logo
Shutterstock
Quelle: Shutterstock

Frau beherbergt schwangeres Mädchen, deren Freund sie rauswarf und findet heraus, dass sie ihre Schwester ist – Story des Tages

Frida Kastner
11. Juni 2022
11:40
Teile diesen Artikel
FacebookFacebookTwitterTwitterLinkedInLinkedInEmailEmail

Christina saß an der Bushaltestelle, nachdem ihr Freund sie rausgeworfen hatte. Plötzlich hielt ein Wagen an und eine Frau bot ihre Hilfe an. Aus Mangel an Alternativen nahm Christina an und stieg ein. Doch sie ahnte nicht, was geschehen würde, als sie das Haus der Frau betrat.

Werbung

Es war eine kalte Nacht und Christina weinte bitterlich an einer Bushaltestelle. Sie hatte bloß ein paar Taschen und einige hundert Euro bei sich. Ihr Freund Rick hatte sie rausgeworfen, nachdem sie vom Krankenhaus heimgekehrt waren.

Sie waren seit zwei Jahren ein Paar und lebten zusammen. Doch Rick hielt nichts von der Ehe und wollte auf keinen Fall Kinder. Dennoch hatte Christina festgestellt, dass sie schwanger war – und bereits im dritten Monat. Seit sie es ihm gesagt hatte, behandelte Rick sie anders. Sie hoffte damals, dass er seine Meinung zur Schwangerschaft noch ändern würde.

Sie arbeitete als Kellnerin und kam gerade so über die Runden. | Quelle: Unsplash

Werbung

Einige Monate später hatte sie unerwartete Blutungen bekommen und war vorsichtshalber im Krankenhaus gewesen. Als sie heimkehrte, saß Rick auf der Couch und eine Tasche mit ihren Klamotten stand an der Tür.

“Was ist los?“, fragte sie besorgt.

Rick stand auf und verschränkte einschüchternd die Arme. “Du verschwindest. Ich werde das nicht diskutieren. Ich ziehe dieses Kind nicht auf. Tschüss.“ Dann ging er davon. Christinas Mund stand offen. Sie konnte nirgendwo hin, aber sie würde ihn nicht anflehen.

Rick liebte sie nicht so sehr, wie sie gedacht hatte, also schnappte sie sich die Tasche und verließ das Haus. Sie überprüfte ihre Geldbörse und ihre online Banking App. Sie hatte nicht viel Geld, also war Uber keine Option. Sie ging zur Bushaltestelle, obwohl sie keine Ahnung hatte, wo sie hin sollte.

Werbung

Leider fing es auch noch an zu schneien und es war bitterkalt. Zum Glück trug sie einen dicken Pulli. Aus irgendeinem Grund kam jedoch kein Bus und da fing sie an zu weinen. Sie stand wieder ganz am Anfang.

Christina hatte keine Famile. Sie war im Waisenhaus aufgewachsen und niemand hatte sie adoptiert. Mit 18 hatte man sie rausgeworfen und lange war sie allein gewesen. Sie hatte in verschiedenen Restaurants in zwielichtigen Vierteln gekellnert und mit vielen WG-Mitgliedern in einer kleinen Wohnung gelebt, bis Rick aufgetaucht war. Er hatte eine wohlhabende Familie und sie verstanden sich sofort.

Eine Frau mit freundlichen Augen blickte aus ihrem Wagen. | Quelle: Pexels

Werbung

Als er ihre Wohnung sah, lud er sie ein, zu sich zu ziehen und so war es jahrelang gewesen. Nun war sie wieder allein und hoffnungslos. Christina dachte daran, ihre ehemaligen WGler anzurufen, doch der Akku ihres Handys war leer.

“Argh!“, rief sie verzweifelt und warf das Telefon beinahe weg. Plötzlich hielt ein Wagen vor ihr. Die Frau auf dem Fahrersitz rollte das Fenster herunter und Christina sah sogleich ihre freundlichen Augen und ein bekanntes Gesicht. Sie konnte nicht älter als 35 sein, aber Christina war nicht sicher, ob sie sie schon einmal gesehen hatte.

“Brauchst du eine Mitfahrgelegenheit?“, fragte die Frau.

Werbung

“Nein, ähm… ich warte auf den Bus“, stammelte Christina.

“Ich glaube nicht, dass da be idem Wetter was kommt. Es soll ein Schneesturm kommen. Bist du sicher, dass ich dich nicht irgendwo absetzen kann?“

“Tja, ich kann nirgendwo wirklich hin. Ich versuche, das zu klären, aber mein Handyakku ist leer“, erwiderte sie und lachte humorlos.

Die Frau runzelte die Stirn und sah sie intensiv an. “Okay, normalerweise tue ich sowas nicht. Aber warum kommst du nicht mit zu mir?“

Christina trank fröhlich von ihrer heißen Schokolade. | Quelle: Pexels

Werbung

“Oh, nein. Das könnte ich nicht.“

“Komm schon. Ich kann keine Frau hier draußen allein lassen. Ich schwöre, ich bin ein guter Mensch“, beharrte die Frau und lächelte.

Christina hatte keine Wahl. Diese Frau war ihre eigene Option und sie beschloss, das Angebot anzunehmen. “Tausend Dank. Niemand sonst hätte einfach so eine Fremde zu sich eingeladen“, kommentierte Christina, während sie ins Auto stieg.

“Keine Ursache. Ich bin übrigens Camila. Schön, dich kennenzulernen.“

“Oh, ich bin Christina“, antwortete sie und lachte peinlich berührt. Camila sah sie kurz seltsam an, dann wandte sie sich wieder der Straße zu.

Werbung

Sie plauderten, bis sie das hübsche Haus unweit der Haltestelle erreichten und Camila bat sie herein. Es war warm, einladend und roch nach Zimt.

Christina erkannte, dass es Camila war. | Quelle: Pexels

Werbung

Camila zeigte ihr, wo sie schlafen konnte und Christina machte es sich bequem. Sie lud ihr Telefon und ging in die Küche, wo Camila ihnen heiße Schokolade machte und am Telefon spielte. Als sie Christina sah, reichte sie ihr eine Tasse mit Kakao und Marshmallows.

“Danke nochmal. Das ist so nett von dir“, wiederholte Christina. Camila lächelte, sie setzten sich und quatschten weiter, obwohl Camila nebenbei versuchte, jemanden anzurufen. Die Person nahm nicht ab.

“Tut mir leid, ich bin etwas abgelenkt. Ich versuche diese Nummer anzurufen und es klappt einfach nicht“, entschuldigte Camila sich, als Christina fragte, was sie tat.

Werbung

“Oh, na ja. Du kannst es weiter versuchen. Ich sollte auch mein Handy anschalten und ein paar Sachen überprüfen“, sagte Christina, stand auf und ging ins Gästezimmer. Auf ihrem Telefon sah sie mehre verpasste Anrufe einer unbekannten Nummer, dachte sich jedoch nichts dabei.

Plötzlich klingelte ihr Handy jedoch. Es war dieselbe Nummer. Sie nahm ab. “Hallo?“

Camila konnte es nicht glauben, war aber sehr glücklich. | Quelle: Pexels

Werbung

“Hallo?“, sagte jemand, aber es gab ein seltsames Echo. “Hallo, ist da wer?“

Christina zog die Brauen hoch und nahm das Telefon vom Ohr. Dann hörte sie Camilas Stimme aus der Küche. Sie hob das Handy wieder und murmelte: “Camila?“

Einen Moment herrschte Stille. “Woher kennen Sie meinen Namen?“

Christina zog das Ladekabel heraus und ging ins Wohnzimmer, wo Camila ebenfalls am Handy saß. “Hallo? Hallo?“

“Camila, ich bin es“, sagte Christina. Camila sah auf und ihr Mund stand offen. Christina war verwirrt, aber ehe sie etwas fragen konnte, fing Camila an zu weinen, eilte herbei und gab ihr die größte Umarmung der Welt.

Werbung

“Du bist es! Oh mein Gott! Ich fasse es nicht!“, rief sie, und wiegte sich hin und her.

Christina erwiderte die Umarmung, auch wenn es ihre Verwirrung nicht minderte. “Was ist los? Hast du mich absichtlich aufgegabelt? Wie kennst du mich?“

Christina zog bei Camila ein. | Quelle: Pexels

Werbung

Camila ließ los, das Gesicht voller Freudentränen. Sie begann, zu erklären: “Oh nein. Das war Zufall. Wir haben uns noch nie getroffen. Hätten wir aber vor langer Zeit tun sollen. Ich kenne deine Nummer nur, weil meine Privatdetektivin sie entdeckt hat. Aber sie gab mir nur die Nummer und deinen Namen.“

“Ich verstehen nicht. Detektivin?“

“Christina, du bist meine Schwester“, enthüllte Camila zu Christinas Schock, “unsere Eltern hatten dich abgegeben, weil sie sich kein weiteres Kind leisten konnten, aber ich wusste bis vor ein paar Monaten nichts von dir. Unsere Oma hat es mir erzählt. Ich beschloss, jemanden anzuheuern, um dich zu finden.“

Werbung

“Das ist unmöglich.“

“Was unmöglich ist, ist dass wir uns zufällig treffen. Ich fand es seltsam, dass du den Namen hattest, den die Detektivin mir genannt hatte, aber ich dachte nicht, dass du es bist! Das ist Schicksal!“, rief Camila und wischte sich lächelnd die Tränen fort.

“Ich kann das nicht glauben. Ich hatte nie eine Familie“, murmelte Christina.

“Das tut mir leid. Ich denke, unsere Eltern hofften, du würdest von einer tollen Familie adoptiert werden. Zumindest möchte ich das glauben. Sie starben vor zwei Jahren. Ich glaube, meine Oma sah, wie einsam ich mich fühlte und erzählte mir von dir“, erklärte Camila und führte Christina zum Sofa, damit sie reden konnten.

Werbung

Christina bekam das Kind und Camila enthüllte etwas. | Quelle: Pexels

Das taten sie bis tief in die Nacht und schließlich glaubte Christina ihrer Schwester. Camila sagte, sie könne so lange bleiben, wie sie wolle. Doch es Zeit, die Wahrheit zu enthüllen, dass Christina nicht allein war. Sie erzählte ihrer großen Schwester alles über Rick und die Schwangerschaft.

Werbung

“Oh mein Gott! Wie ist mir das nicht aufgefallen?!“, rief Camila.

“Na ja, es ist ein weiter Pulli. Aber ich bin auch noch nicht sehr dick.“

“Ach, das passt schon für fünf Monate. Es ist in Ordnung, du wirst schon noch früh genug riesig.“

“Mag sein. Aber ich kann hier nicht einziehen und mit einem Neugeborenen deinen Alltag unterbrechen. Ich muss mich nur orientieren und einen Plan schmieden“, fuhr Christina tief in Gedanken fort.

“Nein! Du bleibst bei mir. Das ist meine Nichte oder mein Neffe! Ich werde das nicht verpassen! Ich habe es schon verpasst, ohne Schwester aufzuwachsen. Ich bin für dich da“, beharrte Camila.

Werbung

Also zog Christina bei ihrer Schwester ein und vier Monate später bekam sie ihr Baby. Sie waren beide lange im Krankenhaus. Camila ging für ein paar Stunden und versprach, bald zurück zu sein. Sie kam gerade pünktlich für die Geburt und die Schwestern sahen die kleine Tanja voller Staunen an.

“Ich muss dir was sagen“, gestand Camila schelmisch, als die Pflegerinnen das Baby für eine Weile mitnahmen. “Ich habe Rick gefunden. Er wartet draußen. Ich habe ihn überzeugt, zu kommen und, wenn du einverstanden bist, machen wir einen DNA-Test.“

“Was? Was soll das heißen, DNA-Test?“, fragte Christina überrascht.

“Nun ja, ich bin los, um ihn anzuschreien, er solle zur Geburt seines Kindes kommen. Dann gestand er, dass es nicht sein Kind sein könne, weil er vor Jahren sterilisiert worden war, ehe ihr euch kennengelernt hattet. Wusstest du das?“

Werbung

Christina blieb bei Camila, die die beste Tante war. | Quelle: Pexels

“Nein. Oh Mann… er denkt, ich hätte ihn betrogen. Aber ich schwöre, ich war jahrelang mit keinem anderen Mann zusammen.“

Werbung

“Ich habe ihm erklärt, dass Sterilisationen manchmal fehlschlagen und nach ein paar Beleidigungen meinerseits beschloss er, zu kommen. Würdest du einen DNA-Test machen?“, fragte Camila. “Du müsstest eh einen machen, um Unterhalt zu fordern.“

“Ja. Ich meine.. wow. Ja. Los geht’s.“

Sie arrangierten alles und wenige Tage später bestätigte der Test, dass Tania Ricks Kind war. Er entschuldigte sich vielmals und wollte wieder mit Christina zusammenkommen. Doch er war in einer so verwundbaren Phase so grausam zu ihr gewesen, dass sie nichts weiter von ihm wollte, außer, dass er sich um Tania kümmerte.

Christina blieb bei Camila, die die beste Tante der Welt war.

Werbung

Was können wir von dieser Geschichte lernen?

  • Keine OP ist eine Garantie, auch Sterilisierungen nicht. Lerne mehr über die Prozedur und konsultiere Mediziner*innen, ehe du sie durchführen lässt, damit du die Pros und Cons und Risiken kennst.
  • Manche Zufälle geschehen aus einem bestimmten Grund. Camila nahm Christina mit und ahnte nicht, dass sie Schwestern waren. Es war ein Riesenzufall, sodass sie bald glaubten, es sei Schicksal.

Teile diese Geschichte mit deinen Freund*innen. Vielleicht inspiriert sie Menschen dazu, ihre eigenen Stories zu teilen oder anderen zu helfen.

Wenn dir diese Geschichte gefallen hat, magst du vielleicht auch diese über eine Frau, die ihrem Mann in die Garage folgt und dort eine geheime Tür entdeckt.

Dieser Bericht wurde von einer Geschichte unserer Leser inspiriert und von einem professionellen Autor geschrieben. Jegliche Ähnlichkeit mit tatsächlichen Namen und Orten ist reiner Zufall. Alle Bilder dienen ausschließlich dem Zwecke der Illustration. Erzähl uns deine Geschichte; vielleicht wird sie das Leben eines anderen Menschen verändern. Wenn du deine Geschichte mit uns teilen möchtest, schicke sie bitte an info@amomama.com.

Werbung