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16. Juli 2021

Jüngster Sohn erbt nur alten Koffer, Brüder hänseln ihn, aber alles ändert sich, als er den Koffer öffnet - Story eines Abonnenten

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Der Sohn aus der 2. Ehe eines reichen Mannes erbt nichts als einen alten Koffer. Seine beiden Halbbrüder teilen ihr Erbe von 2,5 Millionen Euro und machen sich über ihn lustig. Aber alles ändert sich, als er entdeckt, was sich in dem Koffer befindet.

Georg Trent war ein reicher Mann, aber der Großteil seines Geldes stammte aus der Firma des verstorbenen Vaters seiner ersten Frau. Daher fand er es nur fair, dass sein Vermögen an die Kinder aus der ersten Ehe gehen sollte. Als er verstarb, erbten deshalb seine Söhne Matthias und Günther insgesamt 2,5 Millionen Euro. Sein Jüngster, Jonas, erhielt bloß einen Koffer voller Andenken.

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Der Familienanwalt blicket Jonas mitfühlend an: denken Sie bitte nicht, ihr Vater hätte sie weniger geliebt, Jonas. Sie lagen ihm sehr am Herz und er war überzeugt, dass Sie den Koffer am meisten schätzen und vom Inhalt profitieren würden.

Jonas lächelte. "Ich weiß, dass Papa mich geliebt hat. Dieser Vermächtnis ist für mich mehr wert, als jede Summe der Welt."

Zeige nie Schadenfreude über das Unglück anderer.

Matthias kicherte und Günther höhnte: "Ja, genau. Ich bin sicher, dass die Spinnweben auf dem alten Schrottkasten für dich mehr Wert haben als Diamanten. Komm bloß nicht an, wenn du später Geld brauchst. Du kriegst keinen Cent!"

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"Da fällt mir noch etwas ein," rief da der Anwalt, "Ihr Vater bat mich, sie aufzufordern, eine Garantie zu unterschreiben, dass sie einander nicht für das Erbe der anderen verklagen werden." Matthias und Günther lachten ob dieses Gedankens bloß hämisch und alle drei Brüder unterschrieben das Dokument.

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"Soll mir recht sein," lachte Matthias, "Ich will eh nichts von Jonas' staubigem Erbe!"

Jonas nickte. "Geht für mich auch in Ordnung. Mir reicht, was mein Vater für richtig hielt."

Alle drei Brüder unterschrieben das Dokument und nahmen ihr jeweiliges Erbe an. Am nächsten Morgen wurde Der Koffer in Jonas‘ Studentenwohnung geliefert. Es war ein riesiger alter Schiffskoffer, wie er im späten 19. Jahrhundert oft genutzt wurde. Er war beklebt mit exotischen Reisestickern aus aller Welt.

Auf der Truhe war ein dicker Briefumschlag angebracht, der Jonas' Namen trug. Er öffnete und ein schwerer Eisenschlüssel fiel heraus. Auf dem einzelnen Briefbogen erkannte Jonas die Handschrift seines Vaters.

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"Lieber Jonas, wenn du diese Zeilen liest, habe ich das Zeitliche gesegnet und meinen Besitz aufgeteilt. Dieser Koffer gehörte deiner Urgroßmutter Judith. Sie brachte in den 1920ern die Familie gegen sich auf, weil sie mit einem jungen Künstler nach Paris durchbrannte.

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Judith war sehr schön und abenteuerlustig. Sie wechselte mehrmals die Partner, aber es waren stets Künstler. Sie schrieb Tagebuch während ihrer Zeit als Model in den wilden 20ern. Außerdem sammelte sie Skizzen ihrer talentierten Liebhaber und Freunde.

Du wirst illustre Namen in den Skizzen finden, manche davon stellen Judith selbst dar. Ich hoffe, du machst das Beste aus diesem Erbe, Jonas. Ich habe Judiths Sammlung nicht schätzen lassen, aber ich denke, du wirst nicht enttäuscht werden.

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Ich bete, dass wir uns wiedersehen. Bis dahin, vergiss nicht, dass ich dich liebe, mein Sohn. Lebe dein Leben in ganzen Zügen."

Neugierig öffnete Jonas den Koffer und fand die Tagebücher und ein dickes Portfolio, das mit rotem Band zugebunden war. Darin fand er Skizzen und Aquarelle, die Pläne für Gemälde abbildeten. Einige der Signaturen erkannte Jonas, darunter waren Pablo Picasso, und Henri Mattisse. Andere hatte er nie gehört, zum Beispiel Fernand Léger, George Brack, Man Ray, und Juan Miro.

Unten im Koffer lag eine Reihe von Fotos, auf denen Uroma Judith mit Größen wie

Ernest Hemmingway und Josephine Baker ihre Zeit verbrachte. "Ich bin beeindruckt, Oma!" rief Jonas.

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Er griff zum Telefon und rief eine Freundin an, die Kunst studierte. Er fragte, wohin er sich mit dem Material wenden könne und sie empfahl ihm eine angesehene Galerie in der Stadt. Mit dem Portfolio unterm Arm machte Jonas sich auf den Weg dorthin.

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Dort angekommen fragte er nach Victor Brandweiz. Dieser war ein schlanker, etwas traurig aussehender Mann mit einer langen Nase.

"Ja?" näselte er kalt, "was wollen Sie?"

"Nun ja, der Herr, würden Sie einen Blick auf diese Skizzen werfen?"

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"Nein, Ich schaue mir keine unbekannten Künstler an," erklärte Victor.

"Aber diese sind nicht unbekannt," erwiderte Jonas und legte das Portfolio auf den Tisch. Er schlug es auf. "Manche kenne ich, Dali undPicasso zum Beispiel. Aber ich habe keine Ahnung, wer Brack und Chagall I waren..."

Victor hörte jedoch gar nicht mehr zu. Wie im Fieberwahn blätterte er durch die Skizzen und murmelte aufgeregt vor sich hin. Er wollte wissen, woher Jonas sie hatte und dieser berichtete.

Victor wollte sofort die Tagebücher sehen."Haben Sie eine Ahnung, was sie für einen Schatz in den Händen halten, wenn das alles echt ist?" fragte Victor entgeistert.

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Es war tatsächlich ein Schatz, der mehrere Millionen wert war. Ein Verlag bot Jonas Unsummen, um die aufregenden Tagebücher zu veröffentlichen, die das rasante Leben einer "Verlorenen Generation" und ihren Skandalen schilderten.

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Es dauerte nicht lange, da verhandelte Jonas einen Vertrag aus für die Verfilmung der Tagebücher. Matthias und Günther gefiel dies gar nicht, sie wollten einen Anteil des Reichtums. Der Anwalt aber erinnerte sie an die unterzeichnete Garantie.

Sie hatten eilig unterschrieben, als sie dachten, Jonas wäre leer ausgegangen. Nun, da sich sein Erbe als das wertvollste herausgestellt hatte, fühlten sie sich zu Unrecht von ihm betrogen.

Was können wir von dieser Geschichte lernen?

1. Zeige nie Schadenfreude über das Unglück anderer. Matthias und Günther freuten sich diebisch über Jonas‘ mickriges Erbe und fühlten sich am Ende vom großen Gewinn ausgeschlossen.

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2. Karma gleicht am Ende alles aus, also vertraue auf dein Glück.

Teile diese Geschichte mit deinen Freund*innen. Vielleicht inspiriert sie Menschen dazu, ihre eigenen Stories zu teilen oder anderen zu helfen.

Diese Geschichte wurde von einem Abonnenten eingesandt. Alle Namen wurden abgeändert, um die Privatsphäre der beteiligten Personen zu wahren.

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