
Die legendäre Musikerin Dolly Parton stirbt im Alter von 80 Jahren – ihr Interview nur vier Tage vor ihrem Tod

Sie war die unangefochtene Königin der Country-Musik, eine Ikone, die über sieben Jahrzehnte Millionen Menschen berührte. Nun ist Dolly Parton gestorben – und ausgerechnet ein Interview nur wenige Tage vor ihrem Tod lässt ihre Worte heute in einem ganz neuen Licht erscheinen.
Die Musikwelt trauert um eine ihrer größten Legenden. Dolly Parton ist tot. Die gefeierte Country-Sängerin starb am Dienstag, dem 25. August 2026, in Nashville. Sie wurde 80 Jahre alt.

Dolly Parton tritt im Rahmen eines Kamingesprächs und einer Pressekonferenz zu „Dolly: An Original Musical“ am 28. Januar 2025 im Fisher Center for the Performing Arts in Nashville, Tennessee, auf. | Quelle: Getty Images
Bestätigt wurde ihr Tod in einer Erklärung ihrer Familie. Verkündet wurde die traurige Nachricht von ihrem Neffen Bryan Seaver in einem Video, das auf Partons Instagram-Kanal veröffentlicht wurde.
Die Sängerin sei friedlich eingeschlafen, hieß es in dem Statement.
„Ein Leben voller Strass, das hell genug strahlte, dass die ganze Welt es sehen konnte", so die bewegende Würdigung ihrer Familie. Dolly Parton werde für immer eine Inspiration bleiben – nicht nur durch ihre zeitlose Musik, sondern auch durch ihren Witz, ihre Wärme und ihre Güte.
Für ihre Fans auf der ganzen Welt bricht mit ihrem Tod eine Ära zusammen. Doch was war die Ursache für den Tod der Ausnahmekünstlerin?
Wie ihr Publizist Marcel Pariseau der Nachrichtenagentur AP bestätigte, starb Dolly Parton nach einem kurzen Kampf gegen den Krebs. Sie sei im Vanderbilt-Ingram Cancer Center in Nashville im Kreise ihrer Liebsten gestorben.
Zuvor war die Sängerin Berichten zufolge bereits am Freitag mit gesundheitlichen Problemen in die Klinik eingeliefert worden. Dabei hatten viele Fans lange gehofft, dass es nicht so weit kommen würde.
Denn Parton hatte in den vergangenen Monaten immer wieder offen über ihre gesundheitlichen Herausforderungen gesprochen. Besonders nach dem Tod ihres Mannes Carl Dean im März 2025 hatte sie mit ihrer Gesundheit zu kämpfen.
Umso bewegender erscheinen heute ihre eigenen Worte aus einem Interview, das sie nur vier Tage vor ihrem Tod gab. Gegenüber dem Magazin „People" sprach die Sängerin offen über ihren Zustand. Dabei machte sie deutlich, dass sie ihre eigene Gesundheit lange hintangestellt hatte. Sie sagte:
„Ich habe mit einigen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, auf die ich einfach nicht geachtet habe, als ich mich um Carl kümmerte."
Dennoch gab sie sich kämpferisch und ließ ihren typischen Humor aufblitzen.
„Es ist ja nicht so, als hätte ich nicht schon schwere Zeiten mit meiner Gesundheit durchgemacht", sagte sie. „Aber ich glaube, weil wir in einer Welt rund um die Uhr mit sozialen Medien leben, wird alles auf eine Weise vergrößert, wie es früher nicht der Fall war. Früher habe ich gescherzt, dass ich die Königin der Boulevardpresse bin, aber jetzt kann ich wohl sagen, dass ich die Königin der Social-Media-KI bin! Aber im Ernst, auch wenn ich noch am Heilen bin, arbeite ich immer noch."
Auch ihren Fans hatte sie zuletzt eine beruhigende Botschaft übermittelt:
„Ich habe euch schon einmal gesagt, all meinen Fans, dass ich ein paar kleine gesundheitliche Probleme hatte und mir manchmal ein bisschen schwindelig wird und ich dehydriert bin. Und ich bin dehydriert", erklärte sie.
Mit einem Augenzwinkern schilderte sie zudem, warum sie einen geplanten Auftritt absagen musste.
„Mein Arzt in Nashville hat mir sozusagen die Flügel gestutzt und gesagt: ‚Du reist diese Woche nicht.' Also, wenn dein Arzt dir sagt: ‚Du reist diese Woche nicht', dann reist du diese Woche eben nicht", so Parton.
Trotz ihrer Krankheit hatte die Sängerin noch große Pläne für die Zukunft.
Erst kürzlich hatte sie sich über ein Projekt gefreut, das ihr besonders am Herzen lag: die weltweit größte Ausstellung, die ihr Leben feiert.
„Das ist ein Traum, den ich seit über 40 Jahren habe, seit ich die Zeile über den ‚Becher voller Ehrgeiz' in meinem Song ‚9 to 5' geschrieben habe", sagte Parton. „Aber, wisst ihr, manche Träume brauchen länger, um wahr zu werden, als andere."
Es sind Worte, die heute umso mehr berühren.
Dolly Parton hinterlässt ein musikalisches Erbe, das seinesgleichen sucht. Über sieben Jahrzehnte prägte sie die Country-Musik und wurde weit darüber hinaus zu einer der beliebtesten und großzügigsten Persönlichkeiten Amerikas.
Sie stieg aus einfachsten Verhältnissen in den Bergen von Tennessee zur „Queen of Country" auf. Neben ihrer Musik war sie auch als Schauspielerin und für ihr enormes soziales Engagement bekannt.
Nun endet ihr außergewöhnliches Leben nach einem tapfer geführten, kurzen Kampf gegen den Krebs.
Was bleibt, sind ihre unvergesslichen Lieder, ihre Wärme und ihr Humor – und die Erinnerung an eine Frau, die bis zuletzt weiterarbeitete und ihren Fans Mut zusprach.
Die Familie kündigte an, dass eine kleine, private Trauerfeier im engsten Kreis stattfinden werde. Millionen Menschen weltweit nehmen unterdessen in Gedanken Abschied von einer wahren Legende.
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