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13. Juni 2021

79-jährige Nonne gesteht, 649.000 Euro gestohlen zu haben

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In Kalifornien hat eine Nonne jahrelang Geld unterschlagen und damit ihr Amt als Schulleiterin missbraucht. Mit mehr als einer halben Million Euro hat sie unter anderem ihre Spielsucht finanziert.

Die 79-jährige Nonne May Margaret Kreuper soll knapp 650.000 Euro gestohlen haben, indem sie zehn Jahre lang ihre Position als Schulleiterin missbrauchte. Es drohen ihr 40 Jahre Haft.

Von 1990 bis 2018 leitete die Ordensschwester die St. James Catholic School, eine katholische Schule Nahe der Pazifikküste in Los Angeles. Einst hatte sie ein Armutsgelübde abgelegt, doch offenbar war sie von dem gewählten Weg abgekommen. 

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Sie steht wegen Vorwürfen des Überweisungsbetrugs und der Geldwäsche vor Gericht. Wie die Los Angeles Times berichtet, wird Kreuper sich schuldig bekennen.

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Ihr Anwaltsteam ließ verlauten, dass Kreuper eine psychische Erkrankung entwickelt habe, die ihr Urteil trübe. Nur deshalb sei es soweit gekommen.

Kreuper bereue die Geschehnisse sehr. Man wies auch darauf hin, dass die Katholikin ihr Leben dem Dienst an der Menschheit verschrieben hatte.

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Als Schulleiterin verfügte die Nonne über die Finanzen der Schule, darunter ein Bankkonto für die Schule und eines, von dem der Lebensunterhalt der Ordensschwestern gedeckt werden sollte.

Auf letzteres habe Kreuper Geld eingezahlt, dass Eltern der Schule zahlten, und sich so selbst bereichert. Anschließend fälschte sie die Finanzunterlagen, um unerkannt zu bleiben.

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Die Elternschaft reagierte entsetzt, als der Pastor der St. James Catholic Church in Redondo Beach sie 2018 schriftlich über Kreupers Taten informierte. Fast drei Dekaden lang hatte niemand Verdacht geschöpft.

Kreuper soll nicht allein profitiert haben. Eine langjährige Lehrerin und stellvertretende Schulleiterin der Schule, Schwester Lana Chang, soll ihre Komplizin gewesen sein.

Zusammen hätten die beiden Frauen Ausflüge nach Las Vegas und Lake unternommen, bekannte Hotspots für Glücksspiel in den USA.

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Die Höchststrafe, die der ehemaligen Schulleiterin drohen könnte, sind 40 Jahre Gefängnis. Eine erste Kalkulierung setzt die Wiedergutmachungszahlung auf etwa 688.000 Euro. Der Betrag kann sich jedoch noch ändern.

In einer Stellungnahme des Erzbistums heißt es, man habe von Beginn an mit den Ermittlern kooperiert. Die Gemeinde St. James sei "schockiert und traurig angesichts der Tat."

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