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EntertainmentAnekdote

19. August 2021

Auf der Beerdigung meines Mannes traf ich eine Frau mit seinem Kind in den Armen – Story einer Abonnentin

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Als mein Ehemann unerwartet verstarb, war ich schockiert, als ich eine andere Frau bei seiner Beerdigung traf, die sein Kind in den Armen hielt.

12 Jahre lang glaubte ich, glücklich verheiratet zu sein mit dem wundervollsten Mann der Welt, aber erst, als mein Mann mit 36 nach einem Autounfall verstarb, fand ich heraus, wer er wirklich war.

Ich wartete mit dem Abendessen auf ihn, als das Telefon klingelte. Seine schluchzende Assistentin berichtete mir, dass Gregor fort war. Er war dabei gewesen, in seinen Wagen einzusteigen, als ein anderes Auto ihn erfasste. Gregor war tot.

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Immer wieder wiederholte ich diese Worte in meinem Kopf: Gregor ist tot, ich bin allein. Ich konnte es nicht glauben. Wir waren jung und glücklich, wie konnte er fort sein? Wie konnte ich aufwachen und ihn nicht neben mir finden?

Ich war für die nächsten Tage wie in Trance. Meine Freund*innen scharten sich um mich und halfen mir, seine Beerdigung und die Trauerfeier zu organisieren; all die Zeremonien des Todes, die die Hinterbliebenen unbedingt brauchen, um weiterleben zu können.

In meinem Herzen wusste ich, dass ich nie darüber hinwegkommen würde. Niemals wieder würde ich lieben und ich würde mein Leben lang um Gregor trauern. Am Tag der Beerdigung stand ich noch lange am Grab, als alle schon weg waren. Ich konnte ihn nicht gehen lassen, dies konnte nicht real sein.

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Lautlos weinte ich, als ich eine weitere Stimme hinter mir schluchzen hörte. Dort stand eine junge Frau, die ein weinendes Baby in den Armen hielt.

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"Sind Sie eine Freundin von Gregor?", fragte ich.

"Ja," flüsterte sie, "das bin ich. Ich wollte Ihnen nur sagen, wie sehr es mir leid tut... Ich wusste nichts von Ihnen."

"Von Gregors Tod, meinen Sie?", fragte ich.

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"Ich wusste nicht, dass er verheiratet war," erwiderte sie leise, "er hat es mir nie gesagt. Ich habe es erst gestern herausgefunden, als ich bei seinem Büro anrief."

"Warum sollte er Ihnen von seinem Privatleben erzählen? Sie haben zusammen gearbeitet, nehme ich an?", fragte ich etwas schroff.

Die Frau schüttelte den Kopf. "Ich war Praktikantin in seiner Kanzlei, als das mit uns anfing. Ich wusste nicht, dass er verheiratet war und dann wurde ich schwanger..."

"Hören Sie auf!", schrie ich, "Das ist die Beerdigung meines Mannes! Hören Sie auf, zu lügen!"

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"Bitte," sagte die Frau, "Ich wollte Sie nicht verletzen. Gregor... er hat mir angeboten, mich zu heiraten, sich um mich und das Baby zu kümmern. Ich komme kaum über die Runden, ich habe nichts..."

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"Verschwinden Sie, Sie Lügnerin!", kreischte ich, "Hauen Sie ab!" Ich wandte mich um und rannte weg, weg von ihrem blassen, schmerzvollen Gesicht und vor allem weg von den Erinnerungen an Gregors lange Tage im Büro und all seine Ausreden.

Manchmal hat die Person, die du glaubst zu kennen, eine versteckte Seite.

In meinem Herzen wusste ich, dass die Frau die Wahrheit sprach. Mein geliebter Gregor war ein Schürzenjäger und hatte mich über die Jahre wahrscheinlich mit mehreren Frauen betrogen. In meinem Auto sitzend ließ ich den Tränen freien Lauf.

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Es dauerte lange, bis ich mich in der Lage fühlte, Auto zu fahren und wie ich dort saß, entdeckte ich die Frau mit dem Baby, die in den Drogeriemarkt gegenüber ging. Ohne groß nachzudenken stieg ich aus und folgte ihr.

Sie stand an der Kasse, eine Packung Milchnahrung stand vor ihr und sie zählte Kleingeld. Sie wurde rot und ihre Hände zitterten. Noch einmal zählte sie die Münzen. "Entschuldigung, mir fehlen 2 Euro. Haben Sie günstigere Milch?", fragte sie die Kassiererin.

Ich trat zu ihr hin, legte meine Kreditkarte auf die Ablage und sagte: "Bitte, geben Sie uns die beste Milchnahrung."

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Die Frau schreckte zusammen. "Das kann ich mir nicht leisten!", rief sie.

"Aber ich," erwiderte ich ruhig, "und du auch. Nimm die Milchnahrung mit, wir müssen uns unterhalten."

Sie führte mich zu der Wohnung, in der sie mit dem Kind lebte. Es war eine scheußliche Absteige im sechsten Stock, wo die Tapete von den Wänden blätterte und Wasserflecken die Decke übersäten. "Wie kannst hier mit einem Baby leben?", fragte ich schockiert.

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"Mehr kann ich mir nicht leisten," erklärte sie kleinlaut.

"Aber Gregor..er hat dir doch sicherlich… hat er dich nicht unterstützt?", hakte ich nach.

"Klar, als ich noch dünn und sexy war. Aber als meine Schwangerschaft voranschritt, verschwand Gregor und mit ihm sein Angebot, mich zu heiraten. Er wollte sich nicht mit mir treffen und ignorierte meine Anrufe," erläuterte sie.

Mein Bild von Gregor lag in Scherben. Dass ich diesen Kerl mal angebetet hatte! "Wie heißt du?", fragte ich die junge Frau

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"Mandy," erwiderte sie, "und das hier ist David."

"Hallo David," sagte ich und strich ihm über die samtweiche Wange, dann wandte ich mich Mandy zu: "Also, hier kannst du nicht bleiben. Du und David kommt mit zu mir."

"Aber... Du willst, dass ich bei dir wohne?", keuchte Mandy.

"Ja," sagte ich, "das hier ist Gregors Kind, also gehört ein Teil von ihm auch zu mir. Ich trage für euch beide Verantwortung. Es gibt eine Lebensversicherung; den Erlös davon teile ich mit dir. Ich bin wohlhabend, Geld ist also kein Problem."

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Mandy weinte. "Das must du nicht tun!", sagte sie, "Ich schaffe das schon!"

"Ich möchte es gern tun," beharrte ich, "ich konnte nie selber Kinder haben. Aber wenn du mich lässt, dann helfe ich dir dabei, David großzuziehen. Er hat vielleicht keinen Vater mehr, aber, wenn du es zulässt, könnte er zwei Mütter haben."

Mandys Antwort war eine dreier-Umarmung, über die David meckerte. Sie und der Kleine zogen bei mir ein und wir gewöhnen uns seitdem an einander und an die seltsamen Ereignisse, die uns zusammengebracht und zu einer Familie gemacht haben.

Was können wir von dieser Geschichte lernen?

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1. Manchmal hat ein Mensch, den du zu kennen glaubst, eine verborgene Seite.

2. Liebe und Fürsorge sind es, die eine Familie ausmachen.

Teile diese Geschichte mit deinen Freund*innen. Vielleicht inspiriert sie Menschen dazu, ihre eigenen Stories zu teilen oder anderen zu helfen.

Wenn dir diese Geschichte gefallen hat, magst du vielleicht auch diese, in der ein Mann von seiner Frau den Verlobungsring zurückfordert, damit er eine andere heiraten kann.

Diese Geschichte wurde inspiriert von einem Beitrag eines Abonnenten, aber geschrieben wurde sie von einer*m professionellen Autor*in. Alle Namen wurden abgeändert, um die Privatsphäre der beteiligten Personen zu wahren.

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