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EntertainmentAnekdote

06. August 2021

Arroganter Teenager lernt Lektion, nachdem er behinderten Kellner beleidigt – Story eines Abonnenten

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Ein arroganter Teenager beleidigte einen Kellner und beschämte ihn, weil er behindert war. Das Leben jedoch lehrte ihm eine wichtige Lektion und er bereute seine Taten bald.

David Kowalski war reich. Er war sogar SEHR REICH. Sein Vater besaß eine der größten Restaurantketten der Stadt und seine Mutter leitete eine große Firma. Natürlich mangelte es David an nichts. Wenn er etwas wollte, bekam er es.

Leider dauerte es nicht allzu lange, bis David der Reichtum zu Kopf stieg und sein Dickkopf mit ihm durch ging. Er begann, auf alle, die weniger Geld hatten als er, herabzusehen und er blamierte sie vor ihren Freund*innen.

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Eines Tages war er für die Geburtstagsfeier eines Freundes in einem der Restaurants seines Vaters zu Gast. Dort wurde ein unschuldiger Kellner Opfer seiner Beleidigungen. David dachte, er würde mit allem davonkommen, wie er es immer tat, aber das Schicksal hatte andere Pläne für ihn in petto...

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"He, du da. Ja, ich rede mit dir!" rief David dem Kellner zu. Dieser war Ende 20 und trug ein ordentlich gebügeltes Hemd und ein schwarzes Jackett.

Er begrüßte David mit einem breiten Lächeln. "Ja, der Herr, wie kann ich helfen?"

"Mein Freund hat heute Geburtstag und ich habe hier eine Überraschungsparty organisiert," informierte David ihn, "kümmer dich darum, dass alles nach meiner Liste abläuft."

David überreichte seine Liste. Darauf standen unter anderem Informationen darüber, wie die Speisen präsentiert oder wann die Torte gebracht werden sollte.

"Natürlich, der Herr. Ich werde darauf achten, dass alles wie gewünscht abläuft," antwortete der Kellner höflich und ging.

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Zehn Minuten später trafen Davids Freunde ein. Er bat sie, sich schnell zu setzen und erklärte ihnen den Plan. Er hieß sie an, sich versteckt zu halten, bis Samuel das Restaurant betreten würde. Dann sollten sie ihn überraschen, wenn er es am wenigsten erwartete.

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Samuel traf kurz darauf ein und alle waren in Position. Als Samuel sich jedoch setzen wollte, prallte er mit dem Kellner zusammen und ein wenig Kaffee kleckerte vom Tablett auf Samuels Jackett.

Es dauerte keine 2 Sekunden, bis David die Fassung verlor. "Was zum Teufel! Bist du BLIND? Hast du eine Ahnung, wie teuer das Jackett meines Freundes ist, du Idiot!" brüllte er den Kellner an.

Samuel ging dazwischen. "Beruhige dich, David. Ist doch nicht schlimm. Außerdem war es meine Schuld. Ich habe auf mein Handy geschaut und ihn nicht bemerkt."

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"Nimm ihn nicht in Schutz, Samuel," David funkelte den Kellner an, "ich kenne den und seine Konsorten. Die tun immer so unschuldig, aber das sind sie nicht."

Der Kellner entschuldigte sich bei Samuel, um die Situation zu deeskalieren. "Es tut mir leid, der Herr. Es war meine Schuld, sagte er mit ruhiger Stimme, ich bin sehbehindert und kann ohne meine Brille nicht gut sehen. Leider habe ich sie heute vergessen."

"Nein, nein, ist schon in Ordnung. Passen Sie einfach auf, dass es nicht noch einmal passiert," erwiderte Samuel freundlich. Der Kellner nickte und wollte gehen, als David ihn aufhielt. "Siehst du, Samuel, da haben wir schon die erste Ausrede. Er kann NICHT SEHEN, wenn er seine Brille nicht aufhat!"

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"Ich lüge nicht, mein Herr, es ist tatsächlich.."

Ehe der Kellner ausreden konnte, fiel David ihm ins Wort. "Ich will keine Ausreden mehr hören! Wenn du noch einen Fehler machst, lasse ich dich feuern, klar?! Und jetzt zisch ab und bring die Torte!"

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Wieder nickte der Kellner und ging davon. Zehn Minuten später kehrte er mit der Torte zurück. Als die Stücke endlich verteilt waren, befahl David ihm, die Vorspeise zu bringen. Rasch räumte der Kellner die Kuchenteller ab und tat, wie ihm geheißen.

Der Kellner hatte für den Rest des Abends nur noch einen Wunsch: David nicht noch einmal zu enttäuschen und so seinen Job in Gefahr zu bringen. Es schien jedoch, als habe Gott entschieden, ihn an jenem Abend auf die Probe zu stellen.

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Als David den ersten Bissen seines Essens tätigte, spuckte er ihn sogleich wieder aus. "Was zur Hölle hast du da gebracht, du Vollidiot?" Er warf dem Kellner einen eisigen Blick zu.

"Das ist das Hühnchen, der Herr. Es steht auf dem Zettel, den sie mir gegeben haben," antwortete dieser mit zittriger Stimme.

"Ach, wirklich? Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich das mit Gochujang-Sauce bestellt. Wo ist die?!"

"Es..es tut mir leid, der Herr. Ich schätze, ich habe die Sauce vergessen, weil ich die Liste nicht gut lesen konnte."

Wieder verlor David die Kontrolle. "Ich hatte dich gewarnt. KEINE AUSREDEN MEHR!" rief er zornig und stieß das Hähnchengericht dem Kellner vor die Füße.

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Dessen Augen füllten sich mit Tränen. Er hatte Angst und brachte kein Wort hervor. David jedoch zeterte weiter: "warum stehst du da wie angenagelt, hm? Mach das sofort sauber! Und zwar ohne Lappen, nimm deine Hände. Die funktionieren ja wohl hoffentlich noch, oder hast du da auch eine Ausrede?"

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Der Kellner sagte nichts. Er zog seine Handschuhe aus und hockte sich hin, um mit seinen blanken Händen den Boden zu reinigen. Glücklicherweise erschien Davids Vater und hielt ihn auf.

"Bitte, stehen Sie auf. Das ist nicht Ihr Job," sagte Herr Kowalski zu ihm und wandte sich dann David zu. "Was in aller Welt denkst du dir dabei, David? Du sollst dich um das Restaurant kümmern, wenn ich nicht da bin, nicht meine Angestellten beleidigen!"

"Aber Papa, du kennst den nicht. Der liefert schon den ganzen Abend dumme Ausreden," erwiderte David. "Er sagt, er wäre fast blind und so.. wie arbeitet er hier, wenn er nicht gucken kann?"

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Herr Kowalski griff nach Davids Hand und nahm ihn zur Seite. "Er lügt nicht, David. Er ist wirklich sehbehindert und du entschuldigst dich auf der Stelle bei ihm!"

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"Auf keinen Fall, Papa, Ich entschuldige mich nicht bei dem," blieb David standhaft.

"Tja, dann machst du vor allen Anwesenden diese Sauerei weg," befahl sein Vater und zog ihn zu der Stelle, an der David das Hähnchen auf den Boden geworfen hatte.

Der Kellner jedoch hielt Herrn Kowalski auf. "Nein, bitte, Chef, tun Sie ihm das nicht an," bat er.

"Er muss für seine Tat bestraft werden. Wie kann er Sie so beleidigen? Das ist nicht richtig," betonte Herr Kowalski eisern.

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Der Kellner erklärte dann Herrn Kowalski: "Chef, was wäre der Unterschied zwischen dem, was Sie mit ihrem Sohn machen und dem, was er mit mir gemacht hat? Ich denke auch, dass er bestraft werden sollte, aber er verdient es nicht, öffentlich blamiert zu werden."

"Schön," stimmte Herr Kowalski nach kurzem Grübeln zu, "David wird diesen Sommer hier im Restaurant arbeiten und er darf sich nicht mit Freunden treffen, bis er seine Strafe abgesessen hat."

David war schockiert. Nicht, weil er bestraft wurde, sondern, weil der Kellner nach allem, was geschehen war, so freundlich zu ihm war.

Er sagte kein Wort. David wurde klar, dass er einen Fehler gemacht hatte und dass es falsch gewesen war, den Kellner zu beleidigen. Immerhin hatte der nicht wegen seiner Behinderung gelogen. Also beschloss David, sich bei ihm zu entschuldigen.

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"Es tut mir leid," sagte er nach einem Moment zu dem Kellner, "ich hätte nicht so respektlos mit dir umgehen dürfen. Das werde ich nie wieder tun."

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Der Kellner lächelte. "Ist schon okay, David. Ich bin froh, dass du einsichtig bist."

Im Endeffekt musste David seinen Sommer mit Arbeiten verbringen, aber dafür fand er dort einen neuen Freund... den Kellner. Sein Name war Jonathan.

Was können wir von dieser Geschichte lernen?

1. Handele Weise, denn deine Taten bestimmen, wer du bist. Obwohl David so unhöflich war, blieb der Kellner ruhig und hielt Herrn Kowalski davon ab, aus der Haut zu fahren. Am Ende sorgte seine freundliche Art dafür, dass David seinen Fehler einsah.

2. So Manches kann besser mit Geduld als mit Hass gelöst werden. Als der Kellner Herrn Kowalski erklärte, warum er nicht wollte, dass David blamiert würde, begriff David, wie falsch er sich verhalten hatte.

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Diese Geschichte wurde inspiriert von einem Beitrag eines Abonnenten, aber geschrieben wurde sie von einer*m professionellen Autor*in. Alle Namen wurden abgeändert, um die Privatsphäre der beteiligten Personen zu wahren.

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