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Madonna | Quelle: Getty Images
Madonna | Quelle: Getty Images

„Meine Kinder retten mich jedes Mal": Madonnas langer Weg nach dem Koma – und ihr Comeback

Valeriia Hushcha
Von Valeriia Hushcha
01. Okt. 2026
15:33

2023 wäre Madonna beinahe gestorben. Auf der Bühne erzählte sie damals unter Tränen, wie sie aus dem künstlichen Koma erwachte – umgeben von ihren Kindern. Zwei Jahre später enthüllte die Pop-Ikone erstmals die ganze, erschütternde Wahrheit über ihre Erkrankung. Und 2026 stand sie wieder dort, wo einst alles begann.

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Bei einem Konzert erzählte Madonna von einem erschütternden Erlebnis, bei dem sie – nachdem sie in ein künstliches Koma versetzt worden war – aufwachte und die beruhigende Anwesenheit ihrer sechs Kinder im Zimmer spürte.

Die weltberühmte Künstlerin Madonna lieferte 2023 in Belgien einen unglaublichen Auftritt ab. Mitten im Konzert wurde die Sängerin emotional und erzählte von ihren Erlebnissen im Krankenhaus vor einigen Monaten.

Während des Konzerts gab Madonna ihren Fans einen Einblick in ihre Erfahrungen während des medizinisch herbeigeführten Komas. Obwohl die Künstlerin an manchen Stellen vor lauter Emotionen innehalten musste, feuerten ihre Fans sie weiterhin an.

Die Sängerin verriet, was sie beim Aufwachen sah, und sagte : „Ich wachte auf und alle meine Kinder saßen um mich herum … meine Kinder retten mich jedes Mal." Sie wusste, dass sie überleben musste, um bei ihren Kindern zu sein, und genau das tat sie auch. Die Sängerin von „Girls Just Wanna Have Fun" hob die Rolle hervor, die ihre Mutter damals spielte, und was diese zu Madonna gesagt hatte: „Es ist noch nicht deine Zeit zu gehen."

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Madonna bedankte sich anschließend bei ihren Kindern und Fans für ihre unerschütterliche Unterstützung während ihrer gesamten Karriere und in ihren gesundheitlichen Kämpfen, bevor sie ihre Gitarre zur Hand nahm und die Show fortsetzte.

Madonna und David Banda in Mphandula im April 2007. | Quelle: Getty Images

Madonna und David Banda in Mphandula im April 2007. | Quelle: Getty Images

Das war nicht das erste Mal, dass Madonna über ihr Koma sprach. Im Juli 2023 erzählte sie ebenfalls davon, wie sie im Krankenhaus neben ihren Kindern aufwachte. Sie dachte auch sofort an ihre Fans und merkte an, dass sie diejenigen nicht enttäuschen wollte, die bereits Tickets für ihre Tour gekauft hatten.

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„Mein Fokus liegt jetzt auf meiner Gesundheit und darauf, wieder stärker zu werden", sagte sie. „Ich könnte nicht dankbarer sein für eure Fürsorge und Unterstützung." Die 65-jährige Sängerin war wegen einer bakteriellen Infektion, die sie in ein 48-stündiges Koma versetzte, auf der Intensivstation hospitalisiert worden.

Wie die Sängerin sich erinnerte, verlor sie in ihrem Badezimmer das Bewusstsein und wachte auf der Intensivstation wieder auf. Zum Glück brachte ihre Freundin Shavawn sie sofort ins Krankenhaus. Etwa einen Monat später postete Madonna auf Instagram ein Foto, auf dem sie ihren Sohn David Banda umarmt, zusammen mit einem Update zu ihrem Gesundheitsschreck.

Madonna stellt am 26. September 2017 im Ludlow House in New York City „MDNA SKIN“ vor. | Quelle: Getty Images

Madonna stellt am 26. September 2017 im Ludlow House in New York City „MDNA SKIN“ vor. | Quelle: Getty Images

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Zwei Jahre später: die ganze Wahrheit über die Sepsis

Lange hatte Madonna nur in groben Zügen über jene dramatischen Tage im Juni 2023 gesprochen. Erst im September 2025 enthüllte sie, wie lebensbedrohlich ihre Erkrankung tatsächlich gewesen war – in ihrem allerersten Podcast-Interview überhaupt. Im Gespräch mit Jay Shetty für dessen Format „On Purpose" sprach die Pop-Ikone so offen wie nie über den gesundheitlichen Albtraum.

Dabei fiel erstmals ein Wort, das sie zuvor öffentlich nie benutzt hatte: Sepsis. „Es ist etwas, das nennt sich Sepsis, und es kann dich töten", sagte Madonna. Aus einer bakteriellen Infektion, die sie sich während der Proben zu ihrer Tour zugezogen hatte, war eine Blutvergiftung geworden – eine der gefährlichsten Komplikationen überhaupt, bei der der Körper im Kampf gegen eine Infektion beginnt, die eigenen Organe anzugreifen.

Madonna posiert im März 1984 in München vor einem leuchtend gelben Hintergrund – sie trägt ein schwarzes Netzoberteil und mehrere Armbänder übereinander. Das Porträt zeigt sie zu Beginn des Jahrzehnts, das sie zu einer weltweiten Pop-Ikone machen sollte. | Quelle: Getty Images

Madonna posiert im März 1984 in München vor einem leuchtend gelben Hintergrund – sie trägt ein schwarzes Netzoberteil und mehrere Armbänder übereinander. Das Porträt zeigt sie zu Beginn des Jahrzehnts, das sie zu einer weltweiten Pop-Ikone machen sollte. | Quelle: Getty Images

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Die Wucht des Zusammenbruchs schilderte sie mit drastischen Worten: In der einen Minute habe sie noch getanzt und gelebt, in der nächsten sei sie auf der Intensivstation gewesen. „Ich wachte auf, nachdem ich vier Tage lang bewusstlos gewesen war", erzählte Madonna. Erst nach und nach habe man sie vom Beatmungsgerät genommen, bis sie wieder selbstständig atmen konnte. Damit ergänzte sie das Bild, das 2023 bereits in Umrissen bekannt war – das künstliche Koma von rund 48 Stunden – um die ganze Tragweite: Insgesamt sei sie vier Tage lang nicht bei Bewusstsein gewesen.

Besonders eindrücklich erzählte sie von der mühsamen Zeit danach. „Ich habe mich immer als Superwoman gesehen", so Madonna – entsprechend überzeugt sei sie gewesen, die Sache schnell zu überstehen und sofort wieder mit den Proben zu beginnen. Doch die Realität sah anders aus: keine Kraft, keine Energie, nicht einmal aus dem Bett habe sie kommen können, und niemand habe sagen können, wann dieser Zustand enden würde.

Madonna posiert in ihrem heute ikonischen „Like a Virgin"-Look bei ihren allerersten MTV Video Music Awards in der Radio City Music Hall in New York am 14. September 1984. | Quelle: Getty Images

Madonna posiert in ihrem heute ikonischen „Like a Virgin"-Look bei ihren allerersten MTV Video Music Awards in der Radio City Music Hall in New York am 14. September 1984. | Quelle: Getty Images

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Hilfe fand sie schließlich in ihrem langjährigen Glauben. Ihr Kabbala-Lehrer habe ihr den Gedanken der „radikalen Akzeptanz" nahegebracht: Je eher sie akzeptiere, was mit ihr geschehe und dass sie das Ende nicht kenne, desto eher werde es vorbei sein. Diese Haltung, so Madonna, habe ihr geholfen, nicht im Selbstmitleid zu versinken. Zugleich sprach sie eine unbequeme Wahrheit aus: Manche Menschen, so habe sie gehört, erholten sich von einer solchen Erkrankung nie wieder vollständig. Im Juli 2024, ein Jahr nach ihrer Entlassung, hatte sie von einer „wundersamen Genesung" geschrieben – damals habe sie kaum die Kraft gehabt, in ihrem Garten auch nur eine einzige Wunderkerze zu halten.#

Und heute: das Comeback bei den VMAs 2026

Wer dieses Kapitel kennt, versteht, wie bemerkenswert Madonnas Rückkehr ins Rampenlicht ist. Bei den MTV Video Music Awards am 27. September 2026 im Peacock Theater in Los Angeles gehörte die inzwischen 68-Jährige zu den prägenden Figuren des Abends. Mit bereits 19 VMA-Trophäen und 13 Nominierungen angereist, nahm sie die begehrte Auszeichnung als „Künstlerin des Jahres" entgegen und eröffnete die Show mit einem Medley für ihr neues Album „Confessions II", begleitet von Sabrina Carpenter und Charli xcx.

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Es war ein Auftritt voller Symbolik. In ihrer Dankesrede erinnerte Madonna daran, wie ihr nach ihrem allerersten VMA-Auftritt 1984 ein Manager prophezeit hatte, ihre Karriere sei vorbei. Mehr als vier Jahrzehnte später stand sie als gefeierte „Künstlerin des Jahres" auf derselben Bühne – ein lebender Gegenbeweis. Von der Frau, die 2023 dem Tod von der Schippe sprang, bis zur Preisträgerin 2026 spannt sich ein Bogen, der von enormer Widerstandskraft erzählt.

Zugleich zeigte der Abend, wie unerbittlich die Öffentlichkeit jede ihrer Regungen beobachtet. Online sorgten einzelne Momente für Diskussionen: eine Choreografie, bei der Tänzer die Sängerin trugen und über die Bühne bewegten, sowie mehrere Dankesreden, in denen sie unter anderem einräumte, nicht genau zu wissen, wofür sie gerade ausgezeichnet werde. Manche Zuschauer zeigten sich besorgt, andere werteten die Szenen schlicht als Teil einer aufwendigen Inszenierung und bewussten Selbstironie.

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Wichtig ist dabei die Einordnung: Nichts davon belegt, dass Madonna beim Auftritt tatsächlich gesundheitliche Probleme hatte – die Debatte spielte sich allein in den sozialen Medien ab. Es wäre unseriös, die Online-Spekulationen mit ihrer früheren Erkrankung kurzzuschließen. Was bleibt, ist vielmehr das Bild einer Künstlerin, die nach einer lebensbedrohlichen Sepsis, nach Koma und zäher Genesung wieder auf der ganz großen Bühne steht – und die, wie schon so oft in ihrer Karriere, polarisiert, überrascht und sich nicht beirren lässt.

Am Ende fügt sich alles zu einer Geschichte über das Überleben: Es waren, wie sie sagt, ihre Kinder, die sie 2023 zurück ins Leben holten. Es war ihr Glaube, der ihr durch die dunkelste Zeit half. Und es ist ihre schiere Unverwüstlichkeit, die sie 2026 erneut dorthin brachte, wo ihre Reise einst begann.

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