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Story des Tages: Ich küsste einen obdachlosen Mann, der sich als Milliardär herausstellte

Frida Kastner
29. Sept. 2021
18:00
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Ich wachte als Milliardärin auf, nachdem ich einen Obdachlosen küsste, der auf der Straße ohnmächtig geworden war. Ich verlor deswegen meinen damaligen Freund, aber ich bereute die Entscheidung nie.

Es geschah, als ich 22 Jahre alt war und als Krankenpflegerin arbeitete. Ich hatte ein tolles Leben, mein Job brachte gutes Geld, ich war gesund und vor allem war ich in einer Beziehung mit einem attraktiven Mann namens Ralf.

Wir genossen es sehr, miteinander Zeit zu verbringen, also verabredeten wir uns regelmäßig für Dates. Eines Abends waren wir auf dem Rückweg von einem interessanten Treffen und ich entdeckte einen armen obdachlosen Mann, der stolperte und vor uns zu Boden fiel.

Ich entdeckte einen armen Obdachlosen, der stolperte und auf der Straße zusammenbrach. | Quelle: Shutterstock

Ich entdeckte einen armen Obdachlosen, der stolperte und auf der Straße zusammenbrach. | Quelle: Shutterstock

Ralf sah den Mann auch, als ich jedoch auf den Fremden zuging, um ihm zu helfen, zog er mich zurück und warnte mich, mich nicht einzumischen. "Schenk dem Gammler keine Aufmerksamkeit, Vanessa", sagte er, "vielleicht will er uns ausrauben."

"Er sieht aus, als bräuchte er Hilfe", antwortete ich, "ich bin Krankenschwester. Menschen zu helfen ist mein Job und mitten in der Stadt wird er mich schon nicht beklauen, oder?"

Dann schüttelte ich seine Hand ab und rann zu dem hilflosen Mann. Eine rasche Überprüfung seiner Lebenszeichen ergab, dass er einen Herzinfarkt erlitten hatte. Er brauchte Wiederbelebungsmaßnahmen oder sein Herz würde aussetzen, also begann ich sogleich damit.

Der Obdachlose sah aus, als bräuchte er medizinische Hilfe. | Quelle: Pexels

Der Obdachlose sah aus, als bräuchte er medizinische Hilfe. | Quelle: Pexels

Als ich meinen Kopf senkte, schrie Ralf mich an, ich solle aufhören. "Wenn du deine Lippen auf seine presst, küsse ich dich nie wieder", sagte er.

Ich hörte ihn deutlich, beschloss aber, seinen Blaff nicht zu beachten. Ich würde den armenf Mann nicht einfach sterben lassen, also begann ich mit der Mund zu Mund Beatmung.

Ralf war darüber nicht sehr erfreut. Er schrie mich einige Male an, ehe er verschwand. Ich bat eine Passantin, 112 zu rufen und blieb bei dem Obdachlosen auf dem Weg zum Krankenhaus. Es war dasselbe, in dem ich beschäftigt war.

Aus irgendeinem Grund beschloss ich, nicht von seiner Seite zu weichen und als wir das Krankenhaus erreichten, übernahm ich seine Behandlung und brachte ihn in ein Privatzimmer.

Ich blieb bei dem Obdachlosen bis zum Krankenhaus. | Quelle: Pexels

Ich blieb bei dem Obdachlosen bis zum Krankenhaus. | Quelle: Pexels

Danach ging ich heim und duschte. Ralf war nirgendwo zu entdecken und das war mir recht, weil ich nicht in der Stimmung war, angebrüllt zu werden. Ich kehrte am folgenden Morgen ins Krankenhaus zurück, um nach dem Obdachlosen zu schauen.

Als er die Augen öffnete, war ich die erste Person, die er sah. Statt sich aber nach seiner Gesundheit zu erkundigen, fragte er, wo seine Habseligkeiten seien. Ich brachte sie ihm und aus seiner Tasche fischte er einen Brief und bat mich, diesen zur Post zu bringen.

"Ist der für Ihre Familie?", fragte ich ihn.

"Nein", sagte er, "der ist für eine Firma."

Das war alles, was er sagte und ich wollte meine Nase nicht in fremde Angelegenheiten stecken, vor allem, wenn er nicht darüber sprechen wollte.

Ich war die erste Person, die der Obdachlose erblickte, als er aufwachte. | Quelle: Pexels

Ich war die erste Person, die der Obdachlose erblickte, als er aufwachte. | Quelle: Pexels

Ich versuchte, mit ihm über seine Familie zu sprechen, aber er sagte, er habe keine. Er sah besser aus als am Vortag. Er war ein attraktiver Mann und nannte sich Kemal.

Wir plauderten eine Weile, bis ich die Arbeit verließ und auf dem Heimweg warf ich seinen Brief ein. Ralf war bei mir und er war sauer. Ich erinnere mich, wie ich dachte, dass ich ihm nie Zweitschlüssel hätte geben sollen, als ich durch die Tür trat und ihn brüllen hörte.

"Wo warst du den ganzen Tag? Warst du bei diesem Penner?", fragte er.

"Du weißt, dass ich als Krankenschwester arbeite, Ralf", sagte ich entnervt.

Ralf fragte mich über den Obdachlosen aus. | Quelle: Pexels

Ralf fragte mich über den Obdachlosen aus. | Quelle: Pexels

Ich hatte ihn am Vortag mehrmals angerufen, aber er weigerte sich, mit mir zu sprechen. Ich hatte gehofft, er würde zurückrufen, aber das tat er nicht. Und jetzt saß er da und brüllte mich an, weil ich es gewagt hatte, zur Arbeit zu gehen.

"Warum hast du meine Anrufe weggedrückt?", fragte ich.

"Darum geht es jetzt nicht, Vanessa!", brüllte er. "Ich bin hier, um dir zu sagen, dass es aus ist."

"Was?" Ich war schockiert.

"Wir sind durch. Ich kann nicht mit einer ungehorsamen Frau zusammen sein, die mir nichts dir nichts mit Fremden Körperflüssigkeiten austauscht unter dem Vorwand, ihnen das Leben zu retten", sagte er und ging.

Ich behielt mein Handy bei mir und hoffte, er würde anrufen. Tat er aber nicht. | Quelle: Pexels

Ich behielt mein Handy bei mir und hoffte, er würde anrufen. Tat er aber nicht. | Quelle: Pexels

Ich weinte den Rest des Abends. Am nächsten Tag machte ich meine Runde, als ich bemerkte, dass der Obdachlose fort war. Das Team sagte mir jedoch, dass er bei seiner Entlassung recht fit gewesen war, also beschloss ich, mir keine Sorgen zu machen.

Eine Monate später war ich ganz perplex, als mir ein großer Strauß roter Rosen geliefert wurde. Im Strauß steckte eine Karte.

"Liebe Vanessa, danke, dass du dir solche Umstände gemacht hast, um zu helfen. Bitte nimm diese Blumen an und folge dem Mann, der sie geliefert hat."

Die Botschaft verwirrte mich, aber die anderen Pfleger*innen drängten mich, dem Boten der Rosen zu folgen und das tat ich. Er fuhr mich in ein feines Restaurant wo ich Kemal, den Obdachlosen, traf.

Ich weinte die ganze Nacht. | Quelle: Pexels

Ich weinte die ganze Nacht. | Quelle: Pexels

Kemal sah anders aus, definitiv nicht obdachlose. Unsere Unterhaltung klärte das Mysterium auf. Es stellte sich heraus, dass er Wissenschaftler war, der alles verkauft hatte, um ein neues Medikament zu entwickeln.

Er hatte seine Entdeckung in dem Brief festgehalten, den er mir gegeben hatte und dieser führte dazu, dass ein Pharmakonzern ihn aufgesucht hatte, um die Produktion des Medikaments zu leiten.

Dank des revolutionären Mittels verdiente er eine Menge Geld und wurde reich. Er wollte mir danken, denn seine Träume wären nie wahr geworden, wenn er an jenem Tag gestorben wäre.

Nach einigen Monaten hielt Kemal um meine Hand an und ich sagte ja. | Quelle: Pexels

Nach einigen Monaten hielt Kemal um meine Hand an und ich sagte ja. | Quelle: Pexels

Wir kamen auf Anhieb gut klar und verabredeten uns gleich noch einmal für den nächsten Tag. Von da an wurde es die Regel. Nach einigen Monaten hielt er um meine Hand an und ich sagte ja. Es schien, als wäre es genau so vorherbestimmt.

Außerdem ergab es sich, dass mein ex-Freund eines Tages krank wurde und nur dank Kemals Medikament gerettet werden konnte. Er suchte später meine Adresse heraus und bettelte mich an, zu ihm zurückzukehren.

Ich lehnte ab, schließlich hatte ich meine Wahl bereits getroffen. Sie hatte mir nicht nur das größte Glück, sondern nebenbei auch noch großen Reichtum gebracht.

Mein Ex bettelte mich an, zu ihm zurückzukehren, aber ich weigerte mich, denn ich hatte meine Wahl bereits getroffen. | Quelle: Pexels

Mein Ex bettelte mich an, zu ihm zurückzukehren, aber ich weigerte mich, denn ich hatte meine Wahl bereits getroffen. | Quelle: Pexels

Was können wir von dieser Geschichte lernen?

  • Tu Gutes, vor allem denen, die es nicht zurückzahlen können. Vanessa hätte den Obdachlosen ignorieren können wie Ralf gefordert hatte. Sie konnte nicht ahnen, dass sie davon profitieren würde, aber da sie nicht zögerte, zu helfen, wurde seine Leben gerettet und sie bekam schließlich einen würdigen Partner.
  • Triff keine Entscheidungen aus Wut. Ralf verließ Vanessa, weil er über ihren angeblichen Ungehorsam zornig war. Nachdem er seine Torheit erkannte, wollte er sie zurück, doch da war es bereits zu spät. Sie hatte einen anderen.

Teile diese Geschichte mit deinen Freund*innen. Vielleicht inspiriert sie Menschen dazu, ihre eigenen Stories zu teilen oder anderen zu helfen.

Diese Geschichte wurde inspiriert von einem Beitrag eines Abonnenten, aber geschrieben wurde sie von einer*m professionellen Autor*in. Alle Namen wurden abgeändert, um die Privatsphäre der beteiligten Personen zu wahren.

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