Der Fotograf und Filmemacher Robert Frank ist gestorben - kurz vor der Eröffnung einer Exhibition in Berlin

Der "Foto-Revolutionär" Robert Frank ist gestorben. In diesem Artikel erfährst du alles über das Leben und den Tod eines Fotografen, der das 20. Jahrhundert, wie fast kein anderer geprägt hat.

Bild von Robert Frank vor seinem Haus in Bleeker Street, New York City, 2019 | Quelle: Getty Images

Bild von Robert Frank vor seinem Haus in Bleeker Street, New York City, 2019 | Quelle: Getty Images

Der Fotograf und Filmemacher Robert Frank starb im Alter von 94 Jahren. Tragischerweise erlebt er dadurch die Eröffnung einer geplanten Ausstellung in Berlin nicht mehr mit. Am vergangenen Montag starb Frank in der kanadischen Stadt Inverness. Er hinterlässt zwei Kinder. 

Seine Reise

Robert Frank kam 1924 in Zürich zur Welt und reiste bereits als junger Mann nach Amerika, um Land und Leute kennenzulernen und dokumentierte dabei seine Erlebnisse mit der Kamera. Daraus entstand ein Fotobuch mit dem Titel "The Americans". Es wurde zum Klassiker. Bereits in seinen Anfangsjahren revolutionierte er die Nachkriegsfotografie, denn er nutzte ungewöhnliche Winkel, schräge Einstellungen und Bewegungsunschärfen, die seinen Stil prägen sollten.

Auf den tausenden Kilometern, die er auf seinen Reisen zurücklegte, schoss er knapp 30.000 Bilder. Er schlug eine neue Richtung in der Fotografie ein und konzentrierte sich mehr darauf, den Alltag der Menschen zu portraitieren - ungeschmückt und ungeschönt. Seit den 60ern machte Frank zudem Filme, die er selbst produzierte - unabhängig und ohne Budget. Manche sehen ihn daher als Mitbegründer des Independent-Films.

Robert Frank, Screenshot "Robert Frank on photographing The Americans" | Quelle: YouTube / San Francisco Museum of Modern Art

Robert Frank, Screenshot "Robert Frank on photographing The Americans" | Quelle: YouTube / San Francisco Museum of Modern Art

Von den Rolling Stones wurde er mit einer Doku beauftragt, die eine ihrer Tourneen abdecken sollte. Auch bei diesem Projekt verlieh der Fotograf und Filmemacher dem Ganzen seine ganz eigene Note. Er zeigte die Musiker nicht nur auf der Bühne, im Tourstress oder im Drogenrausch. Er gewährte auch einen Blick hinter den Glamour. Der Film trägt den Titel "Cocksucker Blues" und durfte nur wenige Male gezeigt werden, da er der Band nicht gefiel. 

Cover von "The Americans", "In Unseen Photos, A Clearer Picture of Robert Frank’s America | KQED Arts" | Quelle: YouTube / KQED Arts

Cover von "The Americans", "In Unseen Photos, A Clearer Picture of Robert Frank’s America | KQED Arts" | Quelle: YouTube / KQED Arts

In den 70er Jahren widmete Frank sich wieder mehr der Fotografie. Sein Leben wurde in den Dokumentationen "Leaving Home, Coming Home: A Portrait of Robert Frank" aus dem Jahr 2004, sowie 2015 in "Don't Blink - Robert Frank" festgehalten. 

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