"Rassismus hat in unserem Staat nichts zu suchen." Peter Maffay äußert sich zur Echo-Verleihung

"Rassismus hat in unserem Staat nichts zu suchen."

Klare Worte von Peter Maffay.

Der Eklat um die Echo-Verleihung weitet sich immer weiter aus und nach und nach kommen immer mehr Prominente vor, und äußern sich zu dem Skandal.

Der Echo 2018 ist überschattet von antisemitischen Äußerungen.

Er galt als wichtigster Musikpreis Deutschlands, doch nun hat der Echo einen herben Schlag einstecken müssen.

Grund für den Skandal sind die Echo-Preisträger Farid Bang und Kollegah (31 und 33 Jahre). Sie gerieten unter scharfe Kritik, weil sie in den Texten ihres mit einem Preis ausgezeichneten Albums antisemitische Zeilen verwendet hatten.

Diese sind bei vielen Zuschauern und bei noch vielen anderen Künstlern nicht gut angekommen.

Immer mehr Künstler geben mittlerweile aus Protest ihre Preise zurück. Nun hat auch Peter Maffay seinem Unmut darüber Luft gemacht.

Er spricht davon, dass der deutsche Echo dieses Jahr "eine Ohrfeige für das demokratische Verständnis in unserem Land" gewesen sei.

Er fordert Nacharbeit. Aufarbeitung. Denn laut Maffay haben Rassismus und Gewaltverherrlichung in unserem Land nichts zu suchen.

Vor allem, so Maffay, wenn man unsere tragische Geschichte berücksichtigt.

Null Toleranz für soetwas, heißt es.

"Verantwortungslosigkeit, Geschmacklosigkeit und Gier müssen entlarvt werden. Die Protagonisten dieser Haltung haben Namen und waren an diesem 12. April 2018 zum großen Teil anwesend. Aber sie haben geschwiegen und sich weggeduckt". (Zitat, Peter Maffay)

Maffay jedoch fordert noch härtere Konsequenzen. "Die Verantwortlichen nehmen ihren Hut und an ihre Stelle treten glaubhafte Personen, die für die Zukunft die nötige Transparenz garantieren." (Zitat, Peter Maffay)

Peter Maffay war derjenige, der den Echo bereits vor der Verleihung scharf kritisiert hatte, denn er Echo war am 12. April abgehalten worden - dem Holocaust - Gedenktag in Israel.

Im Hinblick auf den Skandal nun fast ironisch.

Farid Bang und Kollegah wurden in der Kategorie "Hip/Hop / Urban National" mit dem Echo ausgezeichnet. Und das obwohl einige Textstellen klare antisemitische Züge aufweisen, wie etwa: "Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen".

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