Désirée Nosbusch wird "Sisis" Schwiegermutter spielen: Blick auf ihr Leben

Désirée Nosbusch kann sich bald einen Traum erfüllen: Sie wird die Schwiegermutter von "Sisi" in der TVNow-Serie "Sisi" spielen. 

Sie wird in die Rolle von Erzherzogin Sophie schlüpfen. Dies soll für die Schauspielerin die Erfüllung eines Mädchentraums sein, heißt es Medienberichten zufolge.

Mit dieser neuen Rolle erweitert Nosbusch ihr Repertoire, nachdem sie zuvor in der Serie "Bad Banks" eine intrigante und skrupellose Investmentbankerin namens Christelle Leblanc gespielt hat.

Der "Spiegel" berichtet, dass die Streamingplattform "TVNow" plane, die neue Serie bereits Ende diesen Jahres ins Programm aufzunehmen. Neben Desirée Nosbusch als Erzherzogin Sophie spielt Jannik Schümann Kaiser Franz Joseph I., und Dominique Devenport soll die Kaiserin Sisi selbst spielen. 

Die Dreharbeiten sollen noch bis August andauern und in Litauen, Bayern, Österreich, Lettland und Budapest stattfinden. Gegenüber der "Bild"-Zeitung verriet Nosbusch:

"Ein Mädchentraum ist für mich in Erfüllung gegangen. Es ist eine tolle Herausforderung und auch eine Ehre, die Erzherzogin Sophie darstellen zu dürfen. Sie war das politische Mastermind hinter ihrem Sohn und wurde oft die ,heimliche Kaiserin‘ genannt."

Nosbusch, die in Luxemburg zur Welt kam, hatte schon früh Kontakt zu Film und Fernsehen. Bereits im zarten Alter von 12 Jahren moderierte sie ihre erste Fernsehsendung. 

Aber das war ich auch nicht. Ich rebellierte innerlich. Ich hatte mich verloren

Diesen Job erhielt sie, nachdem sie in den Schulferien zusammen mit einer Freundin vom Radiosender interviewt worden war. Ihre eigene Sendung hieß damals "Hits von der Schulbank". Sie wurde ein großer Erfolg. Von da an ging es eigentlich nur noch steil bergauf.

Nosbusch wechselte zum Sender ZDF und wurde Moderatorin der "Musicbox". Danach folgte das erste Kinofilm-Angebot: "Der Fan". Dieser Film sorgte für einen Skandal und ordentlich Wirbel. Zum Zeitpunkt des Drehs war Nosbusch gerade mal 16 Jahre alt und es kam eine Nacktszene darin vor. 

Im Interview mit der Zeitschrift "Zeit" verriet sie, dass sie sich fremdgesteuert gefühlt habe und nicht mehr "Ja" oder "Nein" sagen konnte. Zudem habe sie versucht, eine einstweilige Verfügung gegen den Film zu erwirken, allerdings erfolglos.

Als Aushängeschild sei sie daraufhin für den ZDF nicht mehr tragbar gewesen, sagte sie. Versuche, sie mit einem Oster-Shooting auf dem Cover einer Fernsehzeitschrift zu rehabilitieren, seien nicht gut angelaufen. Sie verriet:

"Aber das war ich auch nicht. Ich rebellierte innerlich. Ich hatte mich verloren"

Dass sie sich selbst wiederfand, hatte sie eher einem Zufall zu verdanken, denn sie ging in ein Berliner Kino und sah sich den Film "Fame" an. Von den jungen Menschen, die in New York ihrer Leidenschaft nachgingen und tanzen und schauspielerten, fühlte sie sich zutiefst inspiriert. 

In ihnen sah Nosbusch das Mädchen, das sie gewesen war und fühlte die Freiheit, die man ihr nach eigenem Empfinden genommen hatte. Dort fasste sie die Entscheidung, selbst nach New York zu gehen.

Vier Jahre lang war sie daraufhin an der Schauspielschule von Herbert Berghof und Uta Hagen. Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen hat sie als Kellnerin gearbeitet und für eine Pop-Zeitschrift eine Kolumne geschrieben.

Zudem hat sie für den NDR eine Radiosendung gemacht, verriet sie. In Europa erlangte sie schließlich 1984 einen riesigen Bekanntheitsstatus, nachdem ein Freund sie überredet hatte, den Eurovision Song Contest in Luxemburg zu moderieren. 

Einige äußerst erfolgreiche berufliche Jahre folgten, in denen sie die ganze Welt bereiste. Später lernte sie ihren damaligen Mann kennen und bekam zwei Kinder. sie zog nach L.A. 

Nach vielen Anfangsschwierigkeiten und dem Gefühl der Unsicherheit, dem Gefühl, ihre Eltern zu enttäuschen, da ihr Beruf eher "ungewöhnlich" schien, hat Nosbusch nach eigenen Angaben heute das Gefühl, endlich dazuzugehören und ihren Traum zu leben. Auch ihre Kinder sind mittlerweile erwachsen und erfolgreiche Musiker. 

Seit 2018 ist sie mit ihrem zweiten Ehemann Tom Bierbaumer verheiratet. Von ihrem ersten Ehemann, Harald Kloser, ließ sie sich 2006, nach fünfzehn Jahren Ehe, scheiden.

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