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Altersarmut - für viele von uns gleich um die Ecke

Maren Zimmermann
28. März 2018
18:41
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Altersarmut ist etwas das uns alle betreffen kann.

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Der Tagesspiegel berichtete darüber.

Viele Menschen fürchten, dass auch sie in die Altersarmut rutschen könnten, und das, obwohl sie ihr Leben lang hart gearbeitet haben.

Fred ist einer von ihnen. So gut wie täglich besucht er die Suppenküche, um Lebensmittel zu sparen. Mit knurrendem Magen besucht er die Suppenküche und wartet darauf, dass er endlich gegen 12:00 Uhr mittags seine erste Mahlzeit am Tag einnehmen kann.

Jeden Vormittag kann man Fred bereits Stunden vorher auf seiner Holzbank vor der Suppenküche sitzen und warten sehen.

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Er ist nur einer von unzähligen in Berlin, die auf die Suppenküche angewiesen sind.

Er ist stolze 78 Jahre alt und erhält 674 € Rente. Allein 300 € muss er davon für seine Miete aufbringen.

Dabei handelt es sich nur um eine Einzimmerwohnung.

Er weiß, dass er beim Amt vermutlich Zuschüsse beantragen könnte. Doch diesen Schritt möchte er nicht gehen, diese Hürde will er nicht überwinden.

Stattdessen möchte er sich mit dem zufrieden geben, was er hat. Dabei hilft die Suppenküche ihm eine ganze Menge. So kann er wertvolles Haushaltsgeld für Lebensmittel einsparen.

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Geld, das ohnehin sehr knapp ist.

Im Charlottenburger Hinterhof, wo die Suppenküche beheimatet ist, sammeln sich nach und nach mehr als 70 hilfsbedürftige Menschen ein.

Sie alle sind auf die Suppenküche angewiesen. Viele von ihnen sind Rentner.

Brigitte Minke arbeitet seit mehr als 18 Jahren in der Suppenküche und hat traurigerweise einen Anstieg der alten armen Bevölkerung bemerkt.

Immer mehr Rentner kommen zu ihnen, weil die Rente nicht reicht.

Zwischenzeitlich wurden es sogar so viel, dass nicht alle Bedürftigen versorgt werden konnten, und Malteser um Hilfe bitten musste.

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Dies ist die große Angst vieler im Alter. Mittellos zu werden, vielleicht sogar auf der Straße zu landen und zu hungern.

Der Großteil von ihnen hat ein Leben lang hart gearbeitet und sich auf den Ruhestand gefreut.

Die Armutsgrenze liegt in Deutschland laut dem Statistischen Bundesamt bei 930 € im Monat.

Fast 50 % aller Renten in Deutschland liegen unter 700 €.

In großen Städten wie Berlin ist die Armutsquote sogar noch höher, als in anderen Städten.

Dabei bedenken viele nicht, dass Armut nicht nur macht, sondern auch einsam. Man wird von der Gesellschaft ausgestoßen und kann nicht mehr wirklich am sozialen Leben teilnehmen.

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Fred ist nicht der einzige, der auf seinem Heimweg von der Suppenküche Flaschen sammeln wird. Damit bessert er sich seine magere Rente auf.

Sein großes Herz beweist Fred dabei, als er verriet, dass er die Hälfte des Pfandgeldes an bedürftige Kinder spendet. Er ist selbst in Pflegeheimen aufgewachsen, und weiß, die Kinder brauchen das Geld noch dringender als er selbst.

Von der anderen Hälfte gönnt er sich einmal eine Kleinigkeit.

Wenn nicht bald etwas in Deutschland geschieht, und die Regierung dieses Problem aktiv angeht, könnten viele von uns zu Fred werden und in die Armutsfalle im Alter rutschen.

Es muss etwas geschehen. Doch wie?

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