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Ein Berliner Lehrer setzt schlechten Schülern schwarze Kronen auf den Kopf und lässt sie von der Klasse ausbuhen

Maren Z.
12. Nov. 2020
16:00

Eine Schule, insbesondere eine Lehrerin, aus Berlin steht aktuell stark in der Kritik für kontroverse Bestrafungen für „schlechte Schüler“.

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Der Vorfall selbst liegt schon Wochen zurück, wurde allerdings erst jetzt öffentlich, heißt es im "Tagesspiegel".

Eine Lehrerin soll im August 2020 die besten SchülerInnen nach vorne gerufen haben. Dabei handelte es sich um SchülerInnen einer dritten Klasse der Kreuzberger Adolf-Glaßbrenner-Grundschule in Berlin.

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Den besten SchülerInnen setzte sie Berichten zufolge eine Krone auf. Im Anschluss brachte sie die Klasse dazu, zu applaudieren und die Errungenschaften ihrer Klassenkameraden so zu würdigen.

Danach bat sie die Kinder nach vorn, deren Leistungen als "schlecht" galten. Unter ihnen soll ein jüdisches Kind gewesen sein, laut Tagesspiegel.

Ihnen wurde eine schwarze Krone aufgesetzt und die Klassenkameraden sollen dann aufgefordert worden sein, die "schlechten Schüler" auszubuhen.

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Der Tagesspiegel erfuhr von dieser unglaublichen Geschichte von den Eltern der Kinder. Die Eltern seien außer sich gewesen, als sie von dem Vorfall erfahren haben und beschwerten sich bei der Schulleitung. Dort machten sie ihrem Unglauben und ihrem Zorn Luft. Auf Nachfragen soll sich die Schulleitung jedoch nicht dazu geäußert haben, heißt es weiter.

Rüdiger Röfke, der Konrektor verriet telefonisch, dass es sich um ein "Missverständnis" handeln soll. Man möchte bei geplanten Elternvertreter-Abenden noch einmal über den Vorfall sprechen, doch es soll angeblich bereits alles mit den beteiligten Eltern, Schülern und der Lehrerin geklärt worden sein.

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Weiter wurde berichtet, dass ein Sprecher der Senatsverwaltung mittlerweile eingegriffen haben soll, um die Praxis künftig zu unterbrechen.

Da es sich um einen "einmaligen Vorgang" gehandelt haben soll, habe die Schulaufsicht nicht eingegriffen. Dennoch fiel der Begriff der "fragwürdigen Pädagogik".

Die Lehrerin, die mit dieser Praxis für so viel Aufruhr sorgte, soll eine frische Lehrkraft sein. Die Idee der Kronen soll nicht nur von der Lehrerin, sondern auch von den Schülern gekommen sein.

In der dritten Klasse werden noch keine Noten vergeben, deshalb habe man nach einer alternativen Möglichkeit gesucht, um den Schülern Feedback zu geben. Die Methode, für die man sich schließlich entschlossen hat, scheint den gewünschten Effekt weit verfehlt zu haben und hat nun deutschlandweit für Empörung und Schlagzeilen gesorgt.

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