz, Johan Samuel und Lou Klum auf dem roten Teppich für "Heidifest By Heidi Klum" im Hofbräuhaus München am 18. September 2025 in München, Deutschland. | Quelle: Getty Images

Leni Klum, Kayla Betulius, Henry Samuel, Tom Kaulitz, Heidi Klum, Erna Klum, Bill Kaulitz, Johan Samuel und Lou Klum auf dem roten Teppich für "Heidifest By Heidi Klum" im Hofbräuhaus München am 18. September 2025 in München, Deutschland. | Quelle: Getty Images

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Für ihre berühmten Eltern war und ist die Erziehung dieser Kinder auch eine Aufgabe zwischen den Welten: Wie vermittelt man mehrere kulturelle Identitäten, ohne dass eine die andere verdrängt? Die Antwort, die viele dieser Familien gefunden haben, klingt einfach und ist doch anspruchsvoll: den Kindern beide – oder alle – Wurzeln als Geschenk mitzugeben und sie zugleich frei ihren eigenen Weg wählen zu lassen.

Natürlich ist das Leben zwischen den Kulturen nicht immer nur ein Geschenk. Kinder prominenter Eltern mit sichtbar internationaler Herkunft berichten immer wieder auch von Vorurteilen, von neugierigen Blicken und der ständigen Frage nach dem "Woher". Dass viele von ihnen heute so selbstbewusst zu ihren Wurzeln stehen, ist deshalb keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis einer Erziehung, die Offenheit und Stolz auf die eigene Geschichte vermittelt hat. Ihre Eltern haben ihnen vorgelebt, dass man nicht zwischen zwei Stühlen sitzt, sondern auf einem breiten Fundament steht.

Am Ende zeigen diese Familiengeschichten vor allem eines: Vielfalt ist keine Belastung, sondern eine Stärke. Und die Kinder deutscher Stars mit Wurzeln in aller Welt sind der lebende Beweis dafür, dass aus der Begegnung verschiedener Kulturen etwas Schönes, Kreatives und zutiefst Menschliches entstehen kann.

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