Echo-Verleihung: Müller-Westernhagen will seine Auszeichnung zurückgeben

Nach dem Debakel bei der Echo-Verleihung will Marius Müller-Westernhagen nun seinen Preis zurückgeben.

Und in seiner Entscheidung ist er nicht der einzige Künstler.

„Die Verherrlichung von Erfolg und Popularität um jeden Preis demotiviert die Kreativen und nimmt dem künstlerischen Anspruch die Luft zum Atmen.“ – (Zitat, Marius Müller Westernhagen, Facebook)

Grund für den ganzen Tumult waren Kollegah und Farid Bang.

Denn die waren letzten Donnerstag für ihr Album "Jung, Brutal, Gitaussehend 3" ausgezeichnet worden und hatten damit einen Eklat ausgelöst.

Einige Textzeilen in ihren Liedern hatten für Empörung und Aufsehen gesorgt.

"Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen" oder auch "Mache wieder mal 'nen Holocaust, komm' an mit dem Molotow" kamen nicht wirklich gut an.

Verständlicherweise.

Solche antisemitischen Texte wurden quasi mit dem Echo belohnt. Was diese Reaktion mancher Künstler durchaus verständlich macht.

„Ich bin nicht der Meinung, dass die mit dem ECHO ausgezeichneten Rapper Antisemiten sind. Sie sind einfach erschreckend ignorant“, schrieb Müller-Westernhagen. (Zitat, MOPO)

Sogar der Veranstalter hat mittlerweile Fehler eingeräumt.

„Wir als Vorstand haben das falsch bewertet und wollten uns an der falschen Stelle für die künstlerische Freiheit einsetzen.“ – (Zitat, MOPO)

Doch dieser Fehler sei nicht mehr rückgängig zu machen. Der Vorstand räumte die Fehler, in den Augen vieler Künstler und Zuschauer, zu spät ein. 

Man will für die Zukunft mehr ein Auge auf solche Dinge haben und sensibler mit solchen Dingen umgehen, versprach man.

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