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20. Juli 2021

Vater, dessen Sohn mit 2 Jahren gekidnappt wurde, wird nach 24-jähriger Suche wieder vereint

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Für viele Eltern ist es der schlimmste Gedanke, dass dem eigenen Kind etwas zustoßen könnte. Eine Entführung zählt sicherlich zu diesen Horrorszenarien. Eine Familie in China musste genau das durchstehen, als ihr 2-jähriger Sohn entführt wurde. Der Vater suchte unablässig nach ihm – nun wurden seine Mühen mit Erfolg gekrönt.

Guo Gangtang und seiner Frau widerfuhr ein unvorstellbares Unglück, als ihr Sohn Guo Xinzhen mit nur 2 Jahren entführt wurde. An jenem Tag 1997 spielte er vor dem Haus, während seine Mutter drinnen kochte.

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Als sein Verschwinden bemerkt wurde, begannen die Mutter und helfende Nachbar*innen eine frenetische Suche in der Gegend. Sie blieb vergebens. Mittlerweile ist bekannt, was sich abspielte.

Der Junge wurde von einer Frau Tang entführt, die mit einem Herrn Hu zusammenarbeitete. Sie brachte das Kind zu ihm und er verkaufte den Jungen. Beide sind mittlerweile geständig, berichtete der Nachrichtensender "CCTV".

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Die "New York Times" erklärt, dass solche Entführungen traurigerweise keine Seltenheit in China gewesen seien. Die Ein-Kind-Politik des Staates wurde erst 2015 außer Kraft gesetzt. Bis zu diesem Zeitpunkt war es Familien nur erlaubt, ein Kind zu haben.

Die Zeitung beruft sich auf Wissenschaftler*innen der Xiamen Universität in Fujian und erläutert, dass viele Teile der chinesischen Gesellschaft Jungen Mädchen vorzögen. Deshalb hätten sich Paare manchmal dazu entschieden, einen Jungen auf dem Schwarzmarkt zu kaufen.

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So konnten sie sicherstellen, dass ihr Kind das gewünschte Geschlecht hätte. Gerade in den 1980ern und 1990ern habe der Staat das Ein-Kind-Gesetz besonders hart durchgesetzt und viele Familien hätten sich zu drastischen Schritten gezwungen gesehen.

Eine offizielle Statistik über entführte Kinder in China gäbe es nicht. Allerdings hätte das Ministerium für Öffentliche Sicherheit bekannt gegeben, dass sie 2021 etwa 2.600 vermisste Kinder gefunden hätten.

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Familie Guo war erschüttert über den Verlust ihres Sohnes, aber sie gaben nicht auf. Der Vater begann, mit diversen Motorrädern quer durch das Land zu reisen und mit Bannern, auf denen ein Foto des Sohnes abgebildet war, nach dem Kind zu suchen.

Er wurde berühmt und sogar ein Film wurde über seine Suche gedreht, "Lost and Love". Dessen Regisseur sagte kürzlich: "heute hat 'Lost and Love' ein echtes Happy End gefunden." Er hat Recht.

Denn Vater Guo wurde mit seinem Sohn wieder vereint. Neue Methoden der DNA Analyse ermöglichten es, den mittlerweile 24-jährigen Lehrer aufzufinden.

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Ein Video zeigt, wie die Familie sich schluchzend in den Armen liegt. Nach mehr als 20 Jahren auf dem Motorrad hat Guo seinen Jungen endlich wieder. Berichten zufolge wird dieser bei seiner Adoptionsfamilie wohnen bleiben, will aber zu seinen leiblichen Eltern engen Kontakt halten.

Die Bilder der lang ersehnten Wiedervereinigung sind anrührend. Sie machen deutlich, wie schwer der Schmerz auf der Familie gelastet haben muss, die so lange nach ihrem verlorenen Sohn suchten.

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