Die Hochzeit wurde fast ruiniert: Der Catering-Kellner täuschte den eigenen Tod vor

Das war nichts anderes, als Betrug: Ein Catering-Kellner täuschte den eigenen Tod vor, um die Neuvermählten zu betrügen.

Jesus C., so lautet der Name des Verbrechers, hatte auch sechs andere Paare mit dem gleichen System betrogen.

Dieser Vorfall passierte im Juni 2015, Adriana S. und ihr zukünftiger Ehemann, Leonardo M. beauftragten die Firma „Catering Modena“ mit der Organisation ihrer Hochzeit. Seltsamerweise hatten die Firma und das Paar keinen Vertrag unterzeichnet. Die Dienstleistungen der Firma kosteten 1980 Euro.

Das Paar zahlte im Voraus 75 Prozent des Preises, das Paar überwies den Betrügern 1500 Euro. Das Paar dachte über ihre Hochzeitsfeier überhaupt nicht mehr nach, sie dachten, alles sei unter Kontrolle.

Erst einige Stunden vor der Hochzeitszeremonie schickte eine Event-Firma der Braut eine E-Mail, in dem stand, dass die Catering-Kellner verstorben waren, und dass die Feier deshalb nicht stattfinden wird.

Davor hatten die angeblichen Mitarbeiter der Firma die Vorbereitungen begonnen. In der Mitteilung, die die Braut an dem Hochzeitsmorgen bekam, stand, dass die Verantwortlichen für die Feier in einem schrecklichen Unfall ums Leben gekommen waren.

Diese Nachricht ruinierte fast die Hochzeit, aber glücklicherweise gelang es, das Verbrechen zu entdecken. Leider bekamen die Neuvermählten ihr Geld nicht zurück, obwohl es in der Mitteilung stand, dass das Geld erstattet wird.

Die Ermittlung beanspruchte ein Jahr und drei Monate Freiheitsstrafe für die Täter.

Weder am Hochzeitstag noch am nächsten Tag war es möglich, die Vertreter der „Firma“ zu erreichen. Erst einige Tage später rief Leonardo an und ihm antwortete der angebliche Bruder von verstorbenem Jesus C., dass man sich mittlerweile mit dem Begräbnis beschäftigt.

Einige Monate später erfuhren Adriana und Leonardo, dass „Catering Modena“ auch die anderen Paare auf eine ähnliche Weise betrogen hatte.

Quelle: Shutterstock

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Allerdings können oder wollen die Behörden nicht beweisen, dass es sich in dem Fall um Betrug handelte.

Die Hochzeit wurde aber doch gefeiert, zwar drei Stunden später, aber doch gefeiert. Man schaffte erst in acht Stunden das Ganze von Anfang an zu organisieren. Der Tag war für das Paar unvergesslich.