Inspirierende Stories

20. November 2021

Stummer alter Mann bittet Postbotin um Hilfe— Story des Tages

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Eine junge Postbotin erhält eine mysteriöse Bitte um Hilfe von einem alten Mann auf ihrer täglichen Route und es verändert ihr Leben für immer.

Meine Oma hat immer gesagt, dass man vom Lächeln im Gesicht einer Person nicht erkennen kann, was in ihren Köpfen und bei ihnen Zuhause vorgeht. Das gefiel mir nicht. Für mich bedeutete das, dass jedes Gesicht, das wir sehen, eine Lüge ist.

Doch manchmal verstecken die Leute etwas, vor dem sie sich schämen – bis es sich nicht mehr verstecken lässt. So geschah es auch mit Deniz Kelic. Eines Tages wusste er, dass er die Wahrheit sagen musste, weil es der einzige Weg war, Hilfe zu bekommen.

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Esther Turmer war stolz, Postbotin zu sein. Ihr Vater war auch Postbote gewesen und er hatte immer gesagt: "Wir sind das Blut, dass das Land am Leben und bei Gesundheit hält! Wir tragen den Sauerstoff, der alles am Laufen hält!"

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Esther glaubte das. Sie glaubte nicht, dass eine virtuelle Genesungskarte auch nur annähernd so rührend war, wie eine echte, die von liebevollen Händen unterzeichnet wurde. Sie liebte es, zu sehen, dass die Leute noch immer Briefe schrieben.

Könnte man sich eine E-Mail oder SMS etwa unter das Kopfkissen legen oder eine Schleife darum binden? Post war einfach so romantisch, fand Esther. Und sie mochte vor allem den Kontakt zu den Menschen, wenn sie Briefe und Päckchen auslieferte. Sie fühlte sich immer verbunden mit den Menschen.

Es gab einen älteren Herren, den Esther besonders mochte: Herr Kelic schenkte ihr immer das zuckersüßeste Lächeln, wenn sie sich sahen, auch wenn er kaum Post bekam, meistens nur Rechnungen. Er stand immer winkend auf der Veranda und winkte, manchmal warf er ihr eine Kusshand zu.

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Esther winkte immer zurück und erwiderte die Kusshand. Sie ging immer mit einem Lächeln durch seine Straße, doch eines Tages änderte sich das.

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Der alte Mann stand wie immer auf der Veranda, doch er lächelte nicht. Stattdessen hielt er einen Zettel in der Hand und sobald Herr Kelic sie sah, kam er langsam auf sie zu.

Wir wissen nie, was hinter verschlossenen Türen geschieht.

Als er näher kam, gestikulierte er ihr, dass er stumm war. "Oh!", sagte Esther. "Verzeihung, geht es Ihnen gut, Herr Kelic?"

Der Mann schüttelte energisch den Kopf und drückte Esther den Zettel in die Hand. Sie schaute darauf und bemerkte, dass es bloß ein gefaltetes Papier war, ohne Adresse oder Umschlag.

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"Herr Kelic, das kann ich so nicht annehmen…", begann sie, zu erklären, doch der freundliche Mann hatte Tränen in den Augen und gestikulierte bittend. Also steckte Esther sich den Zettel in die Tasche.

"Gut, Herr Kelic, ich kümmere mich für Sie darum", sagte Esther. Mit seinen hilflosen Augen im Gedächtnis setzte sie sich nach Schichtende hin und öffnete den Zettel, den er ihr gegeben hatte.

"Bitte helfen Sie mir. Meine Tochter ist bei mir eingezogen und nimmt mir die Rente. Anfangs kaufte sie damit Essen, doch jetzt gibt sie alles für Alkohol aus. Ich habe seit drei Tagen nicht gegessen und werde bald zu schwach sein, um das Haus zu verlassen. In Gottes Namen, bitte helfen Sie mir."

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Unterzeichnte war der Zettel von Deniz Kelic. Esther ging zu ihrem Chef und sie riefen gleich die Polizei. Sie bestand darauf, mit Beamt*innen zu begleichen und besorgte auf dem Weg noch eine Tüte mit Einkäufen für Herrn Kelic.

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Als die Polizei an seine Tür klopfte, öffnete eine große, verhärmte Frau. "Was wollen Sie?", fragte sie.

"Wir würden gern mit Ihrem Vater sprechen, gute Frau", sagte der Polizist höflich.

"Meinem Vater? Mein Vater ist stumm. Der hat seit 20 Jahren nicht gesprochen!", fuhr sie die Gruppe an, doch als die Polizisten darauf bestanden, ließ sie sie widerwillig ins Haus. Es war in völligem Chaos, überall lagen Müll und leere Flaschen herum. Nur die Küche, wo Herr Kelic saß, war sauber und aufgeräumt.

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Die Polizei ließ sich bestätigen, dass Herr Kelic den Zettel geschrieben hatte und nahm seine Tochter wegen Betrugs mit.

Esther nahm Herrn Kelic in die Arme und, mit der Erlaubnis der Polizei, kochte sie ihm schnell ein Abendessen. Später fuhr man den freundlichen Herrn zur Ärztin, wo er wegen Unterernährung behandelt wurde. Seine Tochter kam auf Bewährung frei, unter der Bedingung, dass sie sich von ihrem Vater fernhalten würde.

Esther hingegen sorgt nun immer dafür, dass sie für die Mittagspause bei Herrn Kelic in der Straße war. Sie machte sich und ihm immer etwas zu essen und die beiden wurden dicke Freunde.

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Was können wir von dieser Geschichte lernen?

  • Wir wissen nie, was hinter verschlossenen Türen geschieht. Jemand mag lächeln und kann trotzdem Opfer häuslicher Gewalt sein, also sei bereit, Hilfe und Unterstützung zu geben.
  • Ältere Menschen werden oft ausgenutzt und verdienen Schutz. Die älteren Gesellschaftsmitglieder sind verwundbar gegenüber skrupellosen, unehrlichen Menschen und wir müssen sie schützen.

Teile diese Geschichte mit deinen Freund*innen. Vielleicht inspiriert sie Menschen dazu, ihre eigenen Stories zu teilen oder anderen zu helfen.

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Dieser Bericht wurde von einer Geschichte unserer Leser inspiriert und von einem professionellen Autor geschrieben. Jegliche Ähnlichkeit mit tatsächlichen Namen und Orten ist reiner Zufall. Alle Bilder dienen ausschließlich dem Zwecke der Illustration. Erzähl uns deine Geschichte; vielleicht wird sie das Leben eines anderen Menschen verändern. Wenn du deine Geschichte mit uns teilen möchtest, schicke sie bitte an info@amomama.com.

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