Niedersachsen: Ein Vater wird wegen des Todes seines drei Monate alten Sohnes angeklagt, weil er ihn zu Tode geschüttelt haben soll

Der traurige Todesfall eines drei Monate alten Babys wird nun in Niedersachsen vor Gericht verhandelt.

Wunderweib berichtete über die tragische Tat und wir von AmoMama wollten Ihnen diesen Artikel nicht vorenthalten.

Der 23-jährige Vater des verstorbenen Babys steht vor Gericht, und muss sich verteidigen.

Er wird beschuldigt, seinen Sohn durch kräftiges Schütteln umgebracht zu haben. Der tragische Vorfall ereignete sich im November 2017.

Der Angeklagte plädiert auf unschuldig.

Laut eigener Aussage habe er seinen Sohn nicht umgebracht. Er wird wegen Totschlag angeklagt.

Der 23-jährige heißt Dominik R. und kommt aus Lindhorst (Landkreis Schaumburg).

In der Anklageschrift heißt es, der Mann habe sich beim Spielen mit der Playstation vom Schreien des Kindes gestört gefühlt.

Die 21-jährige Mutter des Babys hat sich zu der Zeit nicht zu Hause befunden. Die Todesursache des Babys war eine Hirnblutung.

Diese wurde dem Baby zugefügt, indem man es sehr kräftig geschüttelt hat.

Auch eine Notoperation konnte den Jungen nicht mehr retten. Er starb zwei Tage später im Krankenhaus.

Der 23-jährige ist der Meinung, dass es seinem Sohn bereits vorher nicht gut gegangen sei. Wiederholtes Erbrechen sowie Blässe im Gesicht seien Anzeichen gewesen, die er bei Julian Elias festgestellt habe, so der Angeklagte.

Drei Wochen zuvor sei das Kind geimpft worden. Die Eltern sind der festen Überzeugung, dass dies der Grund für die Symptome war.

Am Tag des Vorfalls habe das Kind neben dem 23-jährigen auf dem Sofa geschlafen. Als er es später hochgenommen hat, habe er bemerkt, dass etwas nicht stimmte. 

„Wir haben natürlich sofort den Notarzt gerufen“, erklärte der junge Mann dem Gericht. (Zitat, Wunderweib)

Die Mutter bestätigte diese Aussage. Auch sie plädiert darauf, dass ihr Freund unschuldig sei und freigelassen werden müsse.

Das Krankenhaus ist jedoch anderer Meinung. Denn als Todesursache konnte eindeutig das „Shaken Baby-Syndrom“ festgestellt werden.

Das Kind sei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an den Folgen dieses Missbrauches gestorben.

Eine Obduktion war angeordnet worden. Hierbei waren auch ältere Verletzung beim Säugling festgestellt worden. Es heißt, das Baby soll bereits in der Vergangenheit kräftig geschüttelt worden sein.

Es ist bekannt, dass Eltern gar nicht allzu selten ihre weinenden oder schreienden Kinder schütteln, weil sie sich nicht anders zu helfen wissen.

Sie wollen sie irgendwie zur Ruhe bringen. Dies kann -im Ernstfall- schwerwiegende und sogar tödliche Folgen haben. Wie dieser traurige Vorfall zeigt.

Schätzungen des Statistischen Bundesamtes zufolge werden jährlich 100 bis 200 solcher Fälle in Kliniken behandelt. Fachleute schätzen die Dunkelziffer aber weit höher ein. (Zitat, Wunderweib)

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