Migrantin, die im 8. Monat schwanger war und die Mauer übersprang bittet um Hilfe

Aufnahmen einer hochschwangeren Frau aus Honduras, die über die Grenzmauer zwischen den USA und Mexiko kletterte, haben im Internet im Dezember für Aufsehen gesorgt.

Nun hat sie entbunden und bittet um Hilfe für ihr Baby, das mit Down Syndrom geboren wurde.

Silvia Padilla war im 8. Monat schwanger, als sie alles riskierte und die Grenze nach Amerika überquerte.

Sie war Teil der Migrantenkaravane gewesen. Sie war einer von Tausenden Menschen, die sich ein besseres Leben hinter der Grenze erträumt haben.

Padilla behauptet, sie habe nicht gewusst, dass sie schwanger war, als sie in Honduras aufbrach. Erst als sie bereits Tijuana erreicht hatte, war es ihr aufgefallen.

Ihre Reise

Die 27-jährige Frau flieht, ebenso wie viele andere Frauen in Zentralamerika, vor einer steigenden Gewalt gegen Frauen.

Sie berichtete Departamento19, dass der Vater des Kindes ein Armee-Offizier in Honduras ist, der angefangen hatte, sie zu bedrohen, nachdem sie angefangen hat, sich mit einem anderen Mann zu treffen.

Ihre Eltern, die bereits in den USA leben, sollen ihr jedwede Hilfe verweigert haben - nur aufgrund ihrer Schwangerschaft. Sie schätzte sich jedoch glücklich, dass sie die Unterstützung der Latino-Gemeinde hat.

Sie wurde verhaftet, kurz nachdem sie Fuß über die Grenze gesetzt hat. Zwei Tage lang wurde sie in Haft gehalten, ehe man sie freiließ, und es ihr gestattete, nach Los Angeles zu gehen.

Dort wurde ihr ein Platz bis zur Bearbeitung ihres Asyl-Antrags angeboten.

Am 15. Januar brachte Padilla einen Jungen zur Welt, bei dem Down Syndrom festgestellt wurde.

Hoffnung auf ein besseres Leben für ihr Kind

Sie ist der Meinung, ihr Kind wird davon profitieren, in Amerika geboren worden zu sein. Nun muss sie sich jedoch Gedanken darüber machen, wie sie ihn am besten versorgen kann.

Obwohl ihr derzeitiger Partner noch immer von den Behörden an der Grenze festgehalten wird, ist Padilla zuversichtlich, dass Amerika eine unglaubliche Chance für sie und ihr Kind bietet.

„Manchmal habe ich das Gefühl, dass alles nur ein Traum war. Ich kann immer noch nicht richtig glauben, dass ich in den Vereinigten Staaten bin. Ich bitte um Gebete für meinen Partner, mein Kind und möchte Gott für all das Gute danken, das mir wiederfahren ist.”

- Silvia Padilla, Departamento19, 3. Februar 2019

Sie gab ihrem Sohn den Namen Angel. Ihre 3-jährige Tochter ließ sie zu Hause in Honduras. Sie hatte ihre Heimat noch nie zuvor verlassen und dachte, dass die Reise zu gefährlich für ein Kleinkind wäre.

Sie hofft nun darauf, dass sie ihre Tochter nachholen kann, sobald ihr Asyl-Antrag genehmigt wurde.