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Leben

17. September 2021

Vater weigert sich strikt, Tochter zum Altar zu führen und das aus gutem Grund – Geschichte des Tages

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Ich weigerte mich, meine Tochter zum Altar zu führen, obwohl sie mich mehrmals darum bat. Ich glaube, dass ich das absolut Richtige getan habe...

Meine Tochter Bianka und ich reden seit Jahren nicht mit einander. Als sie 18 wurde, fanden wir heraus, dass sie nicht meine biologische Tochter ist. Meine Frau Clara hatte mich mit einem Freund betrogen und dieser sogenannte Freund, Julian, stellte sich als Biankas Vater heraus.

Ganz ehrlich, es machte für mich keinen Unterschied, ob Bianka meine Tochter war oder nicht. Ich hatte sie immer wie meine Tochter behandelt und wollte dies auch weiterhin tun. Traurigerweise jedoch wollte Bianka etwas anderes.

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"Wie konntest du das tun, Papa?", Bianka war fuchsteufelswild, als sie an jenem Tag von der Uni heimkam. "Oh, warte, soll ich dich überhaupt Papa nennen?"

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"Spätzchen, ich wollte es dir sagen", erklärte ich, "aber ich dachte, die Tatsache, dass Clara und ich uns scheiden lassen wäre schon viel für dich zu verarbeiten. Es tut mir leid!"

"Nein, Papa!", erwiderte Bianka, "deine Entschuldigung macht nichts besser."

"Bianka, bitte. Du bist jetzt alles, was ich habe, bettelte ich, ich will dich nicht verlieren. Es ist mir egal, ob du meine biologische Tochter bist oder nicht. Ich hab dich doch lieb, Spätzchen!"

Bianka funkelte mich an. "Tja, wenn du mich lieb hättest, hättest du nicht die Wahrheit über meinen Vater vor mir versteckt!"

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"Aber Bianka...", ehe ich etwas sagen konnte, hatte Bianka ihre Sachen gepackt und war verschwunden.

Mein Herz war gebrochen. Es war mir egal, wenn Bianka ihren biologischen Vater mir vorzog. Aber die Tatsache, dass sie nicht einen Gedanken an all die Jahre der Liebe und Fürsorge tätigte, die ich ihr als Vater gewidmet hatte, schmerzte mich wirklich.

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Von jenem Tag an versuchte ich mehrmals, Bianka zu erreichen. Manchmal machte ich auf der Arbeit blau, um sie an der Uni zu besuchen. Aber jedes Mal, wenn ich versuchte, mit ihr zu reden, ignorierte sie mich einfach und ging davon.

Einmal erhielt ich eine E-Mail von ihrer Uni, die mich darüber unterrichtete, dass Bianka Probleme an der Uni hatte. Sie war durch mehrere Klausuren gefallen und die Uni hatte ihr eine Mahnung ausgesprochen, dass sie die Nachholklausuren bestehen musste oder sie würde exmatrikuliert.

Ich machte mir Sorgen um sie, also versuchte ich erneut, sie zu erreichen. Zum Glück nahm sie den Anruf an.

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"Ruf mich nicht mehr an oder ich melde es der Polizei!", sagte sie und wollte auflegen.

"Bianka, warte!", sagte ich. "Ich verspreche, dich nicht mehr anzurufen, aber es geht diesmal nicht um dich. Es geht um dein Studium."

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Bianka fing an, mich durch den Hörer anzubrüllen: "Oh Mann! Machst du das nicht toll mit dem Vater Spielen? Ich meine, wie lange kannst du die Rolle durchhalten?"

"Aber, Spätzchen, ich habe mir Sorgen um dich gemacht", sagte ich ihr.

"Es reicht jetzt, Mark!", antwortete sie. "Wenn du das noch einmal machst oder auch nur vorbeikommst, um mich zu suchen, dann weißt du, was ich als nächstes tun werde!", fuhr sie fort und legte auf.

Ich war geschockt. "Mark?" Hatte sie mich wirklich bei meinem Namen genannt, nicht Papa?

Falls du Kinder hast, dann weißt du, wie hilflos man sich fühlt, wenn das eigene Kind nicht zuhören will. Sie denken, dass man nur lieb tut, selbst wenn man sich aufrichtig Sorgen macht. Leider passierte genau das mit Bianka.

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Von da an hatten Bianka und ich keinen Kontakt mehr. Eine Nachricht oder einen Anruf von ihr zu erwarten war ein ferner Traum. Schließlich war sie glücklich mit Julian und Clara.

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Aber eines Tages schickte sie mir eine SMS. Ihre Nachricht jedoch führte mich zu dem Schluss, dass es besser wäre, ihre Bitte abzulehnen...

"Hallo, Papa, Bianka hier", begann die Nachricht.

"Papa?" Weiß sie nicht mehr, dass mein Name Mark ist, oder hat sie die SMS nur aus Versehen geschickt?

"Ich bin verlobt und ich möchte, dass du mich zum Altar führst", stand dort. "Ich weiß, die letzten Jahre zwischen uns waren holprig, aber ich brauche wirklich deine Hilfe. Mein Verlobter, Adam, ist seit dem Tod meines Vaters vor zwei Jahren meine einzige Stütze..."

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So langsam ahnte ich, worauf die Nachricht abzielte.

"Und jetzt besteht seine Mutter beharrlich darauf, dich kennenzulernen. Sie löst vielleicht sogar die Verlobung, wenn du und Mama nicht da sind. Adam kommt aus einer Familie, die sich sehr nahe steht und will, dass er eine Frau heiratet, die ein enges Verhältnis zu ihren Eltern hat und Beziehungen zu schätzen weiß."

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Bianka schrieb auch, dass es meine Schuld gewesen sei, dass unsere Beziehung zerbrochen sei, weil ich ihr nicht von ihrem leiblichen Vater erzählt hatte. Sie bat mich jedoch, alles zu vergessen und an der Hochzeit teilzunehmen. Ich war schockiert darüber, dass ihr nicht im geringsten klar war, wie falsch sie lag. Alles, was sie interessierte, war die Hochzeit.

Ich weiß nicht, was du an meiner Stelle getan hättest, aber ich lehnte ihre Bitte ab. Sie schrieb mir am Abend noch einmal und bat erneut um Hilfe, aber meine Antwort blieb dieselbe.

Wenn sie sich auch nur einmal bei mir entschuldigt hätte, hätte ich ihr geholfen, ehrlich. Aber Bianka hielt meine Unterstützung für selbstverständlich. Sie nahm an, dass ich ihr zuhören würde, egal, was sie tat.

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Manche Leute sitzen mir noch immer im Nacken, weil ich den besonderen Tag meiner Tochter ruiniert habe, vor allem mein Freund Kevin. Er sagt mir immer wieder, dass ich alles vergessen und einfach zur Feier gehen soll. Aber dann wird Bianka nur weiterhin alles für selbstverständlich halten und nie ihr Verhalten ändern.

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Ich hoffe, dass sie so ihre Lektion lernt.

Was können wir von dieser Geschichte lernen?

  • Sieh Menschen nicht als selbstverständlich an. Wie Bianka Mark behandelt hat war absolut nicht richtig
  • Beziehungen bauen auf Liebe und Fürsorge auf, nicht unbedingt auf Blut. Die Art, wie Mark sich um Bianka kümmerte, beweist das.

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Diese Geschichte wurde inspiriert von einem Beitrag eines Abonnenten, aber geschrieben wurde sie von einer*m professionellen Autor*in. Alle Namen wurden abgeändert, um die Privatsphäre der beteiligten Personen zu wahren.

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