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29. Juli 2021

Beziehung von Schwestern zerbricht, nachdem sie geheime Tür entdecken – Story eines Abonnenten

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Nachdem sie im Haus ihrer verstorbenen Mutter eine versteckte Tür finden, liegt Emilias und Stefanies Verhältnis in Scherben. Mit der Zeit jedoch ändern sich die Dinge und der Frieden hält wieder Einzug in ihren Leben.

Gewöhnlich erwartet man, dass Geschwister sich wegen Kleinigkeiten in den Haaren liegen und ihren Eltern Ärger machen, aber Emilia und Stefanie waren das genaue Gegenteil davon. Tatsächlich beschützten die beiden sich stets gegenseitig und wenn die eine Kummer hatte, eilte die andere ihr zur Hilfe.

Als sie älter wurden, änderte sich dies jedoch allmählich. Sie waren mit ihren jeweiligen Leben beschäftigt. Sie heirateten, kriegten Kinder, und zogen in unterschiedliche Städte. Dennoch schwand die Liebe und Fürsorge füreinander nie – zumindest nicht, bis sie eine Nachricht bekamen, die alles auf dem Kopf stellte. Ihre Mutter war der Welt entschlafen.

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Emilia und Stefanie flogen in ihren Heimatort, um sich von ihrer Mutter zu verabschieden und eine aufwändige Trauerfeier abzuhalten. Nach der Beerdigung begleitete Emilia ihre Schwester in das Haus ihrer Mutter. Sie sahen sich mit Tränen in den Augen darin um.

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"Ich kann gar nicht glauben, dass Mama nicht mehr bei uns ist. Es bricht mit wirklich das Herz," murmelte Stefanie. Ihr Gesicht war vom Weinen schon tiefrot gefärbt.

Emilia ging zu ihr und nahm sie fest in den Arm.

"Seltsam, was man für eine Leere spürt, wenn jemand unerwartete stirbt. Aber mach dir keine Sorgen, Steffi. Wir schaffen das," tröstete sie ihre Schwester.

Stefanie drückte sie zurück. "Ich kann mich noch daran erinnern, wie wir von der Schule nach Hause gerannt sind und sie für uns Kekse gebacken hat. Ich werde das vermissen. Alles an ihr werde ich vermissen."

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Emilia bemühte sich, Stefanie zu beruhigen. "Sollen wir noch einmal einen Rundgang durchs Haus machen? Dann können wir in Erinnerungen schwelgen, ehe wir es verkaufen," sagte sie, "ich zumindest würde mich besser fühlen."

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Dankbar stimmte Stefanie zu. "Ja, sicher," antwortete sie mit belegter Stimme. Während sie durch das Haus liefen, fanden sie alte Fotos, auf denen sie beide in Kostümen abgebildet waren. Ihre Mutter hatte alle Andenken sicher in einer Kommode aufbewahrt. Manche davon brachten sie zum Lächeln, andere stimmten sie traurig. Insgesamt aber fühlten sie sich nach dem Durchsehen erleichtert.

Bevor sie gingen, beschlossen sie, in den Keller zu gehen, um zu schauen, ob dort noch Kisten mit ihren Kindersachen waren. Plötzlich fiel ihr Blick auf eine Kiste, die mitten im Raum stand.

Als die Schwestern sie verschoben, um sie zu öffnen, fanden sie darunter eine versteckte Tür. Sie waren perplex. Sie hatten lange in dem Haus gewohnt, aber niemals diese Tür entdeckt. Vielleicht lag dies dran, dass der Keller normalerweise vollgestopft mit Kram gewesen war. Nun, da dieser ausgeräumt war, war der Keller fast leer und die Tür leicht zu finden. Sie beschlossen, sie zu öffnen.

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Sie blickten dahinter und fanden dort einen versteckten Raum. Sie stiegen die Treppen hinab und fanden das Zimmer leer vor. Leer, bis auf eine Schachtel in einer Ecke. Stefanie eilte darauf zu und öffnete die Schachtel, aber was sie darin fand, ergab zunächst keinen Sinn.

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Es waren lauter Fotos von zwei Menschen, die mit einem Baby posierten. Als Stefanie genauer hinschaute, wurde es ihr blitzartig klar. Das Baby war sie selbst. Aber die anderen beiden Menschen, die kannte sie nicht.

Als sie durch die anderen Fotos blätterte, fiel ein Umschlag zu Boden. Stefanie hob ihn auf, und begann zu lesen. Nach wenigen Augenblicken füllten sich ihre Augen mit Tränen. Sie drehte sich zu Emilia und schrie wütend: “Warum hast du das vor mir verheimlicht? Warum?“

"Steffie, was ist denn los?" fragte Emilia verwirrt.

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"Du weißt, dass ich ADOPTIERT bin. Oder nicht, Emilia?"

Emilia war wie paralysiert. "Aber… wie hast du.. Ich meine.. wie hast du das herausgefunden? Ich wollte es dir erzählen, aber Mama hat mir das Versprechen abgenommen, zu schweigen."

Stefanie funkelte sie zornig an. "Natürlich wollte sie nicht, dass ich es herausfinde. Deshalb hat sie dich diesen blöden Brief unterzeichnen lassen!" Damit warf Stefanie Emilia den Brief vor die Füße. Als Emilia ihn aufhob und las, verstand sie, wovon Stefanie sprach.

"Hör mal, Steffie. Das ist alles nicht wichtig. Ich habe dich immer geliebt und Mama auch. Wir sind doch eine Familie," antwortete Emilia und griff nach Stefanies Hand.

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Aber Stefanie zog ihre Hand weg und begann zu schreien. "Du bist eine verflixte Lügnerin! Du, Mama, ihr alle! Ich will alles über meine richtigen Eltern wissen. Ihr kennt sie doch, oder? Denk gar nicht daran, mich jetzt anzulügen. In dem Brief steht, dass du über sie Bescheid weißt."

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Da begriff Emilia, dass Stefanie sich nicht beruhigen würde, ehe sie die ganze Wahrheit erfuhr. Also beschloss sie, ihr alles zu erzählen.

Emilia erklärte, dass Stefanie die Tochter der besten Freundin ihrer Mutter war. Sie hieß Clara. Nachdem Clara und ihr Mann in einem Autounfall ums Leben gekommen waren, hatte ihre Mutter beschlossen, Stefanie bei sich aufzunehmen.

"Das ist alles," sagte Emilia, als sie mit der Geschichte fertig war. "Ich wollte es dir sagen, aber Mama hatte Angst, dass du ausflippen würdest. Ich schätze, da lag sie nicht falsch. Nun ja, jetzt, wo du alles weißt, hoffe ich, dass du nicht wütend auf uns bist. Wir sind schließlich eine Familie."

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"Familie?!" Stefanie starrte Emilia an. "Ich HASSE dich dafür! Ich fasse nicht, dass du das vor mir verheimlicht hast. Ich hätte zumindest einmal im Jahr das Grab meiner Eltern aufsuchen können, aber sogar das habt ihr mir genommen. Denkst du, ich würde euch das verzeihen?! NIEMALS! Ich werde dir und Mama nie verzeihen!" schrie sie und ging.

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Emilia wünschte, sie könnte Stefanie aufhalten, aber sie wusste, dass das zwecklos war. Also stand sie nur schweigend da und sah Stefanie nach.

Die Monate vergingen. Emilia versuchte mehrmals, Stefanie zu erreichen, aber sie reagierte nicht auf Anrufe oder SMS. Tag und Nacht dachte Stefanie darüber nach, wie ihre Mutter und ihre Schwester sie betrogen hatten.

Traurigerweise hatte dies auch physische Auswirkungen auf Stefanie, ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich. Die Ärztinnen sagten ihr, dass sie dringend behandelt werden musste.

Aber da klopften die nächsten Sorgen an die Tür: Stefanies Ehemann verlor seinen Job und die Familie war in finanziellen Schwierigkeiten.

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Weil sie nicht angemessen behandelt wurde, gab Stefanies Körper auf. Sie musste ins Krankenhaus gebracht werden, aber die Kosten war viel zu hoch. Es war ihre letzte Rettung, als sie finanzielle Unterstützung bekamen.

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Als Stefanie aus dem Krankenhaus entlassen wurde, erfuhr sie von den Ärztinnen, dass es Emilia gewesen war, die das Geld geschickt hatte. Stefanies Ehemann hatte Emilia angerufen und um Hilfe gebeten.

Als Emilia gehört hatte, dass Stefanie Probleme hatte, war sie ihr zugleich zu Hilfe geeilt, hatte das Geld überwiesen und die Ärztinnen gebeten, sich gut um ihre Schwester zu kümmern.

An jenem Tag begriff Stefanie, dass Liebe und Fürsorge die wahre Grundlage für Beziehungen war. Es war egal, ob sie Blutsverwandte waren oder nicht. Sie rief sofort Emilia an und entschuldigte sich bei ihr.

"Es tut mir so leid, Emilia. Es war falsch von mir, dich anzufahren. Du bist die beste Schwester der Welt und ich bezweifle, dass meine echte Schwester mir so beigestanden hätte wie du. Ich habe dich SO lieb. Wirklich!"

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Am Ende gab Stefanie also den Hass auf und vereinte sich wieder mit ihrer Schwester.

Was können wir von dieser Geschichte lernen?

1. Beziehungen bauen auf Liebe und Fürsorge auf, nicht unbedingt auf Blut. Emilia und Stefanie waren nicht blutverwandt, aber Emilia liebte Stefanie wie ihre eigene Schwester.

2. Liebe und Fürsorge können einen Menschen verändern. Stefanies Wut verpuffte, als sie begriff, dass Emilia ihr in der schweren Zeit geholfen hatte.

Teile diese Geschichte mit deinen Freund*innen. Vielleicht inspiriert sie Menschen dazu, ihre eigenen Geschichten zu teilen oder anderen zu helfen.

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Diese Geschichte wurde inspiriert von einem Beitrag eines Abonnenten, aber geschrieben wurde sie von einer*m professionellen Autor*in. Alle Namen wurden abgeändert, um die Privatsphäre der beteiligten Personen zu wahren.

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