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13 Jahre nach Tod des Sohnes erhält Mutter Brief von Jungen, der sie 'Mama' nennt und zum Abschlussball einlädt – Story des Tages

Frida Kastner
06. Feb. 2022
20:20
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Eine Frau, die seit dem Tod ihres Sohnes isoliert gelebt hat, ist perplex, als sie 13 Jahre später einen Brief von einem Jungen erhält, der sie als "Mama" anspricht und zu seinem Abschlussball der Schule einlädt.

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Als Parvati Wegner ihren 3-jährigen Sohn Bobby an eine tödliche Krankheit verlor, hätte sie nie geahnt, dass es noch schlimmer werden könnte. Doch es konnte und ließ auch nicht lange auf sich warten.

Denn nur zwei Jahre nach Bobbys Tod verlor Parvati ihre bessere Hälfte Eduard. Er hatte den Schmerz des Verlustes nicht ertragen können und, während er Parvati nach Bobbys Tod durch ihre Trauer half, war er innerlich zerbrochen und hatte sich schließlich das Leben genommen.

Parvati erhielt 13 Jahre nach Bobbys Tod einen Brief. | Quelle: Shutterstock

Parvati erhielt 13 Jahre nach Bobbys Tod einen Brief. | Quelle: Shutterstock

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Die arme Parvati hatte ohne Kind und als Witwe nicht mehr viel Hoffnung. Sie hatte sich in einen Roboter verwandelt, arbeitete pausenlos Tag und Nacht und wartete darauf, dass die Götter sie zu sich rufen und mit ihrer Familie wiedervereinen würden.

Doch das Schicksal hatte andere Pläne für sie und eines Tages änderte sich ihr Leben für immer...

Es war 8 Uhr morgens, als Parvati ihre Türklingel hörte. Sie war Lehrerin und es war die Zeit, zu der sie gewöhnlich zur Arbeit aufbrach.

Sie hoffte, es sei nicht einer ihrer neugierigen Nachbarn, der sie früh morgens störte. Sie musste in einer halben Stunde an der Schule sein und wollte keine Zeit mit ihnen verplempern. Wenn es ein Nachbar war, das hatte sie schon beschlossen, würde sie behaupten, spät dran zu sein, um der Person aus dem Weg zu gehen.

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Also packte sie rasch ihre Tasche und griff ihre Jacke und die Autoschlüssel. An der Tür angekommen fand sie jedoch niemanden vor.

Parvati fand niemanden vor der Tür. | Quelle: Pexels

Parvati fand niemanden vor der Tür. | Quelle: Pexels

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"Habe ich mir das eingebildet? Vielleicht war es ein Nachbarskind", grübelte sie und schaute sich um, ob jemand in der Nähe war. Doch keine Menschenseele war zu sehen.

Sicher, dass das Klingeln ein Streich oder Einbildung gewesen war, drehte sie sich um, um die Tür abzuschließen und zu gehen, aber da fühlte sie etwas unter den Füßen und bemerkten einen Umschlag auf ihrer Fußmatte.

"Ein Brief?", wunderte Parvati sich, während sie danach griff. Sie war Witwe ohne lebende Verwandte. Wer sollte ihr schreiben? War es ein Streich?

"Von Ronnie Wilson", und eine Adresse standen auf dem Briefumschlag, außerdem Parvatis Name und Adresse.

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"Ein Brief aus Karlsruhe?!", sie öffnete und begann zu lesen. Als sie fertig war, strömten ihr die Tränen über die Wangen.

Parvati konnte nicht aufhören zu weinen, nachdem sie den Brief gelesen hatte. | Quelle: Pexels

Parvati konnte nicht aufhören zu weinen, nachdem sie den Brief gelesen hatte. | Quelle: Pexels

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"Liebe Mama,

Ich hoffe, dir geht es gut. Ist es nicht lange her, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben? Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr ich dich die letzten Jahre vermisst habe, Mama. 13 Jahre sind eine lange Zeit und ich freue mich darauf, dich bald zu sehen.

Ich weiß, du fragst dich wahrscheinloch, warum du nach all der Zeit diesen Brief bekommst, aber ich erkläre das, wenn wir uns sehen. Bitte versprich, dass du meine Bitte nicht ablehnen wirst.

Am Samstag ist unser Schulabschlussball, Mama, und ich möchte dich bitten, meine Begleitung zu sein. Ich weiß, dass du jetzt rot wirst, ha ha. Versprich, dass du kommst. Ich freue mich, dich dort zu sehen. Die Einladung steckt in dem Briefumschlag. Bis bald, Mama! Hab dich lieb!

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Dein dich liebender Sohn,

Ronnie Wilson."

Parvatis Hände zitterten und die Tränen benetzten ihre Wangen, als sie zu Ende gelesen hatte. Zunächst hielt sie es für einen schrecklichen Streich, aber nachdem sie die Einladung angesehen und per Google geprüft hatte, entdeckte sie, dass tatsächlich am Samstag eine Karlsruher Schule passend zur Einladung ihren Abschlussball abhielt.

Parvati erhielt eine Einladung zum Schulabschlussball. | Quelle: Pexels

Parvati erhielt eine Einladung zum Schulabschlussball. | Quelle: Pexels

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Solle ich wirklich hingehen? Was, wenn es bloß Unsinn ist und ich niemanden treffe? Fragte sie sich, aber ihr Herz empfand anders. Sie las den Namen des Absenders erneut und da war etwas darin... etwas... wo hatte sie den Namen zuvor schon einmal gesehen?

Sie beschloss, es so bald wie möglich herauszufinden und am Samstag reiste sie nach Karlsruhe, um den Jungen zu treffen, der den Brief geschickt hatte, in dem er sie als Mutter ansprach.

Als sie gegen 19 Uhr an der Schule eintraf, entdeckte sie einen Jungen, der ein Schild hochhielt mit der Aufschrift: "Willkommen, Parvati Wegner".

Parvati traute ihren Augen nicht, als sie begriff, dass alles echt war. Sie wollte nun noch dringender herausfinden, der Ronnie Wilson war und warum er sie kontaktiert hatte. "Ronnie Wilson? Hallo, ich bin Parvati Wegner", stellte sie sich vor, als sie auf ihn zutrat.

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"Oh, Frau Wegner!", Ronnies Gesicht erhellte sich sogleich. "Ich bin so froh, dass Sie kommen konnten. Ich habe mich so darauf gefreut, Sie kennenzulernen."

"Entschuldigung, aber haben wir uns schon einmal getroffen? Wie kennst du mich?", fragte Parvati und zögerte.

Ronnie schenkte ihr ein warmes Lächeln. "Das war vor 13 Jahren. Sind Sie sicher, dass sie sich nicht an mich erinnern?", fragte der Junge, ehe er den Grund für die Einladung enthüllte.

Parvati traf Ronnie. | Quelle: Unsplash

Parvati traf Ronnie. | Quelle: Unsplash

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Es stellte sich heraus, dass Ronnies Mutter Grazia dem Krebs erlegen war, kurz nachdem er in die 11. Klasse gekommen war. Seine Tante und sein Onkel hatten ihn aufgenommen, sich aber nicht anständig um ihn gekümmert und der Junge vermisste seine Mutter immerzu.

Ronnie erinnerte sich an eine Geschichte, die seine Mutter ihm eines Abends erzählt hatte, als sie Fotos angeschaut hatten. Es ging um die Herztransplantation, die er als Kind erhalten hatte. Die Spende war nur möglich gewesen, weil eine großzügige Mutter im Krankenhaus angeboten hatte, vor seiner Beerdigung das Herz ihres verstorbenen Sohnes zu spenden. Und diese Frau war niemand anderes als Parvati.

Als Parvati die Geschichte hörte, wurde ihr alles klar. Beim Unterschreiben der Spendendokumente hatte sie den Namen Ronnie gelesen.

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"Nach meiner OP sind wir nach Karlsruhe gezogen, weil meine Mama dort einen Job bekommen hatte", erklärte Ronnie, "leider wurde bei ihr vor drei Monaten Krebs diagnostiziert. Ich habe mich so allein gefühlt, seit sie tot ist, Frau Wegner. Kein Tag vergeht, an dem ich sie nicht vermisse."

"Wenn sie noch am Leben wäre, wäre ich definitive mit ihr zum Abschlussball gegangen. Also bin ich ihre alten Dokumente durchgegangen, um Ihre Adresse zu finden und habe Ihnen den Brief geschrieben, so, wie ich es für meine Mama getan hätte. Danke für die Ehre, dass Sie gekommen sind."

Ronnie hatte seine Mutter an Krebs verloren. | Quelle: Unsplash

Ronnie hatte seine Mutter an Krebs verloren. | Quelle: Unsplash

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Parvati war sprachlos. Ihre Augen füllten sich mit Tränen und sie tupfte immerzu mit einem Taschentuch daran herum. Ihr Herz klopfte wild und sie konnte nur an Bobby denken, ihren Sohn, der in Ronnie weiterlebte.

"Ich weiß, das ist ein großer Gefallen", sagte sie endlich mit zitternder Stimme, "aber möchtest du mir die Gelegenheit geben, deine Mutter zu sein? Mein Sohn Bobby lebt in dir weiter. Ich bin eine hilflose Mutter und flehe dich an, mir zu gestatten, wieder mit meinem Sohn zusammen zu sein."

Da trat Ronnie vor und umarmte die schluchzende Parvati. "Das ist das Mindeste, was ich für dich tun kann. Du hast mir das Leben gerettet, als ich auf der Intensivstation um mein Leben kämpfte. Mama hat nie vergessen, dass sie ein Engel in unseren Leben waren. Und, ganz ehrlich, du fühlst dich schon wie eine zweite Mutter an. Und ich hätte sehr gerne eine Mama wie dich."

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Damit füllte Parvatis Leben sich mit einem Hoffnungsschimmer und sie beschloss, sich um die Vormundschaft für Ronnie zu bemühen. Natürlich war es nicht einfach, es gab jede Menge Papierkram und Gerichtsbesuche und Überzeugungsarbeit, dass sie sich allein um Ronnie kümmern konnte. Zum Glück ging alles gut und binnen weniger Monate zog Ronnie zu ihr.

Seit diesem schicksalhaften Tag sind 12 Jahre vergangen. Ronnie ist nun 28 und arbeitet als Wissenschaftler in einem Labor. Er hat an der Uni einen Biochemie-Abschluss gemacht und sogar eine Auszeichnung für seine Forschung erhalten.

Parvati zog Ronnie allein groß. | Quelle: Unsplash

Parvati zog Ronnie allein groß. | Quelle: Unsplash

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Zwei Jahre nach seinem Eintritt ins Forschungsinstitut traf er eine Kollegin namens Laura und die beiden fackelten nicht lange und trauten sich nach einer kurzen Dating-Phase. Jetzt haben sie Zwillinge, Parvati und Grazia, die nach den beiden unglaublichen Frauen benannt sind, die Ronnie großgezogen und zu dem Mann gemacht haben, der er heute ist – eine leibliche und eine Adoptivmutter.

Was können wir von dieser Geschichte lernen?

  • Gott gibt immer etwas zurück, wenn er uns etwas nimmt. Parvati hatte ihren Sohn und ihren Mann verloren, doch später trat Ronnie in ihr Leben.
  • Das Leben ist voller unerwarteter Wendungen. Parvati hätte nie gedacht, dass sie wieder in den Genuss der Mutterschaft kommen würde, doch dank Ronnie, der sie gefunden und ihr geschrieben hatte, hatte eine hoffnungslose Frau wieder einen Grund, glücklich zu sein.
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Dieser Bericht wurde von einer Geschichte unserer Leser inspiriert und von einem professionellen Autor geschrieben. Jegliche Ähnlichkeit mit tatsächlichen Namen und Orten ist reiner Zufall. Alle Bilder dienen ausschließlich dem Zwecke der Illustration. Erzähl uns deine Geschichte; vielleicht wird sie das Leben eines anderen Menschen verändern. Wenn du deine Geschichte mit uns teilen möchtest, schicke sie bitte an info@amomama.com.

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