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12. September 2021

Kinder vergessen ihren Vater, also verbringt er die Nacht draußen im Rollstuhl – Geschichte des Tages

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Zwei Kinder ließen ihren kranken Vater im Rollstuhl auf der Veranda und er musste die Nacht draußen verbringen.

Peter Janssen war 32 Jahre alt, als seine Frau verstarb und ihn mit ihren Zwillingen Daniela und Michael allein zurückließ. Am Boden zerstört widmete Peter all seine Mühen darauf, die Kinder großzuziehen und sicherzustellen, dass es den Kindern an nichts fehle.

Als begnadeter Schreiner arbeitete Peter Tag und Nacht. Er wusste, dass es mit nur einem Einkommen schwierig werden würde, den Kindern die Bildung zu ermöglichen, von der er und seine Frau geträumt hatten. Peters gesamtes Leben fokussierte sich auf die Kinder, aber seine Hingabe wurde nicht belohnt.

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Peter wusste, dass eine gute Schule Daniela und Michael viele Türen öffnen würde, also schickte er sie auf eine exklusive Privatschule. Obwohl sein Geschäft gut lief, fraßen die Schulgebühren jeden Cent, den er verdiente.

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Die beiden Kinder waren clever und strebsam. Peter war stolz, sie jedes Jahr als Jahrgangsbeste zu sehen. Als sie mit der Schule fertig waren, sicherte ihnen ihr Abiturschnitt den Zugang zu den besten Universitäten.

Daniela und Michael erhielten beide Stipendien, die finanziell eine große Hilfe waren, aber darüber hinaus mussten Lebenserhaltungs- und Reisekosten gedeckt werden. Also arbeitete Peter noch mehr als früher.

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Zwei Kinder durch die Uni zu bringen war eine große finanzielle Belastung für Peter und er gab alles für sie aus, ohne an seine eigene Zukunft zu denken und für seine Rente zu sparen. Als sie die Uni abschlossen, half Peter ihnen weiterhin.

Peter hätte nie gedacht, dass er mit 63 einen Schlaganfall haben würde, der ihn die Fähigkeit zu arbeiten, laufen und sprechen kosten würde. Der ehemals fleißige, energetische Mann war nun auf einen Rollstuhl angewiesen. Seine vormals talentierten Hände konnten kaum noch einen Löffel halten.

Seine Kinder, die nun erfolgreiche Berufstätige waren, waren nun mit der Tatsache konfrontiert, dass ihr Vater sich nicht mehr um sich selbst kümmern oder allein leben konnte. Keiner der beiden wollte sich allein um ihn kümmern, also beschlossen sie, die Bürde zu teilen.

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Peter blieb zehn Tage bei Daniela, dann zehn Tage bei Michael. Ehemals so dynamisch, war er nun still und saß mit hängenden Schultern in seinem Rollstuhl. Manchmal vergaßen sie, wer er war und er wurde zu einem Schatten über ihren perfekten Leben.

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Peters zitternden Hände und der Speicheltropfen, der ihm ab und zu das Kinn hinabrann, widerte Daniela an. Der Mann, der sie geliebt und sich um sie gekümmert hatte, widerte sie an und sie hasste ihn dafür.

Manchmal müssen wir etwas beinahe verlieren, um es wertzuschätzen.

Und Michael, Peters eifrige – und erfolglose – Versuche, mit seinem Sohn zu kommunizieren, nervten ihn und seine Frau. Es eskalierte, als Michael seinen zehnten Hochzeitstag feiern wollte.

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Unglücklicherweise für Michael fiel sein Hochzeitstag in seine 10 Tage mit Peter und seine Frau war außer sich. "Ich will ein normales Leben, Michael und ich schwöre, dass, wenn wir unseren Hochzeitstag nicht wie geplant feiern, es keinen weiteren geben wird!"

Also rief Michael seine Schwester an und bettelte, dass sie den Vater nur für eine Nacht nehmen würde. "Nein, Michael," rief sie, "die letzten zehn Tage waren ein ALPTRAUM! Jetzt bist du dran, also sieh zu!"

Wütend schob Michael Peter in sein Auto und fuhr zum Haus seiner Schwester. Er klingelte und hämmerte gegen die Tür. "Daniela, mach auf!", brüllte er, "Komm schon! Meine Ehe steht auf dem Spiel!"

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Daniela brüllte durch die fest geschlossene Tür zurück: "Meine auch, von meinem Verstand gar nicht zu reden! Du bist dran mit Zombie-Papa, also überleg dir was!"

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"Ich lasse ihn genau hier, Daniela!", brüllte Michael, "Also machst du besser auf!" Er schob Peters Rollstuhl näher an die Tür, stieg in sein Auto und fuhr davon.

Daniela jedoch öffnete nicht die Tür. Sie dachte nicht, dass ihr Bruder wirklich den Vater auf der Veranda hatte stehen lassen. Sie sprach mit ihrem Ehemann darüber, was für eine verwöhnte Göre ihr Bruder war und hatte ein schönes Glas Wein zum Abendessen.

Am nächsten Morgen, als sie die Tür öffnete, um zur Arbeit zu fahren, war sie geschockt, ihren Vater zusammengekauert in seinem Rollstuhl zu finden, zitternd und eiskalt. Da er keine Stimme mehr hatte, hatte er nicht um Hilfe rufen können.

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Daniela rief den Krankenwagen und Peter wurde ins Krankenhaus gebracht, wo die Ärzt*innen ihr sagten, dass Peter in der Nacht fast vor Kälte gestorben wäre. Sein angeschlagener Zustand und die Nacht draußen hatten sein Leben in Gefahr gebracht.

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Daniela ruf ihren Bruder an. "Michael, es ist Papa.."

Michael grollte: "Wenn du anrufst, um dich wegen gestern Abend zu beschweren.."

"Er ist im Krankenhaus und schafft es vielleicht nicht," sagte sie, "die Ärzt*innen sagen, er hat die Nacht draußen verbracht. Ich dachte nicht, dass du ihn wirklich dort gelassen hattest..."

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"Ich.. ich dachte nicht, dass du nicht die Tür öffnen würdest!", keuchte Michael. "Mein Gott, Daniela, was haben wir getan?"

An jenem Tag saßen Daniela und Michaela an Peters Bett und schauten in sein blasses Gesicht, hielten seine zerbrechlichen Hände, die stets so hart gearbeitet hatten, um ihnen ihre Träume zu erfüllen. Sie schämten sich zutiefst.

Als Peter die Augen aufschlug, sah er seine Kinder an seinem Bett und zum ersten Mal seit einer langen Zeit fand er Liebe in ihren Augen. "Papa," flüsterte Michael, "es tut mir so leid. Bitte, verzeih mir..."

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Daniela weinte. "Es tut mir leid, Papa. Du hast etwas Besseres verdient als das hier, etwas viel Besseres. Aber ich verspreche dir, dass die Dinge von nun an anders sein werden."

Und das wurden sie. Daniela und Michael wurde klar, wie sehr sie ihren Vater liebten und wieviel sie ihm für all die Jahre Schufterei schuldeten. Sie wurden für den Rest seines Lebens liebevolle und hingebungsvolle Kinder.

Was können wir von dieser Geschichte lernen?

Die, die wir lieben, können keine Last sein. Peter, der mir 2 Kindern allein war, gab alles, um ihnen nur das Beste zu bieten – aber Michael und Daniela zahlten dies nicht zurück.

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Manchmal müssen wir etwas beinahe verlieren, um es wertzuschätzen. Leider musste Peter beinahe sterben, bis seine Kinder begriffen, wie sehr sie ihn liebten.

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Diese Geschichte wurde inspiriert von einem Beitrag eines Abonnenten, aber geschrieben wurde sie von einer*m professionellen Autor*in. Alle Namen wurden abgeändert, um die Privatsphäre der beteiligten Personen zu wahren.

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