22. Juni 2018

Das Foto eines Babys, das für Beschneidung festgeschnallt war, führte zu Debatten unter wütenden Eltern

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Es gibt so viele Entscheidungen, die man als Eltern treffen muss. Manche Entscheidungen können das Leben der Kinder für immer verändern.

Leider denken die Eltern nicht immer über die Folgen ihrer Entscheidungen nach, obwohl diese Entscheidungen nicht sie, sondern ihre kleine Kinder betreffen.

In einigen Ländern ist es aus kulturellen oder religiösen Gründen üblich, die Jungen ab einem gewissen Alter zu beschneiden. Manche entscheiden sich dazu auch wegen ästhetischer Vorlieben. Die Bescheidung ist der am häufigsten durchgeführte Eingriff in der Welt.

Die Beschneidung ist im Grunde genommen die Entfernung der beweglichen Vorhaut. Man braucht keine direkte Nachsorge. Die Kinder müssen nicht im Krankenhaus bleiben. Die Operation wird unter lokalen Betäubung vorgenommen, bei Kindern ist logischerweise die Vollnarkose üblich.

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Eine Mutter postete vor Kurzem ein Foto von ihrem Baby in sozialen Netzwerken, das ihr Baby vor der Beschneidung zeigte. Der Beitrag wurde auf Instagram viral.

Der Beitrag beginnt mit einer Warnung:

„Unsere Gesellschaft ist sehr sensibel, wenn es ums Piercing geht. Was aber, wenn die Rede von der Beschneidung ist? Die meisten Mütter sind nicht mal im Zimmer, wenn das passiert.“

Dann beginnt das dramatische Teil:

„Man nimmt einen frischgeborenen Jungen, fesselt ihn wortwörtlich an, um seine Beine auseinanderzuhalten, damit er sich nicht bewegen kann, während ihm die Genitalien geschnitten werden.“

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Es wird dann der Schrei des Neugeborenen beschrieben, der schreit, bis er keine Luft mehr in den Lungen hat.

Der Beitrag wurde mehr als 2000 Mal kommentiert. Einige stimmten zu und sagten, dass aus ihrer eigenen Erfahrung die Beschneidung genau so aussieht. Die anderen meinten, dass der Beitrag blöd ist.

„Bitte, sprecht mit einem Facharzt zuerst. SO was passiert nicht und es tut ja nicht weh.“, meint ein User.

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Die anderen User allerdings waren traurig, dass die Betäubung während der Beschneidung minimal ist.

„Das ist ein Folter für Babys“, schreiben die empörten User.

„Mein Sohn ist jetzt zwei und das wurde  gemacht, als er zwei Tage alt war. Ich fühle mich schrecklich, weil ich mich die Prozedur nicht angesehen habe.“, schreibt eine besorgte Mutter auf Instagram.

Die meisten Jungen oder Männer lassen sich aus einer medizinischen Notwendigkeit beschneiden. Unter der Vorhaut fühlen sich die Bakterien oft zu wohl. Wenn man die Vorhaut entfernt, sinkt das Entzündungsrisiko. Manchmal kann die Vorhaut mit der Zeit auch zu eng werden.

Es gilt als Mythos, dass die Beschneidung die Erektionsstärke, die Empfindsamkeit oder die Ausdauer beeinträchtigt.

Und was ist Deine Einstellung zur Beschneidung?

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