Leben

13. Juni 2021

Anruf enthüllt Vater führt Doppelleben als Spielsüchtiger und hat enorme Schulden

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Mit einem einzigen Anruf ändert sich für eine fünfköpfige in England Familie alles. Der Vater ist verhaftet worden, weil er gestohlen und Schulden angehäuft hat. Die Familie war ahnungslos.

Vor zehn Jahren erlebte Denise Bradford einen Geburtstag, den sie nie vergessen würde. Ein Anwalt rief sie an und teilte ihr mit, dass ihr Mann David verhaftet worden war.

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Die Mutter und ihre Söhne Alex, Ryan, und Adam fallen aus allen Wolken. Ihr Vater hatte über 580.000 Euro Schulden gemacht, das Haus mit einer zweiten Hypothek belastet und sogar 58.000 Euro von seinen Arbeitgebern gestohlen, weil er spielsüchtig war.

Acht Monate lang saß David im Gefängnis. Seinen Job im Finanzsektor hatte er verloren und damit auch das jährliche Gehalt von 81 Tausend Euro.

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Sohn Ryan erinnert sich: "jeden Tag, den Vater hinter Gittern war, fragten wir uns, wie wir die Hypothek decken und die Schuldeneintreiber zurück halten sollten. Wir verbrachten die Tage damit, uns über die drohende Obdachlosigkeit Sorgen zu machen."

Adam erzählt, wie wütend seine Mutter war. Anfangs habe sie kaum mit Vater David sprechen können. Adam selbst war bemüht, einen Überblick über die finanzielle Misere zu erlangen und die Krise zu meistern.

Nur langsam ließ die Wut und Enttäuschung nach. Der Umgang mit Sucht ist für Angehörige sehr komplex.

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"Mutter fühlte sich betrogen, aber wir haben gelernt, dass es kein Betrug war – er wollte nur das Beste für seine Familie," erläutert Adam, "als er jedoch mehr und mehr Schulden machte, versuchte er, das Geld für uns zurück zu bekommen und verlor immer mehr."

Um sein Fehlverhalten wieder gut zu machen und die Familie finanziell über Wasser zu halten, nahm David auch schlechte Jobs an und machte viele Überstunden. Es ist schwer, nach einem Gefängnisaufenthalt überhaupt Arbeit zu finden.

Diese Erfahrungen haben Vater David und seine Sprösslinge motiviert, wirklich etwas zu ändern. Sie wollen anderen Menschen mit Suchtproblemen helfen.

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Dazu haben sie die App "BetProtect" entwickelt. Sie enthält nützliche Informationen, Videos und Podcasts zu Suchterkrankungen und die Nummern von Nothotlines. Außerdem ermöglicht sie es, ohne komplizierte Terminvereinbarungen und anonym mit Suchtberater*innen zu sprechen.

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David ist überzeugt, dass ihm ein solches Angebot hätte helfen können, ehe es zu spät war. Er war sich bis zu seiner Verurteilung nicht einmal bewusst gewesen, dass er ein Suchtproblem hatte. Er möchte andere davor bewahren, ihre Lieben so sehr zu verletzen, wie er es getan hat.

Die britische Kommission für Spielsucht ermittelte, dass seit dem ersten Lockdown in Großbritannien die Zahl der Betroffenen drastisch gestiegen seien. Einer von 500 Erwachsenen habe in dieser Zeit mit dem Spielen angefangen.

Die App kommt also genau zur rechten Zeit. Beispiele wie das der Familie Bradford zeigen, dass ein Wandel möglich ist.

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