Maddie McCann ist vor 14 Jahren verschwunden: "Hellseher" sagt, wo sie begraben liegt

Der selbsternannte Hellseher Michael Schneider hat der Polizei angeblich die genauen Koordinaten des Ortes gegeben, an dem seiner Meinung nach, die Polizei die Leiche der Maddie McCann finden wird. Maddie McCann wird seit dem 3. Mai 2007 vermisst.

Die Polizei soll der Behauptung eines Hellsehers nachgehen, dass Madeleine McCanns Leiche in einem Wald sechs Meilen (9.65 Kilometer) von dem portugiesischen Ferienort entfernt begraben ist. McCann befand sich in dem Ort Praia da Luz, als sie verschwunden ist.

 

Michael Schneider, der Berichten zufolge erfolgreich die Leichen mehrerer vermisster Personen ausfindig gemacht hat, sagte den Beamten, Madeleine sei "leider tot und in Portugal nordöstlich von Lagos begraben".

Er hat den Polizisten die genauen Koordinaten des Ortes gegeben, an dem er glaubt, dass ihre Leiche gefunden wird. Der deutsche Oberstaatsanwalt Hans Christian Wolters bestätigte gegenüber Mirror, dass seine Beamten zuvor Hellseher eingesetzt und in einigen Fällen konkrete Informationen erhalten haben.

 

Für RTL hat der Staatsanwalt Christian Wolters mitgeteilt: "Tatsächlich haben sich auf unseren Fahndungsaufruf im vergangenen Jahr auch mehrere Hellseher/Hellseherinnen gemeldet und Ihre Hilfe angeboten. Teilweise haben wir von diesen Personen auch konkrete Hinweise erhalten."

Aktuelle Berichte über eine Ermittlung wollte der Staatsanwalt nicht weiter kommentieren, doch er betonte, dass die Polizei und die Staatsanwaltschaft jede Hilfe annehmen. Der britischen Mirror zufolge hat der Hellseher letzten Monat geholfen einen Fall in Deutschland zu lösen. Die Polizei fand, nach dem Angaben von Mirror eine Frauenleiche 36 Stunden, nachdem Schneider seine Vermutungen gemeldet hat. 

 

Doch auch wenn, die britische Mirror berichtet, dass Schneider geholfen hat, einige weitere vermissten Fälle zu schließen und die vermisste Personen zu finden, berichtet RTL über eine Polizeiwarnung, die dem Hellseher gesendet wurde, als er sich ungefragt in den vermissten Fall von Rebecca Reusch eingemischt hat.

Im August 2019, ein halbes Jahr nachdem Rebecca Reusch verschwunden ist, hat er laut Berliner Kurier versucht in Kontakt mit ihren Eltern zu treten. Er behauptete Hinweise über den Aufenthalt des Mädchens zu haben, die sich später als falsch entpuppten. Der Leiter der Mordkommission fand es in einem Moment nötig den Herrn Hellseher zu verweisen und in einem offenen Brief sprach er Klartext:

"Sehr geehrter Herr Schneider, ich habe festgestellt, dass auch ich ein Seher bin. Ich habe vorhergesehen, dass Sie trotz meiner Bitte keine Ruhe geben!"

 

Er fügte hinzu das die Berliner Polizei keinen Hinweisen von Hellseher, Geisterkontaktlern, Kartenlegern und anderen nachgeht. "Weitere Kontaktversuche, das sollten Sie eigentlich vorhersehen können, sind somit für Sie nicht zielführend", hieß es in dem Brief.

Doch der selbsternannte Hellseher wollte auch dann nicht aufgeben und in der Antwort betonte er, dass sich Rebecca nicht südlich der A12 befindet, sondern die Polizei nördlich fündig wird. 

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