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11. Juli 2021

Jemma, 34, verliert innerhalb von 11 Monaten 2 Töchter: Madelyn verstarb in ihren Armen

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Egal, ob es das erste, zweite, oder fünfte Kind ist, die meisten Eltern sind froh über und teilweise abhängig von der Betreuung im Krankenhaus oder durch die Hebamme daheim. Das gilt besonders, wenn es in der Schwangerschaft Komplikationen gibt. Eine Frau in Nordirland musste dies am eigenen Leib erfahren und hat dies zum Anlass genommen, dem Krankenhaus etwas zurückzugeben.

Jemma Watson hat ihren ersten Sohn Ozzie im Ulster Maternity Hospital bekommen. Alles sei recht gewöhnlich verlaufen, bis sie wegen erhöhtem Blutdruck ins Krankenhaus musste. Zum Glück verlief nach diesen anfänglichen Startschwierigkeiten alles glatt und Ozzie konnte voller Kraft ins Lebe starten.

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Im vergangenen Jahr war Watson wieder schwanger, aber in der 20. Woche stellte das Team des Ulster Maternity Hospitals fest, dass ihr ungeborenes Kind am Turner Syndrom litt. Die Krankheit ist nicht an sich lebensbedrohlich, aber aufgrund von weiteren Komplikationen wurde die kleine Eve tot geboren.

Kurze Zeit später wurde Jemma Watson noch einmal schwanger. Diese Schwangerschaft sei sehr ruhig verlaufen. Aufgrund vergangener Komplikationen sei sie dennoch häufig in dem Krankenhaus gewesen. Wie schon zuvor war Watson mehr als zufrieden mit der Betreuung der Geburtsstation des Ulster Maternity Krankenhauses.

In der 38. Schwangerschaftswoche hatte Watson plötzlich Blutungen und ihre Tochter Maddie musste in einer Notoperation zur Welt gebracht werden. Das Team aus Ärzt*innen und Pfleger*innen tat alles, um die kleine Maddie zu stabilisieren und am Leben zu halten.

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"Sie hatte schon so viel durchgemacht und nur die Maschinen hielten sie am Leben. Ihr Zustand verschlechterte sich zunehmend," berichtete die Mutter. Madelyn verstarb in Jemmas Armen; ihr Mann Andrew war an ihrer Seite.

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Es ist kaum vorstellbar, was das Paar durchmachen musste. Umso bewundernswerter ist die Entscheidung, die sie trafen. Die Eltern starteten eine Spendenaktion, weil sie der Geburtsstation des Krankenhauses finanziell helfen wollten.

Jemma Watson selbst ist Krankenpflegerin und versteht daher, wie hart die Kolleg*innen arbeiten und wo es finanzielle Mängel gibt. Auf der Seite der Kampagne beschreibt Jemma Watson die herausragenden Leistungen der Kräfte des Ulster Maternity Hospitals.

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"Ich kann nicht genug betonen, dass das Team alles Menschenmögliche für uns getan hat. Wir hatten so ein Glück, dass alle sich so aufopferungsvoll für uns gekümmert haben. Bei jedem Anruf und jedem Termin haben wir nichts als Güte erfahren," schreibt sie zur Kampagne.

Davon möchte die Familie nun etwas zurückgeben. 10.000 Pfund ist das Ziel der Kampagne, also etwa 11.500 Euro. Mehr als 80% davon sind bereits zusammengekommen. So kann aus der Tragödie hoffentlich noch etwas Gutes entstehen und das Krankenhaus kann weiteren Eltern in Zukunft ebenso gut betreuen wie die Watsons.

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