Inspirierende Stories

21. November 2021

Frau erkennt alten Anhänger des Polizisten, der sie vor dem Ertrinken rettete – Story des Tages

Teile diesen Artikel
FacebookTwitterLinkedInEmail
Wird geladen...

Werbung

Oscar wollte immer Polizist werden und eines Tages rettete er eine ältere Frau vor dem Ertrinken. Von der Trage aus sah sie ihn an und ihre Augen blitzten auf, als sie den Anhänger an seinem Hals sah. Dann erklärten seine Eltern ihm die Wahrheit über sie.

"Ich gehe mir ein Eis holen", sagte Oscars Vater Norbert während eines Ausflugs an den See. Seine Mutter Dora beschloss, ihn zu begleiten, während er selbst auf den See starrte und nachdachte. Seine Eltern liebten ihn sehr und er war dankbar dafür. Kürzlich hatte er die Polizeischule abgeschlossen.

Er hatte sein Leben lang davon geträumt, Polizist zu werden und dank ihrer Unterstützung hatte er es geschafft. Doch Oscar dachte auch an den silbernen Anhänger, den er um den Hals trug. Als Kind hatten sie ihm den geschenkt und er trug ihn immer. Sie sagten, es sei ungeheuer wichtig, dass er ihn nicht abnehme, doch niemand in der Familie verstand, warum.

Wird geladen...
Wird geladen...

Werbung

Immer, wenn er fragte, sagte seine Mutter, das würde er eines Tages verstehen. Warum kann sie es mir nicht einfach sagen?, fragte er sich. Der Anblick der spielenden Kinder am Wasser zerstoben seine Gedanken.

Wird geladen...

Werbung

Es war ein wunderbarer Sommertag und viele junge Familien waren am See. Doch plötzlich hörte er einen Hilferuf. Die Menschen blickten aufs Wasser und deuteten hektisch auf etwas.

Oscar bemerkte eine Frau, die offenbar aus ihrem Kayak gefallen war und mit den Armen ruderte. Er handelte sofort, lief zum Ufer, griff ein leeres Boot und paddelte zu ihr. Die Frau war bereits unter Wasser, offenbar erschöpft, also musste er nach ihr tauchen.

Zum Glück atmete sie, als er sie zur Oberfläche zog und Oscar hievte sie ins Boot. Seine Eltern waren zurück und warteten an Land. "Oscar! Du hast die Frau gerettet! Geht es ihr gut? Norbert, ruf 110!", sagte Dora hektisch.

Wird geladen...

Werbung

"Habe ich schon, Schatz. Alles wird – ", fing Norbert an, hielt jedoch inne, als er die Frau sah. Sie war nass und außer Atem, doch er erkannte sie sofort. l Dora hatte noch nicht begriffen, wen sie vor sich hatten.

Wird geladen...

Werbung

"Papa, was ist los?", fragte Oscar, als er das Zögern und den seltsamen Blick seines Vaters sah, den er der fast ertrunkenen Frau zuwarf. Ehe Norbert antworten konnte, trafen die Sanitäter*innen ein. Sie baten die Frau, sich auf die Trage zu legen und nahmen sie mit. Oscar holte sie ein, seine Eltern folgten mit etwas Abstand.

"Können Sie uns Ihren Namen und Ihr Alter nennen?", fragte eine Sanitäterin.

"Ich heiße Margarete Müller. Ich bin 40 Jahre alt", erwiderte die Frau schwach. Dann blickte sie zu Oscar. "Junger Mann, ich danke Ihnen von Herzen, dass Sie mich gerettet haben."

Wird geladen...

Werbung

"Gern Geschehen, Frau Müller. Ich bin Polizist, Menschen zu helfen ist mein Job", antwortete Oscar, neigte sich zu der Frau und lächelte.

"Das ist ein toller Beruf…" fuhr die Frau fort. Als sie jedoch die Kette mit seinem Anhänger entdeckte, schreckten ihre Brauen hoch. "Oh mein Gott," wisperte sie.

"Was ist los? Geht es Ihnen gut?", fragte Oscar, besorgt über ihren Gesichtsausdruck.

"Bitte gehen Sie aus dem Weg, wir müssen die Dame in den Rettungswagen heben", unterbrach die Sanitäterin. Oscar bemerkte, dass sie schon am Parkplatz waren.

"Ich komme mit Ihnen", sagte Oscar und setzte sich zu der Frau. Er schaute zurück zu seinen Eltern, die soeben zu ihnen aufgeschlossen hatten und bat sie, ihn am Krankenhaus zu treffen. Sie sahen dem roten Wagen nach, ehe sie in ihr eigenes Auto schließen.

Wird geladen...

Werbung

Norbert war sichtlich nervös, als sie zum Krankenhaus fuhren. "Liebling, kannst du etwas langsamer fahren? Ich will auf dem Weg ins Krankenhaus keinen Unfall haben", sagte Dora mit einem Versuch von Humor. Doch Norbert lachte nicht.

Wird geladen...

Werbung

"Tut mir leid. Ich fahre langsamer."

"Was ist denn los? Seit dem Vorfall bist du komisch. Machst du dir Sorgen um Oscar? Der war heute der Held.. tatsächlich wäre es mir lieber, wenn er Rettungsschwimmer geworden wäre, aber das war schließlich seine Entscheidung", grübelte Dora.

"Darum geht’s nicht", begann Norbert und seufzte, "du hast die Frau nicht angesehen, die Oscar gerettet hat, oder?"

"Was? Doch, ich habe sie angesehen."

"Und erkannt hast du sie nicht?"

"Wieso, kennen wir sie? Wer ist sie? Ich glaube, sie hat den Sanitätern ihren Namen gesagt, aber ich konnte es nicht hören", sagte Dora.

Wird geladen...

Werbung

"Sie ist es, Dora. Margarete Müller. Ich fasse es nicht, dass du es nicht bemerkt hast", sagte Norbert entnervt.

Wird geladen...

Werbung

"Margarete Müller? We… oh! Ich glaub’s nicht! Bist du sicher?"

"Ich würde sie überall erkennen. Unfassbar, dass Oscar ihr Retter war. Als sei es vorherbestimmt gewesen", murmelte Norbert.

"Oh Mann. Vielleicht war es ihm deshalb so wichtig, sicherzustellen, dass es ihr gut geht. Oscar hatte schon immer eine starke Intuition. Er könnte es begreifen, ehe wir eine Chance haben, es ihm zu erklären."

"Oscar trägt den Anhänger. Wenn sie den sieht, weiß sie Bescheid. Wir hätten es ihm vor Jahren sagen sollen. Aber wir haben es immer aufgeschoben"

"Du hast Recht. Wir hätten ihm die Wahrheit sagen sollen. Das machen wir später im Krankenhaus", beschloss Dora.

Wird geladen...

Werbung

Im Krankenhaus ergaben Untersuchungen, dass Margarete sich nur etwas ausruhen musste und am selben Tag entlassen werden könnte. Oscar saß an ihrem Bett und sah ihr beim Schlafen zu. Warum hat sie meine Kette so seltsam angestarrt?, fragte er sich.

Wird geladen...

Werbung

Als sie die Augen aufschlug, lächelte sie träge. "Du siehst wie mein Opa aus", krächzte Margarete.

"Was?"

"Du heißt Oscar?", fragte sie, statt zu antworten.

"Ja."

"Und diesen Anhänger trägst du schon immer? Er ist über 100 Jahre alt. Meine Oma gab ihn mir", verriet die ältere Frau.

"Warum habe ich ihn dann?", fragte Oscar, doch er hatte beinahe Angst vor der Antwort.

"Oh, Kleiner, das must du deine Eltern fragen", sagte Margarete nur.

Wird geladen...

Werbung

Da betraten Norbert und Dora das Zimmer. Sie hatten einen Blumenstrauß dabei. Dora stellte sie an Margaretes Bett und schaute die Frau an.

Wird geladen...

Werbung

"Es ist 23 Jahre her, Margarete", sagte Dora und nahm Margaretes Hand.

"Ich kann nicht glauben, dass es schon so lang her ist. Ihr habt es ihm nie gesagt?"

"Wir haben e simmer aufgeschoben. Jetzt hat das Schicksal uns das abgenommen", meldete sich Norbert zu Wort.

"Was ist hier eigentlich los? Ihr kennt euch?", fragte Oscar laut.

"Beruhige dich, Oscar. Wir müssen die einiges erzählen", sagte Dora und begann die Geschichte.

Vor etwa 23 Jahren...

Wird geladen...

Werbung

Dora und Norbert waren damals bereits 10 Jahre verheiratet gewesen. Sie hatten noch keine Kinder und wollten sich bald Fruchtbarkeitsbehandlungen zuwenden. Doch sie waren erst 33 und hatten Zeit. Dora machte sich keine Sorgen, doch Norbert wollte wirklich Vater werden.

Das wird schon noch, dachte Dora bei sich, als sie draußen die Pflanzen goss. Da sah sie eine junge Frau mit einem Baby im Arm, die auf dem Bürgersteig herumstolperte. "Hallo, Sie da, geht es Ihnen gut?", rief Dora. Plötzlich fiel die Frau in Ohnmacht. Dora eilte zu ihre. Dem Baby ging es zum Glück gut, doch die Frau reagierte nicht.

Wird geladen...

Werbung

"Norbert! Norbert! Komm raus, schnell!"

Ihr Mann eilte aus dem Haus. Er griff die Frau und trug sie ins Haus, Dora hielt das Baby. "Meine Güte, das Mädchen ist furchtbar dünn. Vielleicht ist sie deshalb ohnmächtig geworden", kommentierte Norbert, als er sie drinnen aufs Sofa legte.

"Mädchen? Sie ist Mutter!", entgegnete Dora.

"Schatz, schau sie an. Sie kann nicht älter als 16, 17 sein", erklärte ihr Mann. Dora betrachtete das Gesicht der Ohnmächtigen und begriff, dass Norbert Recht hatte. Sie war so jung und ihr Baby war sicherlich weniger als ein Jahr alt.

Wird geladen...

Werbung

"Wo bin ich?", fragte das Mädchen, als sie zu sich kam.

"Hallo. Du bist vor unserem Haus ohnmächtig geworden. Geht es dir gut? Sollen wir einen Krankenwagen rufen? Dein Baby ist ihr, ihm geht es gut", versicherte Dora ihr.

Wird geladen...

Werbung

"Nein, danke, keinen Krankenwagen. Mir geht es gut", antwortete das Mädchen.

"Wie heißt du? Sollen wir irgendjemanden anrufen?"

"Ich bin Margarete Müller. Nein, ich habe keine Familie. Geht gleich wieder", beharrte Margarete.

"Ich bringe dir etwas Wasser. Ich glaube, du bist wegen der Hitze ohnmächtig geworden", antwortete Dora und ging in die Küche, das Baby noch immer in den Armen. Norbert folgte ihr. Sie sprachen eine Weile darüber, was sie tun sollten. Doch als sie in das Wohnzimmer zurückkehrten, war Margarete verschwunden.

"Wo ist sie?", fragte Norbert voller Angst und rannte raus. Doch Dora schaute auf den Couchtisch und sah, dass auf dem Notizblock eine handgeschriebene Nachricht hinterlassen war. Sie lautete: "Es tut mir leid. Sein Name ist Oscar". Außerdem lag noch ein silberner Kettenanhänger daneben.

Wird geladen...

Werbung

"Ich kann sie nicht sehen? Wie kann sie nach dem Schwächeanfall so schnell laufen?", fragte Norbert sich, als er zurückkehrte.

Wird geladen...

Werbung

"Wahrscheinlich hat sie das vorgetäuscht, Liebling. Hier, lies das. Der Name des Kindes ist Oscar und sie hat ihm eine schöne Kette hinterlassen", enthüllte Dora. Norbert griff nach der Nachricht.

Zurück in der Gegenwart...

"Wir mussten die Polizei und das Jugendamt informieren. Aber wir konnten dich nicht gehen lassen, also adoptierten wir dich", beendete Dora ihre Geschichte. Oscar war geschockt. Er konnte nicht fassen, dass sie ihm nie gesagt hatten, dass er adoptiert war.

"Warum habt ihr mir nie davon erzählt?", fragte der 24-Jährige.

"Verzeih uns, Oscar. Wir wussten nicht, wie wir es dir sagen sollten und es schien irgendwann nicht mehr wichtig", antwortete Norbert. Oscar schaute seinen Vater an und wusste nicht, was er sagen sollte. Adoption war nichts Schlimmes und er hatte eine tolle Kindheit gehabt. Am Ende konnte er ihnen nichts vorwerfen. Da meldete sich Margarete zu Wort.

Wird geladen...

Werbung

"Es tut mir leid, Oscar. Ich hätte dich nicht zurücklassen sollen. Aber meine Eltern waren keine guten Menschen, sie wollten, dass ich dich wegmache. Das konnte ich nicht, aber ich konnte ihnen auch nicht entkommen. Damals erschien es mir wie die einzige Lösung, dich abzugeben", begann sie, "meine Großeltern jedoch, die waren toll. Doch sie starben in einem Autounfall, Jahre vor deiner Geburt. Der Anhänger war ihr einziges Geschenk, das mir blieb."

Wird geladen...

Werbung

"Meine Mutter hat immer gesagt, der Anhänger sei wichtig, mir aber nie verraten, warum", wisperte Oscar und strich über den Anhänger, den er immer trug. Er schaute Dora an, die Margarete anlächelte.

"Ich habe dir die Kette nie erklärt, weil ich das selbst nicht wusste. Aber Margarete hatte sie dir hinterlassen, also wusste ich, dass sie etwas Besonderes sein musste."

Wird geladen...

Werbung

Margarete weinte und sprach zu Dora und Norbert: "Ich kann euch nicht genug danken. Ich bin ein paar Jahre später weggezogen und erst letztes Jahr zurückgekommen. Heute hat er mich vor dem Ertrinken gerettet. Ich kann nicht glauben, dass wir uns so wiedersehen. Das Leben ist seltsam."

Sie lächelten einander an, weil sie wussten, dass Margarete Recht hatte. Ob man an Schicksal glaubt oder nicht, etwas hatte sie wieder zusammen gebracht. Und Oscar war froh, endlich die Wahrheit zu erfahren, die all die Jahre lang an ihm gezehrt hatte. Er hielt Margarete nichts vor, schließlich hatte er ein tolles Leben gehabt.

Außerdem hatten seine Eltern stets das Beste für ihn gewollt, seit er in ihr Leben gestolpert war. Und der Vorfall machte ihr nur noch entschlossener, Menschen zu helfen und machte ihn zu einem besseren Polizisten.

Wird geladen...

Werbung

Was können wir von dieser Geschichte lernen?

  • Das Leben bringt alles wieder zusammen. Dora und Norbert halfen einer bedürftigen jungen Frau, die ihr adoptierter Sohn später retten würde, ohne zu ahnen, dass sie seine biologische Mutter war.
  • Erzähle deinen Kindern die Wahrheit. Oscars Eltern hätten him schon vor Jahren von der Adoption erzählen sollen. Er hätte Margarete früher finden können.

Teile diese Geschichte mit deinen Freund*innen. Vielleicht inspiriert sie Menschen dazu, ihre eigenen Stories zu teilen oder anderen zu helfen.

Wenn dir diese Geschichte gefallen hat, magst du vielleicht auch diese über eine Oma, die die Stimme ihres verstorbenen Enkels hört.

Dieser Bericht wurde von einer Geschichte unserer Leser inspiriert und von einem professionellen Autor geschrieben. Jegliche Ähnlichkeit mit tatsächlichen Namen und Orten ist reiner Zufall. Alle Bilder dienen ausschließlich dem Zwecke der Illustration. Erzähl uns deine Geschichte; vielleicht wird sie das Leben eines anderen Menschen verändern. Wenn du deine Geschichte mit uns teilen möchtest, schicke sie bitte an info@amomama.com.

Wird geladen...
Wird geladen...

Werbung