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06. Juli 2021

Junge, 7, flehte Trainer um Pause an und verstarb nach 27 Mattenwürfen

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In Taiwan fand eine tragische Geschichte ein trauriges Ende. Ein Siebenjähriger nahm an einem Judotraining teil und wurde auf Geheiß des Trainers immer wieder auf die Matte geworfen, obwohl er um eine Pause bat. Er musste schließlich ins Krankenhaus gebracht werden. Nach mehreren Wochen im Krankenhaus wurden nun die Lebenserhaltenden Maßnahmen eingestellt.

Kampfsport hat oft auch mit Selbstdisziplin zu tun. Im Judo ist das körperliche Hauptziel die Selbstverteidigung. Als jedoch der Trainer mangelnde Selbstdisziplin zeigte, hatte ein siebenjähriger Schüler seines Judokurses keine Chance, sich zu verteidigen.

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Der junge Taiwanese hatte erst kürzlich mit dem Sport begonnen und sein Onkel begleitete ihn und machte Videoaufnahmen. Auf diesen ist zu sehen, wie ein Kursgefährte den Jungen auf Anweisungen des Trainers wiederholt auf die Matte warf.

Der Siebenjährige soll geschrien und sich übergeben haben, aber der Trainer bestand darauf, die Tortur fortzuführen und soll schließlich selbst Griffe an dem Jungen angewandt und ihn zu Boden geworfen haben. Daraufhin wurde der junge Schüler ohnmächtig.

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Im Krankenhaus ergaben Untersuchungen, dass seine Verletzungen denen eines Verkehrsunfalls glichen. Er erlitt Blutungen im Schädel und musste notoperiert werden. Im Anschluss versetzte man ihn in ein künstliches Koma.

Sein Blutdruck und Herzschlagfrequenz jedoch verschlechterten sich, sodass nach etwa 70 Tagen Koma die lebenserhaltenden Maßnahmen eingestellt werden mussten. Der Familie brachte man in den sozialen Medien großes Mitgefühl entgegen, berichtete die BBC.

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Auch die Stimmen, die sich gegen den Trainer wandten, seien lauter geworden. Mittlerweile habe sich herausgestellt, dass er über keine offizielle Trainerlizenz verfügte. Er wurde wegen Körperverletzung verhaftet, aber auf Kaution freigelassen.

Diese belief sich auf rund 3000 Euro. Mit dem Tod des Jungen jedoch ändert sich die Anklage auf das "Verursachen einer tödlichen Verletzung," zitierte die BBC die Taiwan News. Damit drohen dem Angeklagten eine Mindeststrafe von sieben Jahren Gefängnis. Das Höchstmaß wäre eine lebenslängliche Gefängnisstrafe.

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In dem Versuch zu erklären, wie es kommen konnte, dass der anwesende Onkel nicht in das Geschehen eingriff, bezieht die BBC sich auf Taiwanesische Experten. Diesen zufolge gäbe es in dem Land ein sehr starkes Gefühlvon Respekt und Ehrerbietung gegenüber Autoritätspersonen wie Lehrern und Trainern.

So sei es zu erklären, dass der Onkel es nicht gewagt habe, sich gegen den Judotrainer zu stellen. Es sei seine Aufgabe gewesen, dessen Autorität fraglos zu respektieren. Die Mutter des Jungen sagte aus, dass der Onkel mit großen Schuldgefühlen kämpfe.

Sie erinnere sich noch daran, wie ihr Sohn sich an dem Morgen des Ereignisses von ihr verabschiedet habe. Sie wusste nicht, dass sie ihren Sohn nicht wieder bei Bewusstsein sehen würde.

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