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07. Juli 2021

Verwöhnter Teenager weigert sich, alleinstehender Oma zu helfen - Story des Tages

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Ein fauler Teenager weigert sich, seiner Oma im Garten zu helfen. Die aber trickst ihn aus und lehrt ihn eine wertvolle Lektion.

Simon war nicht unbedingt begeistert darüber, den Sommer mit seiner Oma in South Carolina zu verbringen, aber seine Eltern hatten darauf bestanden. Seine Mutter hielt eine Vortragsreihe in Europa und sein Vater begleitete sie.

Sie fanden, dass Simon mit seinen 14 Jahren noch zu jung sei, um allein zu bleiben. Simon, der sich natürlich schon sehr erwachsen vorkam, sah das ganz anders..

Kaum war er angekommen, da wurde Simon klar, dass der Sommer ein Deaster werden würde. Seine Oma Millie holte ihn an der Bushaltestelle mit einem verlotterten Truck ab, der mindestens 60 Jahre alt sein musste.

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Der Wagen keuchte und stieß kleine Qualmwolken aus, von Federung keine Spur. Oma Millie fand das ganz normal. Sie war offenbar sehr erfreut, Simon zu sehen. Als sie nach einer durchgerüttelten Stunde bei ihr zu Hause ankamen, klingelten Simon schon die Ohren von ihrem Geschnatter. Sie plauderte über ihren Hund, das Wetter, seine Eltern..

Ein gutherzigerer Junge hätte verstanden, dass Oma Millie lange allein war und sich schlicht nach menschlichem Kontakt sehnte. Simon aber war zu verwöhnt und zu sehr auf sein eigenes Unglück konzentriert, um gutherzig zu sein.

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Oma Millie zeigte Simon sein Zimmer, in dem früher sein Dad gewohnt hatte. Er sollte sich frisch machen und dann für Milch und Kekse wieder zu ihr herunterkommen. "Milch und Kekse," grummelte Simon, "glaubt die, ich bin 5?"

Er kam in die Küche und Millie stellte ihm ein Glas Milch und einen Teller toll aussehender Kekse hin. "Ich habe dir deine Lieblingskekse gemacht. Früher, als du klein warst, warst du ganz wild auf Landmilch und Kekse!“

"Ich bin aber nicht mehr klein,“ fauchte Simon, "und hierher zu kommen war auch nicht meine Idee!“

"Ich verstehen,” sagte Oma Millie und setzte sich ihm gegenüber. "Aber nun bist du hier, warum machst du nicht einfach das Beste draus?”

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Unterschätze nie jemanden, weil sie*er älter ist. Manchmal wissen sie mehr, als du je lernen wirst.

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Simon schnaubte verächtlich: "na klaaar. Schön, was ist dein Wi-Fi Passwort?"

"Es gibt keins. Weil ich kein Internet habe.”

"WAS?! Und was soll ich hier dann für sechs Wochen machen," fragte Simon entgeistert.

"Hm. Du könntest mir zum Beispiel im Garten helfen," schlug Oma Millie lächelnd vor, "ich will schon länger einen Kräutergarten anlegen.."

"ALS OB!" schrie Simon außer sich.

Oma Millie zog die Augenbrauen hoch. "Was willst du damit sagen?"

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"Ich meine," erklärte er entnervt, "NICHT ÜBER MEINE LEICHE! Ich wird nicht im Dreck herumbuddeln. Ich bin doch nicht dein Sklave!"

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Dann stürmte Simon auf sein Zimmer, um seine Eltern anzurufen und ihnen die Ohren vollzujammern darüber, dass er kein Internet hatte und dass er Oma Millie, die Tyrannin, HASSTE. Oma Millie saß währenddessen grübelnd am Küchentisch. Irgendwann lächelte sie...

Sie klopfte an Simons Tür. "Simon, Schätzchen, das Abendessen ist fertig!"

Er hatte tatsächlich Hunger, also folgte er ihr mit seinem besten Schmollmund nach unten.

Oma Millie hatte einen herrlich aussehenden Eintopf gekocht, und Salat gemacht, und -war das etwa Apfelkuchen??

Simons Magen grummelte begierig. Er tat sich eine große Portion auf und aß schweigend. Oma Millie schien das nicht zu stören.

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"Weißt du, du siehst genau aus wie mein Urgroßvater, Wilton Chambers."

"Echt? Wow," schnaubte Simon sarkastisch und mit vollem Mund.

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Oma Millie sprach unberührt weiter: ja, genau. Er war es, der dieses Haus gebaut hat. Er war im Goldrausch in Kalifornien 1848 reich geworden, weißt du? Also kam er nach Hause, heiratete.."

"Und warum bist du dann Arm," fragte Simon.

"Nun ja," erklärte sie, "kurz darauf begann der Bürgerkrieg und Opa Wilton verbuddelte sein Gold im Kräutergarten. Kurz darauf verschluckte er sich leider an einem Würstchen und niemand hat je sein Gold gefunden."

Plötzlich hatte Simon großes Interesse. "Gold? So richtige Goldmünzen?"

"Oh nein," sagte Millie, "Nuggets. Kalifornische Goldnuggets."

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Am nächsten Morgen stand Simon mit einer Schaufel im Garten. Er würde das Gold finden und wer es findet, darf es behalten!

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"Du hast gesagt, du brauchst Hilfe mit dem Kräutergarten, Oma Millie," fragte er mit honigsüßer Stimme und lächelte. Millie lächelte zurück.

"Ja, Schätzchen. Fang einfach dort an und arbeite dich hier herüber.."

Über den Sommer buddelte Simon den kompletten Garten um. Er half Oma Millie dabei, den Kräutergarten anzulegen und Blumenbeete und sogar, den alten Rasen durch neuen zu ersetzen. Das Gold aber fand er nicht.

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Im nächsten Jahr kam er wieder, und auch im Jahr darauf. Nach einer Weile kam er nicht mehr, um nach Gold zu suchen, sondern dem freundlichen Lächeln seiner Oma wegen. Außerdem, wenn er ehrlich war, mochte er auch Milch und Kekse gern.

Als Simon 19 war, erreichten ihn im ersten Jahr an der Uni traurige Nachrichten: Oma Millie war verstorben. Simon war am Boden zerstört und flog sofort zur Beerdigung nach South Carolina.

Nach der Gedenkfeier kam ein älterer Herr auf die Familie zu. "Entschuldigen Sie bitte," sagte er, "sind Sie Simon?"

Simon nickte.

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"Mein Beileid zu ihrem Verlust, junger Mann. Ich bin der Bank Manager Ihrer Großmutter. Sie trug mir auf, Ihnen nach ihrem Tode den Inhalt ihres Schließfaches auszuhändigen."

Simon konnte es nicht fassen. Was konnte Oma Millie ihm hinterlassen haben?

Bei der Bank präsentierte man Simon die Sicherheitsbox aus dem Fach. Darin lagen vier ungeheuer rostige Dosen. Konnte es sein..?

Mit großer Mühe öffnete er einer der Dosen. Darin entdeckte er den zarten Schimmer von Gold.

Simon begann zu lachen. "Oh, Oma Millie! Du hast mich nach den Münzen suchen lassen, aber dabei warst du mein wahrer Schatz!"

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Was können wir von dieser Geschichte lernen?

1. Unterschätze niemals jemanden, weil sie*er älter ist. Manchmal wissen sie mehr, als du je lernen wirst. Millie hat sich Simons Gier zu Nutze gemacht, und ihn dazu gebracht, ihren Garten umzugraben.

2. Ein Schatz hat nicht immer die Gestalt, die wir erwarten. Der wahre Schatz, den Simon beim Graben im Garten gefunden hat, ist die wunderbare Beziehung zu seiner Großmutter.

Teile diese Geschichte mit deinen Freund*innen. Vielleicht inspiriert sie Menschen dazu, ihre eigenen Stories zu teilen oder anderen zu helfen.

Jegliche Ähnlichkeit mit tatsächlichen Geschehnissen, Orten, Menschen (verstorben oder lebendig) sind reiner Zufall.

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